Produktfotografie: Das kleine Einmaleins für den Onlinehandel

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Produktfotografie: Das kleine Einmaleins für den Onlinehandel

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Ein gutes Foto kann in wenigen Sekunden den Unterschied zwischen Kauf und Nicht-Kauf bedeuten. In diesem Beitrag stellen wir essenzielle Einsteigertipps für die Produktfotografie vor und zeigen, welche Faktoren dabei eine wichtige Rolle spielen.
Produktfotografie

Quelle: unsplash.com by Lilly Rum

Das Konzept für ein aufstrebendes Unternehmen und dessen Produkt steht auf festen Beinen? Dann gilt es, sich damit zu befassen, wie sich das Angebot am besten in Szene setzen lässt – egal ob Aufnahmen des Sortiments für die Website oder tadellose Darstellung für Werbezwecke jeglicher Art. Das Produkt sollte sich von seiner besten Seite zeigen dürfen, da vielen Kunden der erste Eindruck äußerst wichtig ist. Tatsache ist: Durch die richtige Produktfotografie und damit auch bestmögliche Produktpräsentation lässt sich die Retourenquote minimieren.

Produktfotografie: In Auftrag geben oder DIY

Wenn es um Produktfotos geht, ist meist der erste Gedanke, dass diese von professionellen Unternehmen erstellt werden. Es gibt viele lokale Fotostudios mit passenden Onlineangeboten und Referenzen. Wichtig ist dabei, sich im Detail abzusprechen und eine klare Vorstellung davon zu haben, was gewünscht ist. Die in diesem Beitrag angesprochenen Grundkenntnisse können dazu bereits wichtige Rahmenbedingungen vorgeben.

Für Unternehmer, die schon etwas Erfahrung im Bereich der Fotografie haben oder sich diese aneignen möchten, kann es auch von Vorteil sein sich ein eigenes kleines Fotostudio einzurichten. Gerade um immer wieder aktuellen und hochwertigen Social Media Content liefen zu können. Dafür wird ausreichend Platz und das passende Equipment benötigt. Unabdinglich ist eine gute Spiegelreflexkamera. Zudem sollte man einen Raum mit genügend Platz finden, um ein Stativ aufzustellen. Dieses ist die Voraussetzung für scharfe Bilder bei langer Belichtungszeit. Weitere Utensilien helfen ebenfalls dabei, für optimale Lichtverhältnisse zu sorgen.

ProduktfotografieQuelle: unsplash.com by Randy Fath

Wie soll das Produkt in Szene gesetzt werden?

Zuerst sollte sich jeder Gedanken darüber machen, wie das Produkt präsentiert werden soll und welcher Weg der geeignetste für die jeweiligen Bedürfnisse ist. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten und für jedes Handelsgut eignet sich die eine oder die andere besser. Folgende Kategorien bieten sich in den meisten Fällen an.

Packshots: Produkt mit Verpackung abbilden

Unter Packshots versteht man das traditionelle Fotografieren eines Produkts in seiner Verpackung. Hiermit vermittelt man ein neutrales Bild, welches sich am besten für die erste Darstellung im Online Shop eignet. In den meisten Fällen wird hierfür ein schlichter und einfarbiger Hintergrund verwendet.

ProduktfotografieQuelle: unsplash.com by Alexander Rotker

Die fortgeschrittene Methode ist die Fotografie vor einem Green- oder Bluescreen. Hiermit lässt sich der Hintergrund für ein und dasselbe Foto beliebig verändern, um gegebenenfalls ein besseres Bild in einem externen Online Store zu machen. Je nach Produkt bietet sich aber auch die Platzierung in einer geeigneten Umgebung an, solange der Fokus aber natürlich auf dem Artikel bleibt.  Prinzipiell fällt dies dann aber meist schon in die nächste Kategorie.

Kontext- und Stimmungsaufnahmen vom Produkt

Es macht durchaus Sinn, die im Packshot angebotenen Kaffeebohnen im Anschluss auch also ansprechendes und zubereitetes Produkt zu präsentieren. Hiermit wird dem potenziellen Käufer beziehungsweise der Käuferin nicht nur eine Verpackung, sondern auch direkt das resultierende Gefühl und die Stimmung des Konsumierens nahegebracht.

LebensmittelfotografieQuelle: unsplash.com by Jason Wong

Diese Art des Produktfotos lässt sich etwa als eine der weiteren Darstellungen in der Bildergalerie zu einem Artikel im Online Shop präsentieren. Wichtig ist hierbei immer noch der Fokus auf dem Produkt. Sei es im verpackten Zustand oder weiterverarbeitet: Es sollte darauf geachtet werden, dass das Bild unaufgeregt bleibt. Im besten Fall kann etwas Dekoration helfen, um die gewünschte Stimmung und Atmosphäre im Bild zu erzeugen.

Produkt in Aktion zeigen                

Im nächsten Schritt soll der angepriesene Artikel in Aktion zu sehen sein. Kund*Innen möchten gerne eine grobe Vorstellung dafür bekommen wie sich das Produkt in ihren Alltag einfügt. Hierfür werden oft ein oder mehre Models zur Hilfe herangezogen, um die benötigte Dynamik in einem Foto zu erzeugen.

