Paketzustellung: Kontaktlose Lieferung immer beliebter in der Corona-Pandemie

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Paketzustellung: Kontaktlose Lieferung immer beliebter in der Corona-Pandemie

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„Bitte unterschreiben Sie hier“ – seit Ausbruch der Corona-Pandemie sagen Paketboten bei der Übergabe diesen Satz deutlich seltener. So wählen deutsche Verbraucher vermehrt Zustellarten, die keinen direkten Kontakt bei Paketzustellung erfordern.
Paketzustellung

Quelle: Rido/shutterstock

  • Laut einer neuen Bitkom-Studie nutzen 52 Prozent der Deutschen seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie Zustellarten ohne direkten Kontakt.
  • Jeder vierte befragte Verbraucher lässt Pakete an vorher festgelegten Orten ablegen.
  • Mehr als die Hälfe der Befragten kann sich zukünftig die Zustellung per Abstellerlaubnis vorstellen.

Wie eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren ergeben hat, nutzen 52 Prozent der befragten Verbraucher seit Ausbruch des Corona-Virus bei der Paketzustellung Arten, die einen direkten Kontakt zum Boten unnötig machen. Demnach setzt rund ein Viertel der Verbraucher (23 Prozent) seither auf die Erteilung einer Abstellerlaubnis, lässt die Sendung also an einem gewünschten Ort ablegen, der vorher digital mitgeteilt wurde.

Paketzustellung in der Corona-Krise: Vermeidung von Ansteckung

22 Prozent lassen sich ihre Sendung zwar vom Boten bis an die Haustür zustellen, verzichten neuerdings aber auf direkten Kontakt – entweder, weil der Bote das Paket vor der Tür abstellt oder auf eine Unterschrift verzichtet wird. 18 Prozent lassen sich seither Pakete an eine Packstation liefern.

„Der Online-Handel boomt und hat seit der Corona-Pandemie in einigen Segmenten noch einmal zugelegt. Umso wichtiger ist, dass bei der Paketzustellung die Gesundheit von Lieferanten und Kunden im Fokus steht. So bieten viele Logistikunternehmen im Vorfeld der Lieferung an, online per E-Mail oder App einen Wunsch-Ablageort anzugeben“, erklärt Florian Lange, Bitkom-Experte für Handel und Logistik. „Das ist angesichts der aktuellen Lage eine sinnvolle Ergänzung zur Online-Echtzeitverfolgung und Benachrichtigung per Mail, kurz bevor das Paket eintrifft.“

Persönliche Paketboxen haben großes Potenzial

55 Prozent der Befragten, die noch nicht die Zustellvariante einer Abstellerlaubnis genutzt haben, können sich dies für die Zukunft vorstellen. 28 Prozent würden sich ihre Pakete künftig an eine Packstation liefern lassen. Großes Potenzial liegt zudem in persönlichen Paketboxen, die neben dem eigenen Briefkasten stehen: Zwar geben erst zwei Prozent an, bereits vor Corona eine solche Paketbox installiert zu haben und weitere drei Prozent haben dies im Zuge der Pandemie getan – allerdings würden 42 Prozent künftig so eine Box nutzen.

 „Während der Corona-Pandemie stellen persönliche Paketboxen eine sichere Zustelloption dar. Aber auch langfristig lohnen sie sich: Das lästige Klingeln beim Nachbarn entfällt damit ebenso wie langes Anstehen am Schalter in der Postfiliale. Mit neuen, innovativen Zustellarten können die Verbraucher Pakete ebenso einfach zu Hause empfangen wie Briefe“, ist Lange überzeugt.

Zur Methodik der Umfrage: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Im April 2020 wurden dabei 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Fragestellungen lauteten: „Welche Möglichkeiten der Paketzustellung haben Sie bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie genutzt und welche nutzen Sie seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie?“ und „Sie haben einige der genannten Zustelloptionen bisher noch nicht genutzt, bitte sagen Sie mir, welche dieser Möglichkeiten Sie generell nutzen würden.“ (sg)

Lesen Sie zum Thema Paketzustellung auch: Jeder Dritte würde sich Pakete per Drohne liefern lassen

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