Nielsen: Handelsmarken steigen in der Gunst der Käufer

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Die deutschen Verbraucher greifen sehr gern zu Eigenkreationen des Handels, den sogenannten Handelsmarken. Bei Vollsortimentern steigt der Umsatzanteil dieser Produkte in den Segmenten Food und Nearfood seit Jahren kontinuierlich. Ein Grund hierfür ist die große Beliebtheit bei den Konsumenten. So zeigt eine aktuelle Studie von Nielsen, einem führenden Anbieter von Informationen und Erkenntnissen zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern, dass für 75 Prozent der deutschen Verbraucher Handelsmarken eine gute Alternative zu Herstellermarken sind. Ähnlich viele Befragte (72 Prozent) bescheinigen Handelsmarken eine gleich gute Qualität wie Herstellermarken. Das sind 13 Prozentpunkte mehr als im europäischen Durchschnitt. Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) gab sogar an, dass die Qualität einiger Handelsmarken besser sei als die von Herstellermarken.

Preis und Qualität lassen die Verbraucher zu Handelsmarken greifen

Die Deutschen haben den Ruf, sehr preisbewusste Verbraucher zu sein. Ingo Schier, Geschäftsführer von Nielsen Deutschland, sieht diesen Ruf zwar durch die Studie teilweise bestätigt, doch sie ergibt ein differenzierteres Bild. Er sagt: „Unsere Studie zeigt, dass beim Einkauf viele Faktoren zusammenkommen, und der Preis auch in Deutschland nicht allein entscheidend für die Auswahl eines bestimmten Produktes ist.“  Zwar geben 70 Prozent der befragten Deutschen an, der beste Preis sei ausschlaggebend für den Kauf. Doch die Frage, was der Käufer für sein Geld bekommt, spielt eine sogar noch entscheidendere Rolle: 78 Prozent achten auf das Preis-Leistungsverhältnis, wenn sie zwischen Handels- und Herstellermarke wählen müssen. Noch wichtiger wird das Preis-Leistungs-Verhältnis nur noch in Österreich (86 Prozent) und der Türkei (80 Prozent) eingeschätzt. Ebenso ist der Griff zu den Handelsmarken für Verbraucher eine Möglichkeit, ihre Haushaltsausgaben zu reduzieren: Fast drei Viertel der befragten Deutschen (71 Prozent) kaufen Handelsmarken, um Geld zu sparen. Ein Blick in das kontinuierlich erhobene Nielsen-Panel zur Ermittlung des Verbrauchervertrauens in Europa zeigt darüber hinaus, dass vor allem in den vergangenen Jahren viele europäische Verbraucher als Reaktion auf die Krise im Euroraum auf Handelsmarken umgeschwenkt sind, um Geld bei den Lebenshaltungskosten zu sparen.

Die Qualität der Handelsmarken hat sich in den vergangenen Jahren verbessert

Nielsen hat die Verbraucher auch gefragt, wie sich in ihrer Wahrnehmung die Qualität von Handelsmarken im Laufe der Zeit verändert hat. Zwei Drittel der befragten Deutschen sagen, dass sich die Qualität verbessert hat. Knapp ein Drittel ist der Meinung, die Qualität sei unverändert und nur 3 Prozent sehen einen Qualitätsverlust. Deutschland liegt damit im europäischen Mittelfeld. Die Top 3 der wahrgenommenen Qualitätszunahme in Europa bilden Portugal (80 Prozent), Irland (79 Prozent) und Österreich (77 Prozent).

Europa ist weltweit der stärkste Markt für Handelsmarken

Dass Handelsmarken ein fester Bestandteil im Einkaufskorb der Verbraucher geworden ist, zeigt ein Blick auf die Marktanteile in Europa: Den größten Marktanteil innerhalb Europas haben Handelsmarken mit 45 Prozent in der Schweiz, gefolgt von Großbritannien und Spanien mit jeweils 41 Prozent. Deutschland belegt immerhin Platz 4 mit 34 Prozent Marktanteil. Das ist ein Anstieg um 2 Prozentpunkte seit 2009. Das größte Wachstum in diesem Zeitraum verzeichnen Spanien und Polen mit jeweils 10 Prozentpunkten. Europa ist damit weltweit der stärkste Markt für Handelsmarken im Bereich Verbrauchsgüter.

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