Payment und Fintech: Die fünf wichtigsten Trends 2017

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Payment und Fintech: Die fünf wichtigsten Trends 2017

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Jérôme Traisnel, CEO von SlimPay, trifft Voraussagen rund um Payment- und Fintech-Trends, die den Konsum stets verändern werden.

Geld

Jérôme Traisnel, CEO von SlimPay, trifft Voraussagen rund um Payment- und Fintech-Trends, die den Konsum stets verändern werden.

Fintegration: eine Kooperation zwischen Banken und FinTechs

2017 stellt sich die Frage, ob Banken und Fintechs zusammenarbeiten sollen, nicht mehr. Aber WIE sie es schaffen können, sich durch ihre jeweiligen Stärken zu ergänzen, wird dieses Jahr weiter diskutiert werden und ein spannendes Thema sein. Sowohl Dienstleistungen, die die FinTechs anbieten, als auch die Stabilität der etablierten Banken sind für die Finanzbranche von hoher Bedeutung. 

Der Begriff „Fintegration“ bezieht sich auf die Integration von Finanz-Startups in etablierte Banksysteme und gewinnt mit den europäischen Entscheidungen und Zahlungsrichtlinien zunehmend an Bedeutung. Die Kommunikation zwischen beiden Parteien muss berücksichtigt werden und intelligent ausgeführt sein.

Für ein konkretes Beispiel dieser Zusammenarbeit steht die Abkürzung API (Application Programming Interface, zum Beispiel (Anwendungs-)Programmierschnittstelle), eine Schnittstelle, die die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Softwaresystemen ermöglicht. FinTech-Startups können sich in Banken-APIs integrieren lassen, um den Konsumenten neue Online-Banking-Dienste anzubieten.

Instant Payment: Payment so schnell wie Internet 

Instant Payment oder Zahlungsverkehr in real-time sind Zahlungen, die praktisch in Echtzeit ausgeführt und auf dem Konto gutgeschrieben werden.

Für die EZB bzw. das Euro Retail Payments Board (ERPB) stellt dies eine wichtige Aufgabe und Herausforderung dar. Das European Payment Council (EPC) arbeitet daran, einen neuen Zahlungsverkehr im SEPA-Raum für Ende des Jahres zu entwickeln. Dieses neue Zahlungsmodell soll dabei helfen, das Instant Payment in Euro zu harmonisieren und die Wettbewerbsfähigkeit der Eurozone zu verstärken.

PSD2: mehr Sicherheit und Definition der Rolle von Zahlungsanbietern

Die Richtlinien der PSD2 von 2015 haben es ermöglicht, dass neue Anbieter und Drittanbieter in den Zahlungsmarkt eintreten. Mit der wachsenden FinTech-Szene soll die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen bis 2017 stattgefunden haben. Neue Teilnehmer werden unter dem Begriff Account Information Service Providers (AISP) rechtlich anerkannt und positionieren sich zwischen etablierten Banken und Verbrauchern, denn sie haben jetzt Zugang zu Zahlungsdaten ihrer Kunden und bieten damit neue digitale Dienstleistungen (Payment Apps). 

Hinzu kommen auch die Payment Initiation Services Providers (PISP); diese Drittparteien können Zahlungen im Auftrag des Kunden für einen Händler ausführen. 

Ziel der Richtlinie ist, die Innovationskraft stets zu steigern und zeitgleich einen hohen Sicherheitsstandard durch zuverlässige Authentifizierung zu gewährleisten. 

Unsichtbares Payment oder reibungslose Kundenerfahrung

Warum ist eine Uber-Bestellung so einfach und schmerzlos? Sicherlich wegen der Servicequalität – aber nicht nur. Eines der Erfolgsrezepte von Uber ist es, dass man das Gefühl hat, nichts zu bezahlen! Uber hat es geschafft, eine komplett positive Customer Journey anzubieten.

Amazon hat vor kurzem Amazon Go gestartet, einen Laden, in dem man nicht an die Kasse geht und auch nicht seinen Geldbeutel zücken muss! Man wählt ein Produkt aus, greift zu und geht wieder – ohne Anmeldung und ohne Bezahlung – einfach wie Uber es geschafft hat. Keine Warteschlange, keine Kreditkarten-Probleme usw., eine perfekte Customer Experience. 

Und was, wenn diese Methode in anderen Shops verbreitet wird?

Subscription Economy: eine Gelegenheit für Payment-Anbieter

Das Abo-Modell hat sich seit einigen Jahren entwickelt, vor allem in der Musikindustrie, die 2016 ein signifikantes Wachstum mit dem Musik-Streaming erzielt hat (68 Millionen Benutzer weltweit). Allerdings zeigt dieser Trend, dass das Konsumverhalten sich verändert hat. Kostenpflichtige On-Demand-Leistungen werden immer mehr von Online-Händlern eingesetzt und lassen erkennen, dass dieses Modell angepasst ist, um die Kundenerfahrung zu verbessern.

Der Erfolg eins dauerhaft erfolgreichen Abo-Modells basiert unter anderem auf der Zahlungsmethode, denn es handelt sich in diesem Fall um wiederkehrende Zahlungen, die die langfristige Kundenbindung unterstützen. Die Zahlungsmethode sorgt daher für eine verbesserte Kundenbindung.

Aktuell repräsentieren FinTech-Startups 43 Prozent der Zahlungen laut McKinsey. Die Entwicklung dieser neuen Branche und die Weiterentwicklung der Subscription Economy sollten einen positiven Effekt auf das gesamte Payment-Umfeld haben. 

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