New gTLDs – zehn Jahre bis zur 2. Runde?

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New gTLDs – zehn Jahre bis zur 2. Runde?

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In einem Monat ist es soweit: Am 12. Januar 2012 öffnet sich das Fenster für Bewerbungen um die neuen Domain-Endungen, das sich nach drei Monaten am 12. April 2012 wieder schließt. Wer die auf viele Jahre hin einzige Chance, eine eigene Domain-Endung zu etablieren, nutzen will, muss jetzt alle Hebel in Bewegung setzen.


Seit im Juni 2011 ICANN den Weg für die neuen generischen Top Level Domains freigegeben hat, ist ein halbes Jahr vergangen. In einem Monat beginnt die Bewerbungsphase. Die Anzahl zu erwartender Bewerbungen um neue Domain-Endungen schwankt zur Zeit vorwiegend zwischen 1.000 und 4.000. Unternehmen halten sich bisher bedeckt, ob sie sich für Kennzeichen-Endungen bewerben. Nur drei Konzerne haben sich dazu bekannt: Canon, Hitachi und Deloitte. Und das, obwohl davon ausgegangen wird, dass .brand-Endungen, die ursprünglich für die Bewerbung gar nicht vorgesehen waren, die Mehrzahl aller Kandidaten stellen werden.


Regionale Endungen werden ebenfalls in Fülle erwartet: darunter beinahe jede größere Stadt, angefangen bei New York, Paris und London über die deutschen Städte Berlin, Köln, Hamburg oder München, bis in die weite Ferne wie Mumbai und so weiter. Darüber hinaus werden auch Endungen für Bundesländer wie das Saarland, Nordrhein-Westfalen oder Bayern erwartet. Welche der zahlreichen generischen Endungen konkret ins Spiel kommen, bleibt ebenfalls unklar. Mit Endungen wie .music, .sport, .eco und vergleichbare darf man rechnen.


Doch wird die Zeit sehr knapp, die Vorbereitungen für die Bewerbung zu treffen. Es bleibt zwar mehr als der Monat, der noch vergehen muss, ehe sich das Bewerbungsfenster am 12. Januar 2012 öffnet, das sich erst drei Monate später, am 12. April wieder schließt. Doch schon bis 29. März 2012 muss man sich für die Bewerbung elektronisch bei ICANN anmelden (TAS = TLD Application System). Wenn man diesen Zeitpunkt verpasst, ist es auf Jahre hinaus vorbei mit der eigenen Endung. Die Domain-Verwaltung Afilias (.info, .mobi u.a.) geht davon aus, dass zehn Jahre vergehen werden, ehe sich eine zweite Chance für Bewerbungen um neue Domain-Endungen ergibt. Die Vergangenheit lehrt, dass die Zeitabstände zumindest fünf und mehr Jahre betragen, ehe neue Einführungsrunden von ICANN freigegeben werden. Da hilft auch nicht die Forderung, ICANN müsse verbindlich für das Folgejahr eine zweite Runde einläuten.


ICANN wird 2012 und 2013 mit der Einführung der ersten Runde beschäftigt sein und danach die gemachten Erfahrungen sammeln und auswerten, um entscheiden zu können, wie die Prozesse verbessert werden können. Das nimmt aufgrund der Komplexität einfach mehrere Jahre in Anspruch. Soviel Zeit muss sein.


Die Einführung neuer Endungen ist aber nicht nur für Bewerber wichtig, sondern allgemein für Markeninhaber. ICANN hat im Rahmen des Bewerbungsprozesses mehrere Mechanismen eingebaut, in denen Markeninhabern die Möglichkeit eingeräumt wird, den Schutz der eigenen Marke(n) zu erhöhen. Wann diese Mechanismen greifen und was man als Markeninhaber sodann zu beachten hat, davon ein andermal.


Diensteanbieter rund um die Einführung und Verwaltung neuer Domain-Endungen sind beispielsweise:


Beratung:


http://dotzon.de


http://dotadvice.co.uk


http://architelos.com


ttp://rightofthedot.com


 


Registry-Dienstleistung und mehr:


http://afilias.info/dotbrand


http://www.nic.at/registry_in_a_box/


http://www.knipp.de/domains/tango/overview.do


http://key-systems.net/businessareas/ksregistry.php


http://www.mindsandmachines.com/


Autoren: Daniel Dingeldey, Rechtsanwalt Berlin


Florian Hitzelberger, Rechtsanwalt Holzkirchen


Florian Huber, Wirtschaftsjurist (Univ. Bayreuth)


 


 


 

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