Prepaid: Eine Kreditkarte für alle

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Ihren Erfolg verdanken Kreditkarten auch ihrer Wandlungsfähigkeit. Immer beliebter werden Prepaid-Kreditkarten, die nicht nur mehr Sicherheit bei der Nutzung bringen, sondern auch genauso flexibel sind, wie es moderne Kunden wollen. Dabei ist sie im Grunde ein Widerspruch in sich.
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Ihren Erfolg verdanken Kreditkarten auch ihrer Wandlungsfähigkeit. Immer beliebter werden Prepaid-Kreditkarten, die nicht nur mehr Sicherheit bei der Nutzung bringen, sondern auch genauso flexibel sind, wie es moderne Kunden wollen. Dabei ist sie im Grunde ein Widerspruch in sich.

Die globale Bezahllandschaft ist zwar geprägt von unterschiedlichen Vorlieben, und doch lassen sich weltweite Trends festmachen. So verzeichnet die Kreditkarte weiterhin ein jährliches Wachstum im Transaktionsvolumen von rund 10 Prozent pro Jahr . Jährlich finden weltweit satte 69 Milliarden Kreditkarten-Transaktionen statt. Diesen Erfolg verdankt die Kreditkarte, neben den 2015 stark gesunkenen Akzeptanzkosten für Händler (Interbankenentgeld), einem Spagat, den sie seit Jahrzehnten vollführt: Auf der einen Seite ein globales Akzeptanznetzwerk und die über Jahre hinweg gleichbleibende Plastik-Haptik. Auf der anderen Seite ihre Anpassungsfähigkeit an neue Markt- und Kundenanforderungen, den Sprung ins Internet nahm Sie Ende der 90er Jahre mit links.

 

(Bildquelle: Statista)

 

Eine eigene Erfolgsgeschichte sind die Prepaid-Kreditkarten. Der globale Markt für sie verzeichnet ein kontinuierliches, die Postpaid-Kreditkarten übertreffendes Wachstum, das sicher auch noch die nächsten Jahre Bestand haben wird. Dabei ist eine Prepaid-Kreditkarte eigentlich ein Widerspruch in sich, denn sie gewährt keinerlei Kredit. Sie muss, ähnlich einer Prepaid-Mobiltelefon-Karte, vorher mit Guthaben aufgeladen werden und kann dann bis zu diesem festen Betrag wie eine normale Kreditkarte offline und online an allen Akzeptanzstellen eingesetzt werden.

Das hat mehrere Vorteile, wie etwa volle Kostenkontrolle und verbesserte Sicherheit. Denn überziehen lässt sich eine Prepaid-Kreditkarte nicht – ist der aufgeladene Betrag erschöpft, endet der Einkaufsbummel und die Karte muss erneut aufgeladen werden. Das klappt je nach angebotenen Aufladefunktionen per kostenloser SEPA Überweisung oder mitunter auch in Echtzeit oder bar am Kiosk – so flexibel, wie es die Kunden wünschen. Weiterer Vorteil: Kommt eine Prepaid-Kreditkarte abhanden, ist der maximale Schaden durch den noch aufgeladenen Betrag und darüber hinaus durch eine Garantie des kartenausgebenden Instituts begrenzt.

Selbst wenn also der Verlust der Karte oder ein Datenklau längere Zeit unentdeckt bleiben, ist der Schaden damit überschaubar, und darf nach EU-Recht maximal 150 EUR betragen, einige Emittenten solcher Prepaid-Kreditkarten übernehmen dieses Risiko für Ihre Kunden komplett.

Prepaid beliebt bei Millennials

Ursprünglich wurden Prepaid-Karten für Menschen mit niedriger Bonität entwickelt. Denn wer kein Bankkonto besitzt, einen Schufa-Eintrag hat oder keine Gehaltsabrechnung vorlegen kann, ist bei klassischen Kreditkarten außen vor, nicht aber bei den Prepaid-Varianten. Auch wenn Prepaid-Kreditkarten diesen Zweck weiterhin erfüllen, werden sie daneben auch für traditionelle Bankkunden immer attraktiver und streifen den Ruf der “Kreditkarten für Arme” ab.

