Programmatic Advertising etablieren und Potenziale ausschöpfen

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Die internationale Werbebranche hat die Zeichen der Zeit längst erkannt und setzt auf programmatische Lösungen. Zahlen lügen nicht: USA, UK und auch Schweden vertrauen erfolgreich auf automatisierte Werbeanzeigen – doch in Deutschland zieren sich Publisher und Advertiser noch. Die deutsche Werbeindustrie sollte auf Programmatic Advertising vertrauen und bereits vorhandenes Potenzial ausschöpfen.

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Auf den ersten Blick überrascht der Blick nach Slowenien, Slowakei und Österreich. Laut dem RTB Trend Report 2015 ist das dortige Wachstum im programmatischen Markt enorm. Begründet ist dieser Umstand jedoch darin, dass diese Regionen noch große Potenziale in diesem Sektor bieten. Dass sich auch Deutschland in diesen Sphären wiederfindet, überrascht da etwas mehr.

Schließlich zählt der deutsche, digitale Werbemarkt zu den größten Europas. Dieser Umstand ist dem geschuldet, dass deutsche Publisher und Advertiser immer noch zögern hinsichtlich Programmatic Buying. Die Gründe gegen diese Automatisierung sind verschieden: Arbeitsplatz-Einsparungen, das Vertrauen auf bewährte, starre Buchungsabläufe zwischen Publishern und Advertisern, die Angst vor Kontrollverlust und schlichtweg das fehlende Bewusstsein für diese Technologie.

 

 

Programmatic Video: In den USA und UK längst Standard – nun zieht Europa nach

Vor allem Programmatic Video wird für Publisher, wie auch Werbetreibende, immer attraktiver. Ob mit Ton oder ohne Ton, ob integrierte Weiterleitung zum eigenen Shop oder schlichte Bewegtbild-Kampagnen – Videowerbung wird laut Statista-Erhebung für die Zukunft ein großes Umsatzwachstum prognostiziert. In den USA sowie einigen westeuropäischen Ländern als auch Schweden hat Programmatic Video bereits den Durchbruch geschafft. Laut einer Studie von Ooyala, die mit dem Forschungsunternehmen MTM zusammen erarbeitet wurde, liegt das jährliche Wachstum von Programmatic Video in den USA und UK derzeit bei bis zu 25 Prozent.

Damit wird Online-Video-Advertising ein immer größerer Konkurrent der TV-Werbebranche. Deutschland hinkt weit hinterher, denn gerade einmal neun Prozent der Online-Bewegtbild-Werbung wird programmatisch abgewickelt. Auch bei Online-Videos im Allgemeinen ist der deutsche Markt bislang etwas zurückhaltend: Das Jahreswachstum liegt hier bei 29 Prozent. Zum Vergleich: Das Wachstum in den USA und UK liegt bei 42 Prozent.

Auch mobile Werbung wird zunehmend automatisiert

Programmatic Video ist nur ein Teilbereich der Automatisierung von Echtzeit-Inventarbuchungen. Mittlerweile werden Werbeanzeigen auf mobilen Endgeräte ebenfalls vermehrt via Programmatic geschaltet.  Die Automatisierung von Werbung auf mobilen Endgeräten ist laut Magna Global-Report stark steigend. Es wird mit einem Zuwachs der Programmatic Spends von 50 Prozent bis zum Jahr 2019 gerechnet. Derzeit ist Deutschland weit entfernt  davon, mit den Programmatic-Spitzenreitern mitzuhalten, da der Anteil von Mobile Programmatic Advertsing heute bei gerade einmal 14 Prozent liegt, was im Vergleich zu Europa, dem Mittleren Osten und Afrika einen Abstand von sieben Prozentpunkten bedeutet.

Fazit: Programmatic ist die Technologie der Zukunft

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Programmatic ist für Werbetreibende auf lange Sicht unverzichtbar. Der Blick deutscher Publisher und Advertiser muss daher ins Ausland gerichtet werden. Die Entwicklungen in den USA und UK sollten als Denkanstöße   gesehen werden, wenn es darum geht Buchungsabläufe zu automatisieren und damit ungenutztes Potenzial auszuschöpfen. Allerdings fehlt vielen das Bewusstsein beziehungsweise die Offenheit für diese Art der Abwicklung von Echtzeit-Inventar. Speziell Programmatic Video wird durch die steigende Attraktivität von Bewegtbild-Werbung immer bedeutsamer und Deutschland als zweitgrößter digitaler Werbemarkt hat zweifelsohne die Möglichkeiten dieses Segment weiter zu stärken. Eines sollte nämlich klar sein: Je früher auf diese Technologie gesetzt wird, desto mehr lassen sich Wettbewerbsvorteile im nationalen Markt ausspielen.

Autor: Hagai Sadot ist COO und Co-Founder evania video. Dank seiner Erfahrungen als Verantwortlicher für die strategische Planung und Business Analyst bringt der gebürtige Israeli vielschichtiges Know-how des Online-Marktes mit nach Berlin und damit zu evania video. Mit seiner internationalen Expertise leitet er bei evania video das Video Operations Team und wird zudem den Kundenstamm für Bewegtbild-Kampagnen weiter ausbauen und die Nachfrage steuern. Mit seinem Hauptsitz in Berlin bietet evania video  Publishern programmatische Video-Lösungen und hilft ihnen aus bereits bestehendem Inventar neue Einnahmequellen zu erschließen.

(jm)

 

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