Paketaufkommen in der Corona-Krise: Diese Branchen profitieren besonders

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Paketaufkommen in der Corona-Krise: Diese Branchen profitieren besonders

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Die Covid-19-Pandemie hat zu einem regelrechten Boom beim Versandhandel in vielen Produktkategorien geführt. Eine Erhebung von ParcelLab hat das das aktuelle Paketaufkommen untersucht.
Paketaufkommen

Quelle: vectorfusionart/shutterstock

  • Black Friday gilt seit Jahren bei Onlinehändlern als der umsatzstärkste Tag des Jahres.
  • Der Covid-19-Shutdown lässt die Zahlen verblassen, es gibt einen regelrechten Boom im Versandhandel.
  • Das Paketaufkommen bei Elektronik und Multimedia-Artikeln liegt aktuell 78 Prozent über dem Black-Friday-Niveau.

Das Paketaufkommen zu Zeiten der Corona-Pandemie übertrifft mit einem Versand-Wachstum in vielen Sortimenten die Werte des letztjährigen Black Fridays und des Weihnachtsgeschäfts 2019 insgesamt. Das zeigt eine aktuelle Erhebung des Münchner Spezialisten für Operations Experience, parcelLab, der dafür das Bestellaufkommen seiner insgesamt über 450 Kunden aus Handel und Industrie aus 25 Ländern im Zeitraum zwischen dem 15. und 30. März auswertete.

Paketaufkommen
Vergleich des Paketvolumens: Covid-19 mit Valentinstag 2019. (Grafik: parcelLab)

Steigendes Paketaufkommen bei Elektronik und Multimedia

So lag die Zahl der Bestellungen von Elektronik und Multimedia in der letzten Märzhälfte im Durchschnitt 78 Prozent über dem Niveau im Umfeld des letztjährigen Black Friday (15. bis 29. November) und 17 Prozent über dem Paketaufkommen in der gesamten Vorweihnachtszeit (9. bis 24. Dezember). Bei Lebensmittel gehen in der Corona-Krise 66 Prozent mehr Pakete an die Kunden als am Black Friday und 19 Prozent mehr als im Weihnachtsgeschäft 2019.

Paketaufkommen
Vergleich des Paketvolumens: Covid-19 mit Ostern 2019. (Grafik: parcelLab)

Möbelhändler schicken sieben Prozent mehr Pakete auf Reisen als an Black Friday und zwei Prozent mehr als an Weihnachten. Lediglich der Buchhandel schaffte es nicht, die Werte aus dem Weihnachtsgeschäft zu übertrumpfen. Hier gelang es offenbar den stationären Buchhandlungen sehr gut, die Kunden in ihrem Einzugskreis an die eigenen Unternehmen zu binden. 

Paketaufkommen
Vergleich des Paketvolumens: Covid-19 mit Black Friday 2019. (Grafik: parcelLab)

Kunden informieren sich verstärkt über Versandstatus

Obwohl das Paketaufkommen stark angestiegen ist, haben die Onlinehändler ihre Logistik gut im Griff, zeigen die Zahlen von parcelLab. Da viele Verbraucher im Homeoffice arbeiten, haben vor allem die Zusteller leichtes Spiel und konnten die Zahl der erfolgreichen Zustellversuche beim ersten Mal um 56 Prozent steigern. Dennoch machen sich die Kunden offenbar mehr Sorgen als im Rest des Jahres, ob ihre Ware pünktlich eintrifft.

Paketaufkommen
Vergleich des Paketvolumens: Covid-19 mit Weihnachten 2019. (Grafik: parcelLab)

Entsprechend steigt die Bedeutung von Transaktionsmails. So stieg die Zahl der Kunden, die alle E-Mails mit Informationen zum Versandstatus ihrer Bestellung öffnen, von durchschnittlich 56 Prozent vor Corona auf jetzt 62 Prozent. Auch die Tracking-Links werden verstärkt genutzt. So klicken aktuell 26 Prozent der Kunden, die eine Mail mit Tracking-Link erhalten, mindestens einen solchen Link an, um zu sehen, wo ihr Paket gerade steckt. Vor Corona lag der Wert bei 25 Prozent.

Kunden haben Verständnis für Wartezeiten aufgrund von Versandboom

parcellab Anton Eder
Anton Eder ist einer MItgründer von parcelLab.

„Die meisten Kunden zeigen aktuell großes Verständnis, wenn ihr Paket länger auf Reisen ist“, erklärt parcelLab-Mitgründer Anton Eder. „Allerdings zeigen sie sich auch interessierter daran, ob die Bestellabwicklung fristgerecht klappt. Wer Kunden hier in Echtzeit über relevante Versandereignisse informiert, entlastet nicht nur das Call-Center, sondern sorgt auch für eine gute Operations Experience beim Paketversand“, so Eder.

Lesen Sie auch: E-Commerce-Logistik: 10 Tipps, wie Online-Händler die Corona-Krise überstehen

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