Onlineshopping: Diese Trends sollten Online-Händler unbedingt beachten

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Onlineshopping: Diese Trends sollten Online-Händler unbedingt beachten

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Die konsumstarken Aktionstage Black Friday und Cyber Monday bilden den Auftakt zum Weihnachtsgeschäft, bei denen Händler mit hohen Rabatten locken. Damit dürften sie Erfolg haben, denn viele Verbraucher achten zuerst auf den Preis der Produkte. Diese Trends werden das E-Commerce-Geschäft 2020 prägen.
OnlineshoppingQuelle: Stokkete/Shutterstock

Wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom von 1.087 Internetnutzern ab 16 Jahren ergeben hat, treffen 77 Prozent der Benutzer von Onlineshopping in Deutschland die Shop-Wahl anhand der Produktpreise. Vor allem junge Verbraucher halten nach Schnäppchen Ausschau: So ist für 81 Prozent der 16- bis 29-Jährigen der Preis das entscheidende Kriterium. Für 35 Prozent sind demnach außerdem Rabatt-Aktionen ausschlaggebend (bei 16- bis 29-Jährigen für 44 Prozent).

Außerdem sind 46 Prozent aller Online-Shopper sind bereit, ihre Daten für Rabatte zur Verfügung zu stellen – und mehr als jeder Zweite (54 Prozent) unter den 16- bis 29-Jährigen. „Handels-Aktionstage wie Black Friday und Cyber Monday bilden mittlerweile auch in Deutschland den Auftakt zum Weihnachtsgeschäft. Händler können in den nächsten Tagen auf deutlich höhere Umsätze hoffen – und Kunden auf Rabatte“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Onlineshopping
Für die Kaufentscheidung sind Preis und Rabattaktionen wichtig.

Onlineshopping: Jeder Zweite kauft mit dem Smartphone ein

Ob zu Hause auf dem Sofa oder beim Warten auf die Bahn: 52 Prozent der Befragten kaufen mittlerweile mit dem Smartphone ein. Mobile Shopping hat sich somit in den vergangenen fünf Jahren (2014: 20 Prozent) mehr als verdoppelt und ist heute fast so verbreitet wie der Kauf per Laptop (57 Prozent).

Die jungen Online-Käufer sind besonders mobil: 81 Prozent der 16- bis 29-Jährigen gehen mit ihrem Smartphone auf Shopping-Tour, bei den Älteren setzen 36 Prozent der 50- bis 64-Jährigen auf das mobile Shopping-Erlebnis – und 14 Prozent der Generation 65 plus. „Online-Shops müssen auf mobile Endgeräte wie Smartphones zugeschnitten sein, wenn Sie künftig Erfolg haben wollen“, betont Rohleder.

Insgesamt kaufen 94 Prozent aller Internetnutzer ab 16 Jahren im Netz ein – das entspricht 55 Millionen Bundesbürgern. 34 Prozent von ihnen tätigen Käufe mindestens einmal in der Woche. „Online-Shopping ist für viele mittlerweile so alltäglich wie der Gang in ein stationäres Geschäft“, so Rohleder.

Onlineshopping
Mobile Commerce wird beim Onlineshopping immer wichtiger.

Onlineshopping: Top 10 der beliebtesten Produkte im Online-Handel

Zu den gefragtesten Produkten im Internet zählen Kleidung, Schuhe und Accessoires. So geben 93 Prozent der Online-Einkäufer an, diese Waren zu erwerben. Elektronische Haushaltsgeräte folgen mit 81 Prozent auf dem zweiten Platz, Bücher und Hörbücher mit 79 Prozent auf dem dritten Rang. Dahinter liegen mit 72 Prozent Kosmetikartikel, Parfum und Pflegeprodukte, Möbel kommen auf 71 Prozent, Smartphones auf 69 Prozent, Computer auf 67 Prozent. Medikamente bestellen 65 Prozent der Online-Shopper im Netz. Mit 63 Prozent liegen Heimwerkerbedarf und Software mit 63 Prozent auf Platz 9 und Platz 10. 33 Prozent der Online-Shopper kaufen Erotik-Artikel im Internet. 14 Prozent haben dort schon einmal ein Auto erworben.

Onlineshopping: Junge Frauen retournieren Waren am häufigsten

Rund elf Prozent aller im Internet bestellten Waren werden wieder zum Händler zurückgeschickt. 22 Prozent der Verbraucherinnen geben an, manchmal oder sogar regelmäßig mit der Absicht zu bestellen, die Ware wieder zurückzuschicken – etwa, wenn es um Kleidung in mehreren Größen geht. Bei den Männern sind es 17 Prozent.

