Online-Shopping-Nation Deutschland – so shoppen wir

Shoppen im Web ist bei den Deutschen angesagt, vor allem die Jüngeren shoppen gern online. Und immer öfter per Smartphone. Ergebnisse einer Studie.

Stellen Sie sich vor, Sie müssten aufs Shoppen im Web verzichten. Nicht auszumalen, oder? Einer repräsentativen Befragung des Umfrage-Instituts Censuswide hat im Auftrag des Zahlungsdienstleisters Klarna festgestellt, dass fast die Hälfte der Deutschen online einkauft.

Für die Studie über das Shopping-Verhalten der Deutschen hat Censuswide 1.000 Bundesbürger befragt. Das Ergebnis zeigt, dass Online-Shopping gerade bei Jüngeren im Alter von 16 bis 34 Jahren angesagt ist. 58 Prozent von ihnen gehen lieber im Web einkaufen als im Ladengeschäft. Gerade mobiles Shoppen wird in dieser Altersgruppe immer wichtiger. Ein knappes Drittel der 16- bis 24-Jährigen erledigt mehr als 50 Prozent der Käufe mit dem Smartphone. Bei den über 55-Jährigen shoppen nur drei Prozent mobil.

Gründe fürs Online-Shopping

Etwa 57 Prozent der Befragten wollen mit Online-Shopping Geld sparen. Damit ist die Intension fürs Online-Shopping klar definiert. 54 Prozent glauben, dass sie online auf eine größere Produktvielfalt zurückgreifen können, während für die Hälfte der Studienteilnehmer die Zeitersparnis im Vordergrund steht. Eine geringe Rolle spielen dagegen Verfügbarkeit und Bequemlichkeit – diese Gründe sind nur für etwas mehr als ein Drittel wichtig.

Dennoch zeigen die Ergebnisse, dass auch der stationäre Handel eine wichtige Rolle beim Kauf spielt. 42 Prozent der Befragten kaufen lieber im Laden, um Versandkosten zu sparen. 41 Prozent der Teilnehmer wollen aus nächster Nähe die Qualität der Ware begutachten.

  Beim Shopping für besondere Anlässe hat das Web die Nase vorn. Demnach schenken die Deutschen gerne. Fast 90 Prozent gaben an, dass sie für Geburtstage oder Weihnachten sehr gerne online einkaufen. Aktionstage wie Black Friday und Cyber Monday bieten zusätzliche Anlässe, um online Geld auszugeben. Mehr als die Hälfte nutzt den Studienergebnissen zufolge auch dieses Angebot.

Umtauschfreudige Deutsche

Was den einen freut, ist des anderen Leid. So lässt sich das Geschäft mit den Retouren im Online-Shopping kurz beschreiben. Während sich die Paketdienstleister über die Aufträge freuen, ist der Online-Handel weniger begeistert. 53 Prozent der Befragten gaben an, Kleidung schon mal in verschiedenen Größen bestellt zu haben. Sie rechneten fest damit, eines der Kleidungsstücke wieder zurückzuschicken. Jeder Zehnte macht dies regelmäßig. Die Deutschen gehören damit im europäischen Vergleich zu den Spitzenreitern.

In der Schweiz beispielsweise gaben nur 38 Prozent an, mehrere Artikel mit der Absicht, diese umzutauschen, einzukaufen. Fast logisch ist deshalb, dass die meisten deutschen Online-Käufer darauf achten, ob kostenloser Rückversand angeboten wird. Ein Trost für den Online-Handel: 43 Prozent erklärten, ein Produkt, das sie ursprünglich zurückschicken wollten, auch schon mal zu behalten.

Online-Shopping nicht ohne Gefahren

Der Studie zufolge ist Online-Shopping ein Eldorado für Cyberkriminelle. Mehr als ein Drittel der Befragten ist bereits zu Schaden gekommen. Sie haben gefälschte oder keine Ware erhalten und wurden ihrer persönlichen Daten beraubt. Dass 88 Prozent deswegen misstrauisch sind, ist kein Wunder. Nur 10 Prozent surfen sorglos im Netz und fühlen sich geschützt. Besonders interessant: Vor allem die Jüngeren gehen Betrügern ins Netz – 39 Prozent gaben an, schon einmal Opfer gewesen zu sein. Bei den über 55-Jährigen waren es nur 21 Prozent.

Klischees bestätigt

Und noch ein Ergebnis hat sich durch die Studie bestätigt. Männer kaufen lieber Elektronik online ein, während Frau Kleidung im Web shoppen. Bestehende Geschlechterklischees bewahrheiten sich damit aufs Neue.

Das Ergebnis im Überblick:

Frauen:

  1. Kleidung (70 %)
  2. Schuhe & Accessoires (47 %)
  3. Bücher (47 %)
  4. Medikamente & Drogerieprodukte (29%)
  5. Elektronik (27 %)

Männer:

  1. Elektronik (62 %),
  2. Kleidung (46 %)
  3. Bücher (38 %)
  4. Schuhe & Accessoires (31 %)
  5. Haushaltsgegenstände (30 %)
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