Online-Handel mit Frankreich: attraktiver Einstieg für internationalen E-Commerce

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Wer im internationalen E-Commerce Fuß fassen will, findet in den französischen Verbrauchern eine geradezu ideale Zielgruppe mit großem Potenzial für den Einzelhandel. Aber man muss auch diverse Voraussetzungen erfüllen.

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Wer im internationalen E-Commerce Fuß fassen will, findet in den französischen Verbrauchern eine geradezu ideale Zielgruppe mit großem Potenzial für den Einzelhandel. Aber man muss auch diverse Voraussetzungen erfüllen.

Mode und Bekleidung führen in Frankreich die Hitliste im E-Commerce an. Vom Eiffelturm bis zum Mittelmeer ist Fashion gefragt. Auch Spielzeug, Hobby und Heimwerkerprodukte sind begehrt, gefolgt von Elektronikartikeln, Büchern und DVDs. Mit ihrem Faible für europäische Marken und Qualitätsprodukte sind die französischen Verbraucher eine interessante Zielgruppe.

Besonders attraktiv ist der Online-Handel mit Frankreich für Unternehmen, die international aktiv werden wollen. Denn das Land zählt weltweit zu den spannendsten E-Commerce-Destinationen. So ist Frankreich mit einem Umsatz von rund 38 Milliarden Euro der drittgrößte E-Commerce-Markt-Europas nach Großbritannien und Deutschland. (Quelle: Statista Oktober/November 2017). Experten schätzen, dass im Jahr 2022 bereits ein Marktvolumen von über 53 Milliarden Euro erreicht wird. Dies entspricht nach Angaben von Statista einem jährlichen Umsatzwachstum von 8,8 Prozent.

Franzosen nutzen aktiv das Internet

Frankreich bietet somit ein enormes Potenzial für Einzelhändler, die ins Ausland expandieren wollen. Mit knapp 67 Millionen Menschen, einer hohen Kaufkraft und einer langen Tradition im Versandhandel zu bestellen, zählt das Land zu den attraktivsten Destinationen in Europa. Denn die französische Version des deutschen Bildschirmtextes (BTX), das Minitel, war 30 Jahre lang der Vorläufer des Internets für die Franzosen. Dies ist bis heute spürbar. So zählen die Franzosen zu den aktivsten Internetnutzern Europas. Hinzu kommt, dass die Franzosen mit dem Katalog aufgewachsen sind. „Bis heute ist der Katalog deshalb für viele Franzosen unverzichtbar“, sagt der Frankreichkenner und stellv. Geschäftsführer von Asendia Germany Oliver Schleiss. „Auch beim Online-Shopping ist der Preis für die meisten Franzosen eines der wichtigsten Kriterien und für ihre Lieblingsprodukte erwarten sie personalisierte Rabatte.“

Briefmarke im Local Look für mehr Response

Wer in Frankreich Erfolg haben will, muss wie ein echter Franzose auftreten. Die Ansprache im korrekten französisch ist ein Muss. Das betrifft nicht nur die Website, sondern auch Werbebriefe. Bei den Direct Mails ist es sogar sinnvoll, eine ‚Briefmarke‘ im Local Look zu verwenden und wie ein einheimisches Unternehmen aufzutreten. Werbetreibende können ihre Zielgruppe per Direktmarketing im wahrsten Sinne des Wortes auch direkt ansprechen. Möglich wird das durch den ‚Sprechenden Briefträger‘, der das Interesse der Mailingempfänger weckt. Rund 80.000 Postboten qualifizieren vor Ort Adressen für zielgruppenspezifische Marketingaktionen und informieren Verbraucher persönlich über die neuesten Angebote.

92 Prozent vertrauen ihrem Briefträger

Ausschlaggebend für den Direktmarketingerfolg des Sprechenden Briefträgers ist seine hohe Beliebtheit. Gleich nach dem Bäcker ist der Postbote die beliebteste Person in Frankreich. 92 Prozent der Franzosen vertrauen ihrem Briefträger, der 26 Millionen Haushalte an sechs Tagen in der Woche beliefert. „Hinzu kommt, dass viele Franzosen eine besonders emotionale Bindung zu ihrem persönlichen Briefträger haben“, sagt Schleiss.

Gleich nach dem Bäcker ist der Postbote die beliebteste Person in Frankreich. Foto: La Poste

Adressqualifizierung vor Ort

Insbesondere für Unternehmensgründer und Newcomer, die erstmals in den französischen Markt einsteigen, sind die 80.000 Briefträger der Türöffner. Sie qualifizieren Adressen für Mailingaktionen oder erfassen und fotografieren Informationen mit ihrem Smartphone direkt vor Ort. „Auf dem Land ist der Postbote für ältere Menschen oft der einzige Sozialkontakt am Tag“, sagt Schleiss. So lasse sich zum Beispiel auch die immer größer werdende Zielgruppe der „Silver Surfer“ persönlich erreichen.

In Frankreich ist Vorkasse üblich

Kreditkarten sind in Frankreich weit verbreitet und haben eine lange Tradition. So bezahlen über die Hälfte (54 prozent) der Online-Shopper in Frankreich ihre Einkäufe gerne per Lastschrift oder Kreditkarte. 36 Prozent nutzen Bezahldienste wie PayPal (Quelle: Statista 2018). „Heute ist es in Frankreich sogar üblich, selbst kleine Beträge, beispielsweise für die Frühstücksbrötchen beim Bäcker, mit der Kreditkarte zu bezahlen“, sagt Schleiss. Demzufolge ist die Zahlungssicherheit auch im Versandhandel besonders hoch. Auch beim Warenangebot sollte man die Kultur in unserem Nachbarland beachten. So sind Schlafanzüge in Frankreich unbekannt und die Maße der Bettwäsche unterscheiden sich deutlich von denen in Deutschland.

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Der Postbote nimmt Retouren die im Briefkasten hinterlegt werden gleich mit. Foto: La Poste

Geringe Retourenquote

Mit einer durchschnittlichen Retourenquote zwischen 10 und 20 Prozent, je nach Produkt, ist Frankreich fast unschlagbar. Allerdings gilt das nicht für alle Produkte. Bei Mode und Bekleidung sowie bei Schuhen kann die Retourenquote durchaus auf Werte von 25 Prozent und mehr steigen. Die französische Postgesellschaft La Poste, eine der Muttergesellschaften von Asendia, bietet jetzt auch Briefkasten-Retouren an. Rücksendungen, die bis acht Uhr morgens in den Briefkasten hinterlegt werden, nimmt der Postbote am gleichen Tag mit. Möglich wird dieser Service, da viele Franzosen einen verhältnismäßig großen Briefkasten haben, den die Paketboten öffnen können.

Weitere Informationen zum E-Commerce-Markt erhalten Sie bei Asendia.

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