„Im Online-Handel lassen sich Retouren nicht vermeiden. Es handelt sich um ein Verbraucherrecht, wonach Kunden innerhalb bestimmter Fristen vom Vertrag zurücktreten und die Ware zurückschicken können“, erläutert Rohleder und ergänzt: „Für die Anbieter bedeuten Retouren einen entgangenen Umsatz und verursachen Personal- und Prozesskosten. Und für die Umwelt bedeuten sie eine zusätzliche Belastung. Alle können etwas dafür tun, Retouren zu vermeiden. Die Shop-Betreiber durch möglichst authentische und aussagekräftige Produktbeschreibungen und die Verbraucher durch ein bewusstes Einkaufsverhalten.“

Onlineshopping
Die Retourenquote beim Onlineshopping liegt bei elf Prozent.

Onlineshopping: Konsumenten fordern mehr Umweltschutz

Tatsächlich beeinflusst auch der Klimaschutz die meisten Online-Shopper – die Frauen dabei tendenziell etwas stärker als die Männer: 59 Prozent der weiblichen und 55 Prozent der männlichen Konsumenten geben an, aufgrund der öffentlichen Debatte um den Klimawandel seltener Retouren zu verursachen. Dennoch gilt aktuell, dass Frauen mit 13 Prozent einen größeren Teil ihrer Bestellungen zurückschicken als Männer mit neun Prozent. Die jungen Online-Einkäuferinnen von 16- bis 29 Jahren sorgen mit 16 Prozent für die meisten Rücksendungen, Männer ab 50 Jahren weisen mit fünf Prozent die niedrigste Retourenquote auf.

Jeder vierte Online-Shopper (24 Prozent) und sogar fast jede dritte Online-Shopperin (30 Prozent) sagen, aus Gründen des Klimaschutzes grundsätzlich weniger im Internet zu bestellen. Auch eine ethische Komponente ist beim Online-Kauf zunehmend wichtig: So sagen 55 Prozent der Männer und 67 Prozent der Frauen, es sei ihnen wichtig, wo und unter welchen Umständen ein Produkt hergestellt wurde.

Außerdem erklären 48 Prozent der befragten Männer und 57 Prozent der Frauen, für eine umweltfreundliche Verpackung einen Aufpreis in Kauf zu nehmen. Doch sie sehen auch die Händler in der Pflicht: Neun von zehn Internetkäufern (92 Prozent) fordern, möglichst viele Produkte in denselben Karton zu packen. 84 Prozent monieren, die Kartons seien für die einzelnen Produkte oft viel zu groß. 70 Prozent fühlen sich von dem vielen Verpackungsmüll gestört.

Onlineshopping: Jeder Zweite sieht in Voice Commerce die Zukunft

Viele Internetnutzer machen sich um den stationären Handel in Einkaufszentren und Fußgängerzonen Sorgen: 75 Prozent meinen, der stationäre Handel müsse sich neu erfinden und 68 Prozent, dass er mit den günstigen Preisen im Internet nicht mithalten kann. 58 Prozent glauben aber auch, dass der stationäre Handel mithilfe digitaler Technologien einzigartige Einkaufserlebnisse schaffen kann.

Befragt nach der Zukunft des Einkaufens im Jahr 2030 sehen viele Internetnutzer einen gestiegenen Komfort – sowohl online als auch offline. So meinen 59 Prozent, dass sich viele Waren wie Kleidung oder Möbel Zuhause per Virtual Reality testen lassen. Ebenso viele gehen davon aus, dass Kassen aus Läden verschwinden werden und der Bezahlvorgang beim Verlassen des Geschäfts automatisch abläuft.

55 Prozent der Verbraucher sind der Ansicht, dass Onlineshopping mit einem digitalen Sprachassistenten wie Alexa, Siri oder Google Home verbreitet sein wird. Aktuell sind sie aber kaum im Einsatz: Gerade einmal ein Prozent der Online-Einkäufer nutzt eines dieser Geräte oder Systeme zum Einkauf. „Entscheidend wird sein, ob es den Online-Händlern gelingt, den Einkauf per Sprachassistent komfortabel und einfach in der Anwendung zu machen“, sagt Rohleder. „Nur dann kann sich Voice Commerce als echte Alternative zum Shopping per Klick etablieren.“ (sg)

Lesen Sie auch: Shopping-Events: Warum Black Friday und Cyber Monday immer beliebter werden

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