Payment-Monday im e-commerce Magazin: Was ist der wichtigste Tipp in Sachen Risikomanagement, den ein PSP einem Händler geben kann?

Der wichtigste Tipp: Einen Schritt zurücktreten, um mit etwas Abstand alle relevanten Risiken zu bewerten. Dann nicht abwarten sondern sofort Maßnahmen ergreifen. Oft wird Risikomanagement auf Scoring und Adressverifikation für Rechnungskauf reduziert. Risiken und Betrug treten aber an vielen Stellen auf. Bei Computop erleben wir oft denselben Fehler: Viele Händler kümmern sich um ein Risiko, aber sie unterschätzen ein anderes. Da wird zum Beispiel in Consumer Scoring investiert aber bei der Betrugsprävention versucht man, Kosten zu sparen. Erst wenn der Betrug hohe Ausfälle verursacht, muss alles ganz schnell gehen.

Mein Rat: Händler sollten sich technisch vorbereiten und ihren Online-Shop von Anfang an so ausstatten, dass Risiko- und Betrugsprävention schnell verschärft werden können. Ein Beispiel: Ein guter PSP kann anhand der IP des Kunden ermitteln, in welchem Land er sich befindet oder ob er sich hinter einem Proxy versteckt. Der PSP kann das mit dem Land der Kreditkarte vergleichen und mit Geräteerkennung feststellen, ob der Kunde seine üblichen Geräte benutzt. Diese Möglichkeiten sollte man im Shop integrieren, auch wenn nicht alle sofort genutzt werden. Ein unterschätztes Risiko: Umsatzverlust durch zu viel Sicherheit und mangelnde Benutzerfreundlichkeit. Fragen Sie Ihren PSP, wie und wann Sie 3D Secure für Kreditkarten deaktivieren können. Und wenn Ihr Kunde beim Login statt Passwort eine biometrische Authentisierung nutzen kann, erhöhen Sie gleichzeitig den Komfort und die Sicherheit.

Autor: Ralf Gladis verantwortet als Gründer und Geschäftsführer die internationale Expansion sowie die strategische Ausrichtung von Computop. Im Jahr 1997 gründet Gladis gemeinsam mit Frank Arnoldt das Unternehmen. Als Software-Architekt entwickelt er diePlattform Paygate, das zentrale Zahlungsverkehrs-Portal von Computop. Die Grundlagen seiner Technologie-Kompetenz erwirbt sich Gladis durch sein Studium der Wirtschaftsinformatik an der Universität in Bamberg.

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