Online-Shop: IOC missachtet 80 Prozent der geprüften Kriterien zum EU-Verbraucherschutz

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Sportler aus der ganzen Welt kämpfen bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro bis zum 21. August in insgesamt 28 Sportarten und 306 Wettbewerben um olympische Medaillen. Wer sich mit den fünf Ringen auf dem T-Shirt, Sweatshirt oder der Tasche als begeisterter Fan zu erkennen geben möchte, der findet eine große Auswahl an Artikeln im IOC-eigenen Onlineshop. Eine Überprüfung durch die europäische Vertrauensmarke Trusted Shops offenbart hier jedoch gravierende Mängel.
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Sportler aus der ganzen Welt kämpfen bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro bis zum 21. August in insgesamt 28 Sportarten und 306 Wettbewerben um olympische Medaillen. Wer sich mit den fünf Ringen auf dem T-Shirt, Sweatshirt oder der Tasche als begeisterter Fan zu erkennen geben möchte, der findet eine große Auswahl an Artikeln im IOC-eigenen Onlineshop. Eine Überprüfung durch die europäische Vertrauensmarke Trusted Shops offenbart hier jedoch gravierende Mängel.

Der Shop wurde anhand von strengen, dem europäischen Standard entsprechenden Kriterien in Bereichen wie Datenschutz, Widerruf, Lieferung, Kosten und Bestellprozess überprüft. So erfüllt der Shop gerade einmal ein Fünftel (20 Prozent) der getesteten Kriterien. Besonders überraschend: In den Bereichen Widerruf, Erreichbarkeit und Lieferung wird kein einziges Kriterium eingehalten.

Besonders gravierende Mängel im Überblick:

1. Erreichbarkeit: Es fehlt eine klare und vollständige Anbieterkennzeichnung.

2. Datenschutz: Es wird keine Einwilligung für die Verwendung von Cookies eingeholt.

3. Widerruf:
• Es wird nur sehr verkürzt und fehlerhaft über das gesetzliche Widerrufsrecht informiert.
• Unerlaubte Einschränkungen des Widerrufsrechtes (beispielsweise dürfen Waren nur in Originalverpackung zurückgeschickt werden)

4. Kosten: Die Preise werden primär in Schweizer Franken angegeben und nicht in Euro für EU-Verbraucher.

5. Lieferung:
• Es gibt keine Informationen zu den belieferbaren Ländern.
• Lieferzeiten werden als „unverbindlich“ dargestellt oder es wird unter Vorbehalt angezeigt, Produkte bei Nichtverfügbarkeit nicht zu liefern, obwohl im Shop die Verfügbarkeit angezeigt wurde.

6. Zahlung: Fehlerhafte Informationen zu den auswählbaren Zahlungsmethoden in den AGB

7. Bestellprozess: Der Kauf-Button ist falsch beschriftet, so dass gar keine rechtsgültigen Verträge geschlossen werden.

„Wer sich mit seinem Shop an Verbraucher innerhalb der europäischen Union wendet, der muss die gesetzlichen Regelungen der EU in seinem Shop einhalten – selbst wenn der Sitz des Shops nicht einmal in einem Mitgliedsstaat liegt“, erläutert Dr. Carsten Föhlisch, Rechtsexperte bei Trusted Shops. So gilt EU-weit zum Beispiel ein 14-tägiges Widerrufsrecht, das Händler ihren EU-Kunden gewähren müssen. Komplexer und problematisch wird es besonders für Händler, die sich nicht nur allein an die EU, sondern auch an Kunden aus anderen Kontinenten wie den USA richten. „In diesen Fällen stellen wir sehr häufig fest, dass Shops den unterschiedlichen, länderspezifischen Verbraucherschutzregeln häufig nicht gerecht werden. Hier ist es wichtig, einen Experten hinzuzuziehen, damit Verstöße am Ende nicht zu hohen Bußgeldern führen“, so Föhlisch weiter.

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