Produkt in AktionQuelle: unsplash.com by QuickOrder

Natürlich stehen in den meisten Fällen die Maße in der Beschreibung eines Artikels, jedoch hilft es enorm eine bessere Vorstellung von der Größe des Produktes zu bekommen, wenn es von jemandem in der Hand gehalten wird. Vertraute Gegenstände können zusätzlich dabei helfen, die Größe in Relation zu setzen.

Besonderheiten der Produktfotografie

Die bisher beschriebenen Kategorien vermitteln eine solide Grundlage für die Präsentation eines gewünschten Artikels. Jedoch sollte sich jeder angehende Onlineshop-Betreiber darüber im Klaren sein, dass ausgewählte Produkte selbstverständlich auch immer ein Individuelles Konzept und eine besondere Herangehensweise erfordern. In jeder Branche gibt es unterschiedliche Eigenheiten und Details, die beachtet werden müssen, um das bestmögliche Ergebnis bei der Produktfotografie zu erzielen. Anhand von zwei Beispielen zeigen wir, wie dies aussehen kann.

Kleidung und Accessoires richtig fotografieren

Bei der Textil- und Schmuckfotografie sind die Grundlagen der Stimmungs- und Aktionsaufnahmen besonders wichtig. Gerade hier zahlt es sich für das Branding aus, wenn mit den Fotos das gewünschte Feeling der eigenen Marke eingefangen und vermittelt wird.

Das geeignete Model und die perfekte Umgebung tragen einen erheblichen Teil dazu bei, um die Aufmerksamkeit der angepeilten Kund*Innen zu gewinnen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass das beworbene Produkt im Fokus liegt und andere Kleidungsstücke sich zwar ästhetisch ins Gesamtbild einfügen, aber nicht zu sehr ablenken.

ProduktfotografieQuelle: unsplash.com by Maxwell Nelson

Im Beispielbild lässt sich gut erkennen, dass durch Color-Grading und Fokus die Aufmerksamkeit auf die Mütze des Models gelenkt wird. In den meisten Fällen bietet es sich an, die Größe des Models und der getragenen Textilien in der Produktbeschreibung anzugeben. Tipp: Wer eher eine neutrale und schlichte Präsentation der Kleidung bevorzugt, kann auch auf die „Hollow-Man“ Methode zurückgreifen. Hierfür wird ein mögliches Outfit so zurechtgelegt, als wäre die tragende Person aus dem Bild retuschiert worden.

Lebensmittel richtig fotografieren

Das Fotografieren von schmackhaften Gerichten ist eine Kategorie für sich. Hier geht es darum, die dargestellten Lebensmittel so lecker wie möglich aussehen zu lassen. Ironischerweise funktioniert dies meistens dann am besten, wenn das abgebildete Produkt in Wirklichkeit nicht mehr konsumierbar ist oder es vielleicht gar nie war.

unsplash.com by Joseph GonzalezQuelle: unsplash.com by Joseph Gonzalez

Die Zutaten sollten immer kalt präsentiert werden, da in diesem Fall kein Käse schmelzen oder ein Brötchen sich mit Fett vollsaugen kann. Wer noch mehr Budget investieren kann, sollte auf synthetische Nachbildungen des Produkts aus Kunststoff zurückgreifen, da diese auf Fotos meistens besser aussehen. Viele Fotografen haben jedoch Erfahrung und greifen auch auf kostengünstige Alternativen zurück. So kann Speiseeis etwa durch gefärbten Kartoffelbrei in der Waffel ersetzt werden, da dieser nicht im heißen Scheinwerferlicht des Fotostudios schmilzt.

Immer relevanter bei der Produktfotografie: Social Media

In der heutigen Zeit muss man nicht unbedingt auf größten Plakatwänden oder gefragtesten Internetseiten mit den teuersten Werbefotos um Aufmerksamkeit ringen. Oft hilft es einfach, wenn die Werbung auf verschiedenen Social-Media‑Kanälen schalten. Besonderes eignet sich hier Instagram, das immer mehr an Einfluss gewinnt – und sich durch den besonderen Fokus auf Bildinhalte auszeichnet. #

InstagramQuelle: unsplash.com by NeONBRAND

Auf diesen Plattformen wirbt man dann am erfolgreichsten, wenn man sich der deren Ästhetik anpasst und diese basiert meist auf Authentizität: Nicht zu unpersönlich sollte es sein. Viele Anbieter überlassen die Inszenierung voll und ganz gezielt Influencern, die in den meisten Fällen genau wissen, wie sie ein Produkt werbewirksam für ihre Follower präsentieren müssen.

Mittlerweile lässt sich zudem traditionelle Werbung auf Instagram schalten, inklusive Verlinkung zum Online Store. Für diese Werbeanzeigen kommen die genannten Grundkenntnisse der Produktfotografie zum Einsatz, nur eben im kleineren Format des Smartphone Displays. Dann können Fotos auch gerne mal mit der Kamera aus der Hosentasche geschossen werden, jedoch ist es auch gar nicht schwer einen gewissen Grad an Professionalität zuhause zu erreichen.

Mit den hier vorgestellten, grundlegenden Tipps lassen sich die eigenen Produkte bereits optimal in Szene setzen, um die größtmögliche Aufmerksamkeit für das Unternehmen und den eigenen Webshop erreichen zu können.

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