PSD2: Warum Verbraucher Zahlungsprobleme beim Einkaufen befürchten

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PSD2: Warum Verbraucher Zahlungsprobleme beim Einkaufen befürchten

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Mit dem Beginn der Adventszeit ist jetzt die heiße Phase des Weihnachtsgeschäft gestartet. Dabei befürchtet fast ein Viertel der deutschen Verbraucher Probleme beim Onlineshopping wegen der Zahlungsdiensterichtlinie PSD2. Sie haben Sorge, dass Zahlungen für Bestellungen oder Online-Kontozugänge nicht funktionieren, zeigt eine neue Umfrage von G Data CyberDefense.
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Quelle: ImageFlow/Shutterstock

Große Sorgen machen sich die Nutzer auch um ihre persönlichen Daten: Fast jeder Zweite hat Angst vor Missbrauch – und dass, obwohl die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) mittlerweile weitgehend umgesetzt sein sollte. Außerdem befürchtet knapp ein Viertel der deutschen Verbraucher Probleme wegen der Zahlungsdiensterichtlinie PSD2. G Data, Anbieter von IT-Sicherheitslösungen, befragte hierzu insgesamt 1.000  Internetnutzer in Deutschland.

„Die Vorweihnachtszeit ist Stresszeit, wenn Geschenkejäger auf der Suche nach den passenden und günstigen Präsenten sind. Vor allem der Black Friday lockt mit besonderen Schnäppchen. Solche Gelegenheiten nutzen auch Cyberkriminelle, um illegal Daten zu kopieren. Daher ist es verständlich, dass sich viele Deutsche große Sorgen um die Datensicherheit machen“, erklärt Tim Berghoff, Security Evangelist bei G Data CyberDefense. „Schon einfache Vorkehrungen, wie die Installation einer umfassenden und die sorgfältige Auswahl von Onlineshops erhöht die Sicherheit beim Online-Shopping enorm und macht den Tätern das Leben schwer.“

PSD2 verunsichert Verbraucher beim Onlineshopping

Ein weiterer Sicherheitsfaktor beim Onlineshopping ist die Zahlungsdiensterichtlinie PSD2. Der Sicherheitsexperte rät Käufern, einen kühlen Kopf zu bewahren, wenn Zahlungen oder Zugänge nicht auf Anhieb funktionieren sollten. Wer Online Geschenk einkaufen will, sollte nicht erst drei Tage vor Heiligabend versuchen, die Zwei-Faktor-Authentifizierung seiner Bank korrekt einzustellen.

Wie hoch die Unsicherheit ist, zeigt die Studie von G Data: Ein Viertel der Deutschen befürchtet in diesem Jahr Probleme durch PSD2, zum Beispiel die Nichterreichbarkeit des Onlinekontos oder fehlgeschlagene Zahlungen für bestellte Geschenke. Diese könnten dazu führen, dass die Bestellung storniert wird und der Einkauf von Neuem erfolgen muss. Somit besteht auch ein erhebliches wirtschaftliches Risiko für den Shopbetreiber, wenn der Kunde den Bestellvorgang ganz abbricht.

PSD2 zielt unter anderem darauf ab, die Sicherheit im Zahlungsverkehr zu erhöhen. So ist seit September 2019 die Zwei-Faktor-Authentifizierung beim Onlinebanking verpflichtend. Auch wenn es Übergangsfristen gibt, werden die Systeme bei Banken und Händlern jetzt Schritt für Schritt umgestellt.

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PSD2: Angst vor Datenmissbrauch

Der Kompromittierung und unkontrollierte Weitergabe persönlicher Daten bereitet fast der Hälfte der Deutschen (45 Prozent) die größten Bauchschmerzen beim Onlineshopping. Es zeigt sich, dass auch die umfangreichen Anpassungen im Zuge der DSGVO offenbar kein umfassendes Sicherheitsgefühl vermitteln.

Auch der Nichterhalt der bestellten Ware ist eine häufige Sorge von Verbrauchern, trotz Zahlung des Kaufpreises. Ganz ohne Sorgen kaufen nur fast 15 Prozent der Deutschen im Internet. Beachtlich: Dieser Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr um mehr als acht Prozent gesunken. Das zeigt: Deutsche Onlinekäufer sind sensibler für Gefahren im Internet geworden.

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PSD2: Vier von zehn Deutschen ignorieren Onlinewerbung

Soziale Netzwerke verdienen viel Geld mit personalisierter Werbung. Auf Facebook und Instagram klicken die Deutschen (30 Prozent) am ehesten auf Werbebanner. Aber: Mehr als vier von zehn Befragten klicken keine Banner an. Immer wieder gibt es aber auch Werbeanzeigen, die auf gefälschte Produkte hinweisen und Nutzer in die Irre führen.

„Gerade in der Vorweihnachtszeit und zum Black Friday setzen viele Händler auf Onlinebanner und andere Werbeformen, um ihre Waren anzupreisen und den Umsatz anzukurbeln. Dabei setzen auch Betrüger auf Onlinewerbung, um Käufer beispielsweise durch Angebote in die Falle zu locken, die zu schön klingen, um wahr zu sein. Auch vermeintliche Gutscheine für Online-Shopping und den stationären Handel haben wir schon in unserer Analyse gesehen – doch wer darauf klickt, kann sich mit Schadsoftware infizieren“, berichtet Tim Berghoff.

Wichtige Ergebnisse zum Weihnachtsgeschäft 2019

Online eingekauft wird am ehesten über den Computer oder Laptop: Sieben von zehn Deutschen kaufen via PC oder Notebook online ihre Geschenke. Mehr als sechs Prozent der Käufer nutzt dabei die Hilfe eines digitalen Assistenten, wie Siri oder Amazon Alexa.

Beliebteste Zahlungsweise sind Online-Bezahldienste: 42 Prozent der Befragten nutzen für das Bezahlen am liebsten Bezahldienstleister, wie zum Beispiel Paypal. Fast drei von zehn Internetnutzern bevorzugt die Zahlung der bestellten Waren per Rechnung.

Webshop-Betreiber sind für die Sicherheit verantwortlich: Eine sichere Webseiten-Verbindung ist für neun von zehn Deutschen wichtig oder sehr wichtig. Dies liegt in der Verantwortung des Shopbetreibers. Mit der eigenen Sicherheit nehmen es die Befragten nicht so genau. Nur 75 Prozent geben an, für jedes Online-Konto ein eigenes Passwort zu setzen, um die Sicherheit signifikant zu erhöhen.

Über die Methodik: Für die Umfrage von G Data zum Thema Weihnachtseinkäufe wurden 1.000 Internetnutzer aus Deutschland im November 2019 befragt. Die repräsentative Umfrage führte die OmniQuest GmbH durch. (sg)

Lesen Sie auch: Neuer Zahlungsstandard 3DS2 bringt dem Handel Vorteile

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