 

(Bildquelle: Deutsches Kunden Institut)

 

Durch die jahrzehntelange Schrumpfkur der Konsumentenbanken weltweit und dem damit verbundenen Wegfall der Kundenbetreuung und -beratung in den Filialen vor Ort sinkt die Verbundenheit der Kunden mit klassischen Instituten. Die meisten Menschen können mit Prepaid-Kartenkonten, die vielfach über eine eigene IBAN und Standard-Zahlungsfunktionen verfügen, ihre täglichen Finanzgeschäfte abwickeln.

Einer umfangreichen US-Studie zufolge ist die Verteilung von Prepaid-Kreditkarten über alle Einkommensschichten gesehen inzwischen gleich. Die Nase vorn haben generell junge Nutzer, die vor allem die Funktion der Kostenkontrolle schätzen oder aber Familienmitglieder, die aufgrund ihres Alters, wie beispielsweise Kinder und Jugendliche, keine klassische Kreditkarte besitzen. Die Prepaid-Lösung ist in dieser Hinsicht wesentlich flexibler als ihre klassischen Geschwister und über eine Kombination von klassischen und neuen Benutzer-Interfaces bedienfreundlicher gestaltet.

Gleiche Sicherheitsmerkmale, oft höherer Komfort

Von den eingesetzten Sicherheitsmerkmalen unterscheidet sich eine Prepaid-Kreditkarte nicht von “normalen” Kreditkarten. So gibt es bei ersteren auch den eingebauten Sicherheits-Chip samt PIN-Abfrage (EMV-Standard) sowie zusätzliche Sicherheitsfunktionen wie 3DSecure und SecureCode oder mTAN zur Absicherung von weiteren Transaktionen. Den Prepaid-Kreditkarten wird zwar oft nachgesagt, dass sie umständlicher sind, weil sie natürlich vorher geladen werden müssen und man nicht einfach drauflos shoppen kann.

Doch dieses Vorurteil haftet ihnen zu Unrecht an, denn das Laden funktioniert flexibel, etwa durch Echtzeit-Überweisung, hinterlegten Bankdaten für Lastschrifteinzug, Echtzeit-Karte-zu-Karte-Überweisung oder sogar über Apps. (Fintech-)Anbieter  sind hier generell sehr experimentierfreudig und kommen Ihren Kunden entgegen, um mit dem Nutzungserlebnis den Wert für den Kunden und damit auch für den Emittenten zu erhöhen. So sind Prepaid-Karten oftmals an ein E-Geld-Konto gekoppelt, das jederzeit online eingesehen werden kann. Über Zahlungs-Autorisierungen oder fehlgeschlagene Transaktionen wird auf Wunsch per E-Mail oder SMS informiert, genauso, oder oft auch noch besser als bei einem konventionellen Konto einer Hausbank.

Prepaid-Kreditkarten im Business-Einsatz

Viele Vorteile bringen Prepaid-Kreditkarten auch im Business-Einsatz, etwa, um auf Reisen Mitarbeitern Spesenauslagen zu ersparen. Anstatt Mitarbeitern einen Barvorschuss zu geben oder die hohen Kreditrahmen und die nachträglichen Abrechnungen von eigenen herkömmlichen Kreditkarten für jeden Mitarbeiter zu managen, können Unternehmen auch eine Prepaid-Kreditkarte aushändigen, bei der sämtliche Ausgaben innerhalb eines selbst festzulegenden und leicht online zu ändernden Limits gegen ein zentral geführtes und liquiditätsschonendes Firmen-Guthabenkonto laufen. Komfortabel für die Buchhaltung ist auch das damit verbundene Echtzeit-Reporting jeder Ausgabe, das den heute noch dominierenden Stapel papierhafter nachträglicher Abrechnungen ersetzt. Anbieter haben darum ein spezielles Prepaid Kartenprogramm für Unternehmen im Portfolio, die CrossCard Karten. Unabhängig von ihrer Größe können Unternehmen damit von den Vorteilen einer Prepaid-Lösung profitieren und eigene Wünsche mit einbringen (z.B. durch ein individuelles Kartendesign).

Sowohl für Business- als auch Privatkunden ist so eine Prepaid-Karte also eine praktische Alternative zu klassischen Kreditkarten, da sie in der Handhabung und bei der Abrechnung weniger Aufwand erfordert und einen hohen Grad an Kostenkontrolle und Sicherheit gewährleistet.

Autor:  Tobias Schreyer ist Mitgründer und Chief Commercial Officer der PPRO Group.

(jm)

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