Onlinehandel: Diese Gesetze und Regelungen ändern sich 2021

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Onlinehandel: Diese Gesetze und Regelungen ändern sich 2021

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Mit dem neuen Jahr 2021 treten auch einige neue Gesetze und Regelungen in Kraft, die sich auf den Onlinehandel auswirken. So nehmen sowohl deutsche als auch der europäische Gesetzgeber Einfluss auf gesetzliche Normen, die für den E-Commerce von Bedeutung sind.

Quelle: Daniel Jedzura/shutterstock

Mit Beginn des neuen Jahrs treten auch einige neue Gesetze und Regelungen in Kraft, die sich auch auf den Onlinehandel auswirken. So nehmen sowohl deutsche als auch der europäische Gesetzgeber Einfluss auf gesetzliche Normen, die für den E-Commerce von großer Bedeutung sind.

1. Ende der Mehrwertsteuersenkung

Wie Sie sicherlich mitbekommen haben, gelten bereits seit dem 1. Januar 2021 wieder die altbekannten Mehrwertsteuersätze von 19 und 7 Prozent. Achten Sie daher darauf, das Sie die Mehrwertsteuer richtig ausweisen. Sofern Sie diese in konkreter Höhe ausweisen, muss diese natürlich stimmen.

2. Grenzüberschreitender Onlinehandel: Neue Regelungen zu länderspezifischen Lieferschwellen

Die EU will den Mehrwertsteuerbetrug bekämpfen und gleichzeitig die Erhebung der Steuer bei grenzüberschreitendem Handel vereinfachen. Daher umfasst das vom Bundestag am 16. Dezember 2020 beschlossene Jahressteuergesetz auch einige Neuerungen, die den grenzüberschreitenden Handel betreffen.

Wichtige Änderung für Onlinehändler ist die Abschaffung der länderspezifischen Lieferschwellen zwischen 35.000 und 100.000 Euro. Lieferschwellen, die zuvor je nach Land vollkommen unterschiedlich ausfielen, werden nun mit einer Lieferschwelle in Höhe von 10.000 Euro pro Kalenderjahr innerhalb der gesamten EU vereinheitlicht. Wird diese jährliche Grenze für alle Verkäufe ins EU-Ausland überschritten, müssen die Umsätze unter den Bedingungen des jeweiligen Zielstaates versteuert werden.

Um hier erhöhte Registrierungsaufwände zu vermeiden, wird der Prozess künftig über den sogenannten One-Stop-Shop (OSS) vereinheitlicht. Dieses Verfahren gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre Mehrwertsteuerbeträge über das Bundeszentralamt für Steuern in Deutschland zu melden und dort zentral abzuführen. Somit ist eine aufwändige Registrierung in anderen EU-Mitgliedstaaten nicht mehr notwendig. Diese neuen Regelungen treten ab dem 1. Juli 2021 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt entfällt auch die bisher geltende Freigrenze von 22 Euro für Einfuhrumsatzsteuer, die bei Warenlieferungen aus Drittstaaten anfällt. Künftig wird damit Einfuhrumsatzsteuer bereits ab dem ersten Cent erhoben.

3. Neue Energieeffizienz-Etiketten ab dem 1. März 2021

In diesem Jahr werden neue Energieeffizienz-Etiketten für viele energieverbrauchsrelevanten Geräteklassen eingeführt. Anstatt Klassen von A+ bis A+++, werden die Geräte künftig mit den Effizienzklassen A bis G gekennzeichnet. Des Weiteren werden die Etiketten um einem QR-Code erweitert, der zusätzliche Informationen enthält. Folgende Produktgruppen erhalten ab dem 1. März 2021 ein neues Label mit neuer Skala:

  • Geschirrspüler
  • Waschmaschinen und Waschtrockner
  • Kühlschränke einschließlich Weinlagerschränken
  • Elektronische Displays, einschließlich Fernsehgeräten, Monitoren und digitalen Signage-Displays

Bei Lichtquellen (Lampen & Co.) geht es mit den neuen Etiketten am 1. September 2021 los. Wenn Sie betroffene Produkte verkaufen, achten Sie darauf, Ihre Etiketten rechtzeitig (aber nicht zu früh!) anzupassen.

