20.04.2010 – Kategorie: IT

Online-Shops müssen lokale Bezahlverfahren anbieten

Internethändler, die keine länderspezifischen Bezahlverfahren anbieten, haben Wettbewerbsnachteile. Laut einer Studie der Europäischen Kommission können 60 Prozent der grenzüberschreitenden E-Commerce-Transaktionen nicht abgeschlossen werden, weil der Händler nicht in das Land des Kunden liefert oder keine passenden Zahlungsmöglichkeiten für Käufer aus dem Ausland anbietet. Auch im globalen Onlinehandel ist daher lokaler Service gefragt.

„Webshops, die nur auf internationale Kreditkarten setzen, vergeben sich große Chancen. Besonders innerhalb Europas ist es wichtig, ausreichend geeignete Zahlungsmöglichkeiten für mehrere nationale Märkte anzubieten“, sagt Andreas Wegmann, Key Account Manager beim Zahlungsdienstleister Ogone.

Dabei geht es um die Debitverfahren, die in vielen europäischen Ländern unterschiedlich sind, weil diese eigene Debitkarten haben. Bei Debitverfahren wird das Konto des Zahlenden im Unterschied zur Kreditkarte sofort belastet. In den Niederlanden wird über das nationale Debitverfahren iDeal mehr als die Hälfte aller Onlinekäufe getätigt. Franzosen zahlen zu über 80 Prozent mit Debit- und Kreditkarten; die lokale Debitvariante Carte Bleue gibt es seit 1967. In Deutschland hat Wegmann zufolge noch kein Debitverfahren hohe Akzeptanzraten erreicht. „Das liegt in der historischen Entwicklung begründet, doch mit Maestro und Giropay wird sich das ändern“, so der Online-Zahlungsexperte.

Für Onlinehändler bieten die länderspezifischen Debitsysteme sogar Vorteile. Wegmann: „Die lokalen Verfahren haben eine hohe Akzeptanzrate im jeweiligen Land und eine größere Reichweite als Kreditkarten. Die Kosten sind geringer, und die Händler haben kein Charge-Back-Risiko.“

Info: www.ogone.com


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