24.10.2011 – Kategorie: Handel, IT, Management, eCommerce

Online-Business sorgt erneut für Boom bei SMS

Internet-Unternehmen, Online-Anwendungen und soziale Netzwerke sorgen laut tyntec für ein erneutes weltweites Wachstum bei SMS-Nachrichten: Denn Kurznachrichten werden zunehmend in verschiedene Online-Dienste integriert – von Messaging-Systemen sozialer Netzwerke bis hin zu Anbietern von kostengünstigen oder kostenlosen SMS-Apps für Smartphones wie beispielsweise Pinger.


Verstärkt wird der zunehmende Einsatz von SMS dadurch, dass Mobile Messaging allen mobilen Nutzern und nicht nur Smartphone-Besitzern zur Verfügung steht. Denn im Vergleich zu Textnachrichten sind Apps noch ein relativ neu entstehender Markt. Laut Portio Research tragen SMS achtmal so viel zum Marktumsatz bei (US$ 127 Mrd. in 2011) wie Apps (US$ 15Mrd. bis Ende 2011, nach Gartner).


Ein Beispiel für Internet-Unternehmen, das für Wachstum beim SMS-Verkehr sorgt, ist Pinger. Das Unternehmen bietet eine kostenlose App für den SMS-Versand per iPod touch, iPhone und Android. Zunächst brachte Pinger seine werbefinanzierte App in den USA auf den Markt und verarbeitet dort inzwischen monatlich über 1,6 Milliarden SMS-Nachrichten. Kürzlich wurde der SMS Free Service nun auch in Deutschland gestartet. Dabei kümmert sich tyntec um alle ein- und ausgehenden Kurzmitteilungen, die zwischen den deutschen Pinger-Nutzern ausgetauscht werden.


Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Anwendungsmöglichkeiten für SMS-Dienste. So können VoIP-Unternehmen ihren Kunden beispielsweise die Möglichkeit bieten, SMS von ihren Online-Accounts aus zu verschicken. Des Weiteren setzen soziale Netzwerke verstärkt auf mobilfunkbasierte Dienste, um ihren Nutzern Status-Updates per Kurzmitteilung zu ermöglich. Aber auch Anbieter von Online-Dating-Plattformen greifen auf Mobile Messaging zurück, sodass Nutzer untereinander anonym per SMS chatten können. Mit der steigenden Nachfrage nach SMS-Diensten entwickeln sich auch neue Finanzierungs- und Geschäftsmodelle. Denn Online-SMS-Dienste werden den Nutzern immer öfter kostenlos zur Verfügung gestellt, sodass sich Anbieter mit alternativen Finanzierungsmöglichkeiten beschäftigen. Kurzmitteilungen bieten Internet-Unternehmen eine große Bandbreite an Ansätzen für neue Geschäftsmodelle, egal ob die Dienste über Werbung oder den Ausgleich von ein- und ausgehenden Zustellungsentgelten finanziert werden.


Steigende Nachfrage nach universellen, mobilfunkbasierten Diensten


„Es wurde schon oft vorausgesagt, dass Apps und das Mobile Web das Wachstum von Diensten wie SMS verringern werden. Tatsächlich aber stellen wir das überhaupt nicht fest“, sagt Michael Kowalzik, CEO von tyntec. „Universelle, mobilfunkbasierte Services wie SMS- und Sprach-Dienste sind beliebter als je zuvor. Sie funktionieren auf jedem Gerät, jeder weiß, wie man damit umgeht, und der Nutzer ist nicht auf eine 3G-Netzabdeckung angewiesen. Aus unserer Sicht werden Technologien wie SMS daher weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Deshalb arbeiten wir daran, neue Ansätze und Geschäftsmodelle für diesen Markt zu entwickeln.“


 


 


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