Payment-Monday im e-commerce Magazin: Wie kann ein reibungsloses Miteinander von PSP und Händler am besten funktionieren?

Händler und PSPs sollten von Anfang an langfristige Erwartungen abstimmen. Reibung entsteht, wenn der PSP nicht mitwächst: Ein Händler, der ins Ausland expandiert oder Online-, Mobile und In-Store Payment verbinden will, ist für viele PSPs eine große Herausforderung. Hohe Anforderungen des Händlers oder fehlende Leistungsfähigkeit des PSPs können zum Problem werden. Da ein Dienstleisterwechsel für den Händler aufwändig ist, empfiehlt es sich, Erwartungen und Leistungsfähigkeit genauso hart zu prüfen wie den Preis. Sonst wird ein günstiges Angebot später teuer.
 
Wechselnde Ansprechpartner oder reiner E-Mail-Support sind Beispiele dafür, wie es nicht laufen sollte. Ein persönlicher Ansprechpartner und offene Kommunikation sind wichtig, denn Payment ist komplex: Es geht um Banken, Verträge, Verkaufskanäle, Shop-Integration, Buchhaltung, Währungskonversion und Kundenpräferenzen in mehreren Ländern. Reibung entsteht durch Missverständnisse oder technische Probleme. Transparenz, Offenheit und ein vertrauensvolle Partnerschaft sind nötig, um Konflikte zu vermeiden.
 
„Alles aus einer Hand“ klingt gut, ist aber wirtschaftlich immer schlecht für den Händler. Viele PSPs und Acquirer bieten nur ihr eigenes Kreditkarten-Acquiring an. Der Händler integriert dann die Payment-Lösung und ist danach auf diesen Finanzdienstleister beschränkt. Ein Wechsel ist später aufwändig. Das schwächt die Verhandlungsposition des Händlers und macht ihn unflexibel. Ein guter PSP sollte viele Acquirer zur Auswahl anbieten, und Händler sollten sicherstellen, dass sie ihre Finanzdienstleister selbst frei auswählen können.

Autor: Ralf Gladis verantwortet als Gründer und Geschäftsführer die internationale Expansion sowie die strategische Ausrichtung von Computop. Im Jahr 1997 gründet Gladis gemeinsam mit Frank Arnoldt das Unternehmen. Als Software-Architekt entwickelt er diePlattform Paygate, das zentrale Zahlungsverkehrs-Portal von Computop. Die Grundlagen seiner Technologie-Kompetenz erwirbt sich Gladis durch sein Studium der Wirtschaftsinformatik an der Universität in Bamberg.
 
 

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