27.04.2021 – Kategorie: Handel

Onlineversandhandel und Nachhaltigkeit: (K)ein Widerspruch?

OnlineversandhandelQuelle: petrmalinak/shutterstock

Zweifellos: Nachhaltigkeit boomt. Zwar war schon vor der Fridays for Future Bewegung Nachhaltigkeit gefragt. Der „Greta“-Effekt hat aber seinen Teil dazu beigetragen, das Thema noch stärker im Bewusstsein zu verankern. Laut Studien hat für zwei von drei Konsumenten Nachhaltigkeit eine große Bedeutung. Jeder Vierte ist sogar bereit, für umweltfreundliche Produkte mehr Geld auszugeben.

Wie passt der Wunsch der Kunden nach Nachhaltigkeit zu dem gleichzeitig boomenden E-Commerce? Widerspricht doch auf den ersten Blick der immer stärker wachsende Onlineversandhandel dem Bedürfnis der Kunden nach mehr Nachhaltigkeit. Zwei Beispiele: Der wachsende Versandhandel gilt als Hauptverursacher der wachsenden Papiermüll. Auch die Zahl der Retouren steigt von Jahr zu Jahr. Laut der Forschungsgruppe Retourenmanagement der Universität Bamberg gingen 2019 rund 500 Millionen Artikel in 300 Millionen Paketen an die Shops zurück. 

Schon diese Beispiele zeigen, dass der Weg des E-Commerce zu mehr Nachhaltigkeit auch ein breites Feld für Möglichkeiten der künst­lichen Intelligenz (KI) eröffnet. Beispielsweise kann die Größe der Pakete dem Inhalt angepasst werden. Das spart zu große Verpackungen und vermeidet überflüssige Füllmaterialien. Eine datengestützte Tourenplanung verringert nicht nur Fahrstrecken, sondern auch den Ausstoß von Treibhausgasen. 

Onlineversandhandel: Weniger Retouren mit PIM

Einer der häufigsten Gründe für Retouren ist die Abweichung zwischen Produktabbildungen beziehungsweise deren Beschreibungen im Onlineshop und dem gelieferten Artikel. Mit informativen Produktfotos und Videos, aber auch detaillierten Beschreibungen, die zu einem virtuellen Shoppingerlebnis einladen, lässt sich die Retourenquote senken. Um Artikel mit diesen Informationen anzureichern und dies besonders bei großen Sortimenten effizient zu gestalten, ist ein PIM-System (Produktinformationsmanagement-System) die beste Wahl. Dann ist eine konsistente Datenverwaltung sowie performantes und stark automatisiertes Pflegen von Produktdaten problemlos möglich. Durch detailliertere Produktinformationen weicht die Erwartungshaltung des Kunden wesentlich seltener vom realen Produkt ab. Onlinehandel können auf diese Weise die Anzahl der Retouren minimieren.

Durch künstliche Intelligenz erzielte Nachhaltigkeit stärkt Kundenbindung 

Onlineversandhandel und Nachhaltigkeit sind kein Widerspruch. Gefordert sind jedoch neue Denkansätze und oft der Mut, alte Gegebenheiten abzulegen und offen für Neues zu sein. Mit dem Ziel, die Customer Expe­rience zu verbessern und die Kundenbindung zu erhöhen, werden schon jetzt über künstliche Intelligenz dem Kunden Produktvorschläge gemacht oder individuelle Predictive Baskets erstellt. Künftig gilt es, auch mit KI und E-Commerce Technologien, verstärkt den Aspekt der Nachhaltigkeit zu fokussieren. Damit schließt sich der Kreis, denn die durch KI erreichte Nachhaltigkeit stärkt letztendlich auch die Kundenbindung.

Lesen Sie auch: Nachhaltiger Versand – Wie umweltfreundlich sind Retouren?

Bilder: Piazza Blu

Über die Autor*innen: Verena Minke, Grafikdesignerin & Marketing Managerin; Mona Wagner, Online Marketing Managerin und Michael Steinfort, Head of Sales – alle sind bei Piazza Blu tätig.


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