nTLDs – Facebook will keine eigene Domain-Endung

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nTLDs – Facebook will keine eigene Domain-Endung

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Facebook Inc., Betreiber des gleichnamigen sozialen Netzwerks, hat mitgeteilt, sich nicht um eine eigene Top Level Domain bewerben zu wollen. Dafür gab manch anderer Kandidat seine Pläne preis – nicht immer ganz freiwillig.


Es schien ein Selbstläufer zu sein, doch nun kommt alles ganz anders: Wie das Magazin AdAge meldet, hat Facebook von einer Bewerbung um die neue Endung .facebook Abstand genommen. Laut einer eMail von Sprecher Brandon McCormick hat das im kalifornischen Menlo Park ansässige Unternehmen keine Bewerbung bei ICANN eingereicht; Gründe wurden nicht genannt. Ob es sich lediglich um ein taktisches Manöver handelt, um wahre Absichten zu verschleiern, ist offen, angesichts des fortgeschrittenen Verfahrensstadiums jedoch unwahrscheinlich. Auch der US-amerikanische Getränke- und Lebensmittelkonzern PepsiCo, Inc. Hat nach Angaben von Adage mitgeteilt, keine Bewerbung zu planen.


Sprecher Shiv Singh gab an, dass nach Ansicht des Unternehmens die Nutzer zunächst an Domains wie pepsi.com dächten, bevor ihnen drink.pepsi in den Sinn käme; dies würde sich nicht so rasch ändern, möglicherweise über Jahre hinweg nicht. Zudem verwies er auf die Kosten der Bewerbung selbst als auch des Betriebs einer eigenen Domain-Endung.


Dagegen hat der ebenfalls in Kalifornien ansässige Suchmaschinenbetreiber Google Inc. bestätigt, dass man sich um einige Domains bewerben wolle. Eine namentlich nicht genannte Sprecherin gab an, dass man sich sowohl um markenrechtlich geschützte als auch eine Handvoll neuer Endungen bemühen werde, ohne auf konkrete Kürzel Bezug zu nehmen. Adage vermutet, dass zumindest .google und .youtube unter den eingereichten Endungen sein werden. Auf welche Weise man die Top Level Domains nutzen würde, ließ Google offen. Ebenfalls bestätigt ist, dass sich die .xxx-Verwalterin ICM Registry um die Endungen .sex, .porn und .adult beworben hat. Offenbar soll so Konkurrenz zu .xxx ausgeschaltet werden, zumal allen Inhabern einer .xxx-Domain durch so genannte „grandfathering“-Klauseln der bevorrechtigte Zugriff auf einen Domain-Namen unterhalb der neuen Endungen zuteil würde, selbst wenn der Zugriff nur der Sperrung dient. ICM Registry betonte, dass man in die zusätzlichen Bewerbungen weniger als US$ 2,0 Mio. investiert habe und für „grandfathering“-Domains keine weiteren Gebühren erheben wolle.


Möglicherweise früher als geplant wurde schließlich bekannt, dass sich die österreichische Registry Nic.at um insgesamt elf Endungen bewerben will. Namentlich erwähnt werden unter anderem .versicherung, .reise, .immobilie beziehungsweise .immo sowie die Städte-Domains .berlin, .hamburg und .wien als auch die Bundeslandendung .tirol. Sie alle waren bereits anlässlich der Sitzung des Domainbeirates am 18. Oktober 2011 genannt worden. Eine Pressemitteilung, in der weitere Domains angesprochen sind, hat Nic.at dagegen zurückgezogen; möglicherweise wurde man auch dort von der kurzfristigen Verlängerung der Bewerberphase infolge der technischen Panne bei ICANN überrascht. Einiges deutet jedoch darauf hin, dass sich Nic.at wenigstens auch bei .gmbh engagieren könnte…


Autoren: Daniel Dingeldey, Rechtsanwalt Berlin; Florian Hitzelberger, Rechtsanwalt Holzkirchen; Florian Huber, Wirtschaftsjurist (Univ. Bayreuth)


 


 


 


 


 

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