Ost-West-Unterschied im deutschen Online-Handel ist verschwunden

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Der Ost-West-Unterschied im deutschen Online-Warenhandel ist verschwunden. Das zeigen die Auswertungen des Kauf- und Zahlverhaltens im aktuellen E-Retail-Report 2009 der Deutschen Card Services.

Eine Kluft zwischen der einwohnerbereinigten Kaufaktivität der alten und neuen Bundesländer gibt es praktisch nicht mehr. Nur noch mit Nasenlänge liegen die alten Länder vorn (51 Prozent zu 49 Prozent). Im Vorjahr betrug die Differenz noch acht Prozent. Eine Angleichung zwischen Ost und West ist auch in puncto Beliebtheit der Kreditkarte im E-Retail festzustellen: In sämtlichen deutschen Bundesländern begleichen die Bewohner ihre Online-Wareneinkäufe bevorzugt per Kreditkarte – also auch in Bremen. Das ist deshalb bemerkenswert, da hier im vergangenen Jahr noch als einzigem Bundesland nicht die Kreditkarte, sondern das Elektronische Lastschriftverfahren (ELV) dominierte.

Auch diese Bastion hat die Online-Zahlart Nummer eins nun erobert, wie der „E-Retail-Report 2009“ zeigt. Anders als übrige Analysen basiert die branchenspezifische Studie der Deutsche-Bank-Tochter zum Kauf- und Zahlverhalten sowie zum Zahlungsausfallrisiko im Online-Warenhandel auf der Auswertung realer Kaufvorgänge und damit nicht auf Umfragen. Datengrundlage bildet die Auswahl von rund acht Millionen Kaufvorgängen, die über die Plattform der Deutschen Card Services abgewickelt wurden.

Brandenburger im E-Retail besonders kaufaktiv, aber nicht kaufkräftig

Mit Brandenburg hat sich – in Relation zur Einwohnerzahl – erstmals seit der Premiere des „E-Retail-Reports“ im Jahre 2007 ein neues Bundesland als am kaufstärksten heraus kristallisiert. Allerdings steht mit Sachsen – wie im Vorjahr und auch wie im branchenübergreifenden E-Commerce-Report 2009 der Deutschen Card Services – ebenfalls ein neues Bundesland auf dem 16. und damit letzten Rang. Dass kaufaktiv nicht unbedingt kaufkräftig bedeutet, zeigen erneut die Brandenburger. Denn mit einem durchschnittlich erzielten Warenkorbwert von lediglich 68,98 Euro belegen sie bundesweit den letzten Platz (Vorjahr: neun). Da verwundert es auch nicht mehr, wenn die zurückhaltendste Region im E-Retail aus diesem Bundesland stammt: Die Bewohner der Gegend Cottbus/Finsterwalde/Forst (Lausitz)/Spremberg (PLZ 03) zieren im E-Retail – wie auch im gesamten E-Commerce – das Ende der bundesweiten Rangliste der Kaufaktivität.

Online-Zahlart giropay besonders im Süden Deutschlands populär

Die höchsten Warenkorbwerte erzielen deutsche Kunden im E-Retail bei Zahlung per Kreditkarte. Das Bundesland, das sich bislang bei dieser Zahlart im Online- Warenhandel sehr zurückhielt, nämlich Bremen, nutzt diese sogleich ausgiebig: Denn hier ergibt sich mit 104,27 Euro der zweithöchste durchschnittliche Warenkorbwert bei dieser Zahlart in einem deutschen Bundesland überhaupt. Davor liegt nur Bayern mit 114,19 Euro. Mit dem niedrigsten Warenkorb haben Händler zu rechnen, wenn ein Bewohner aus Bremen per giropay bezahlt. Dann gibt er im E-Retail durchschnittlich lediglich 36,78 Euro aus. giropay ist eine Online-Zahlart, die laut ihrem Anbieter den Vorteil einer sofortigen Bestellabwicklung mit der Sicherheit und weiten Verbreitung des Online-Banking verbindet.

Laut E-Retail-Report 2009 der Deutschen Card Services ist diese moderne Online-Zahlart besonders im Süden Deutschlands populär. Der Norden bevorzugt im Online-Handel mit Waren eher die Zahlung per elektronischer Lastschrift, die östlichen Bundesländer nutzen noch überdurchschnittlich häufig Offline-Zahlarten wie Vorkasse oder Zahlung per Nachnahme.

Zahlungssicherstes Bundesland im deutschen E-Retail: Hessen

Das Zahlungsausfallrisiko, verteilt auf die 16 Bundesländer, ist gemäß des E-Retail-Reports 2009 der Deutschen Card Services seit dem Vorjahr kräftig durcheinander gewirbelt worden: Denn nun führen statt der Hessen die Bremer mit einer überdurchschnittlich hohen Chargeback-Quote von 0,34 Prozent die Negativ-Rangliste an. Dieser Wert gibt den Anteil zurück gebuchter Kreditkarten-Transaktionen nach Widerspruch des Karteninhabers an. Das ELV spielt in Bremen eine noch recht große Rolle, doch hierbei verzeichnet das Bundesland mit 1,918 Prozent das deutschlandweit geringste Zahlungsausfallrisiko. Zum zahlungssichersten Bundesland im deutschen ERetail hat sich Hessen entwickelt: Dieses verfügt mit 0,03 Prozent über eine sehr niedrige Chargeback- sowie mit 93,16 Prozent über die bundesweit höchste Erfolgsquote bei Kreditkarten-Transaktionen. Zusätzlich glänzt Hessen mit der bundesweit viertniedrigsten Rücklastschrift-Quote im ELV.

Der aktuelle E-Retail-Report 2009 schließt nahtlos an die vorhergehenden beiden Ausgaben an, die noch unter dem Namen „Pago Retail-Report“ erschienen sind. Die Studie hat sich inzwischen im Online-Handel als aussagekräftiges und stichhaltiges Branchen-Kompendium etabliert. Damit erweitert sie den kürzlich veröffentlichten E-Commerce-Report 2009. Der E-Retail-Report 2009 unterscheidet zwischen Konsumenten aus Deutschland, Großbritannien (UK), Rest-Europa und Nicht-Europa. Berücksichtigt werden neben klassischen Zahlarten wie Kreditkarte, Elektronisches Lastschriftverfahren (ELV), Offline-Zahlarten wie Kauf per Nachnahme auch Online-Verfahren wie giropay und Maestro. Datengrundlage bildet die Auswahl von E-Retail-Kaufvorgängen, die zwischen Oktober 2007 und September 2008 über die Plattform der Deutschen Card Services abgewickelt wurden.

Der E-Retail-Report 2009 kann ab sofort für 250 € (zzgl. MwSt.) im Online–Shop der Deutschen Card Services erworben werden. Mehr Informationen finden sich im Internet unter www.deutsche-card-services.com

 

 

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