4. Onlinehandel: Neue EU-Regelungen bei Warenkäufen und digitalen Inhalten

Bereits 2019 sind zwei EU-Richtlinien zum Warenkauf und zu digitalen Inhalten und Dienstleistungen in Kraft getreten. Diese müssen vom deutschen Gesetzgeber bis zum 1. Juli 2021 in nationales Recht umgesetzt werden, die Vorschriften finden dann ab dem 1. Januar 2022 Anwendung.

5. „New Deal for Consumers“ wird umgesetzt

Anfang letzten Jahres ist der „New Deal for Consumers“ in Kraft getreten. Diese EU-Richtlinie ändert mehrere bestehende Richtlinien (unter anderem auch die Verbraucherrechterichtlinie) und wird daher auch „Omnibusrichtlinie“ genannt. Sie ist bis zum 28. November 2021 in nationales Recht umzusetzen. Die neuen Regelungen müssen dann spätestens ab dem 28. Mai 2022 national angewendet werden.

6. Datenschutz im Onlinehandel: Neue Cookie-Regelungen

Datenschutzrechtliche Themen werden natürlich auch 2021 eine wichtige Rolle im Onlinehandel spielen. So arbeitet der deutsche Gesetzgeber derzeit am Telekommunikations-Telemedien-Datenschutzgesetz, kurz TTDSG. Dieses neue Gesetz soll künftig die Datenschutz-Bestimmungen des TMG und des TKG, einschließlich der Bestimmungen zum Schutz des Fernmeldegeheimnisses, vereinheitlichen. Neben der Umsetzung der Rechtsprechung zur Cookie-Einwilligung werden auch neue Gesetzesregelungen zu Sprachassistenten und der Nutzung von Standortdaten berücksichtigt.

7. Gesetzesentwurf für faire Verbraucherverträge

Ein weiterer Gesetzesentwurf für faire Verbraucherverträge wurde am 16.12.2020 vom Bundeskabinett beschlossen. Verbraucher sollen dadurch bei Telefonwerbungen sowie bestimmten Vertragsbedingungen besser geschützt werden. Der Regierungsentwurf sieht unter anderem folgende Regelungen vor:

  • Wirksamkeit längerer Vertragslaufzeiten: Die Wirksamkeit einer Vereinbarung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen über eine bindende Vertragslaufzeit von über einem Jahr bis zu zwei Jahren wird an zusätzliche Bedingungen geknüpft. So ist ein Angebot über die gleiche Leistung mit einer Laufzeit von einem Jahr und zu einem Preis zu machen, welcher den Preis für den Vertrag mit der längeren Laufzeit um nicht mehr als 25 Prozent im Monatsdurchschnitt übersteigt.
  • Wirksamkeit automatischer Vertragsverlängerungen: Eine automatische Vertragsverlängerung ist nur dann möglich, wenn das Unternehmen seine Kundschaft rechtzeitig auf deren Kündigungsmöglichkeit hinweist.
  • Dokumentationspflichten für Telefonwerbung: Unternehmerinnen und Unternehmer werden verpflichtet, Einwilligungen der Verbraucher in Telefonwerbung zu dokumentieren und aufzubewahren.

Trusted Shops ist Europas Vertrauensmarke im E-Commerce. Das in Köln ansässige Unternehmen stellt mit dem Gütesiegel inklusive Käuferschutz, dem Kundenbewertungssystem und dem Abmahnschutz ein „Rundum-sicher-Paket“ bereit: Anhand von Einzelkriterien wie Preistransparenz, Kundenservice und Datenschutz überprüft Trusted Shops die Mitglieder und vergibt das Gütesiegel. Mit dem Käuferschutz, den zertifizierte Onlineshops anbieten sind Verbraucher bei Nichtlieferung von Waren abgesichert. Darüber hinaus sorgt das Kundenbewertungssystem für nachhaltiges Vertrauen bei Händlern und bei Käufern. (sg)

Lesen Sie auch: Onlineshopping: Wie Shop-Betreiber Frust bei Kunden verhindern

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