Ratschläge für einen erfolgreichen Relaunch des Online-Shops

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Mit einem gut gemachten Online-Shop sorgt ein Unternehmen für stetiges Neugeschäft, läuft Mitbewerbern elegant den Rang ab und sammelt wertvolle Kundenempfehlungen. Ein erfolgreiches Ladengeschäft im Web braucht regelmäßige Pflege und von Zeit zu Zeit auch einen Relaunch. Sei es, um es in Sachen SEO und Technik auf den neuesten Stand zu bringen oder um Usability und Design zu optimieren. Worauf die Betreiber dabei besonders achten sollten, weiß Florian Müller, SEO-Experte und Geschäftsführer der Online Solutions Group – und gibt Tipps für einen erfolgreichen Neustart.

Ein neuer Online-Shop zieht im Idealfall viele Besucher an. Doch auch ein Internetauftritt kommt in die Jahre und benötigt einen Facelift – oder sogar einen kompletten Relaunch der „alten“ Seiten. Gründliche Vorbereitung, ein klares Konzept und zumindest der Rat erfahrener Fachleute sind Pflicht, wenn dabei nichts schief gehen soll, weiß SEO-Experte Florian Müller: „Handwerkliche Fehler bei der Überarbeitung eines Shops können schwerwiegende Auswirkungen auf das Ranking in den gängigen Suchmaschinen haben. Das kann den nachhaltigen Verlust von Besuchern und unter Umständen auch an Umsatz bedeuten!“ Wenn die Seite nicht nur optisch verändert wird, sondern auch technisch und strukturell, gibt es einiges zu beachten:

Fünf Experten-Tipps für einen sauberen Relaunch:

1. Bevor Hand an den bestehenden Shop gelegt wird, gilt: Ein komplettes Backup erstellen! Auch wenn die Entwicklung natürlich nicht auf der Live-Site stattfindet, sondern auf einer eigens dafür eingerichteten Testumgebung. Wo gearbeitet wird, passieren Fehler. Sollte beim Relaunch etwas schief gehen, kann die alte Seite dann sofort wieder eingespielt werden. Denn selbst ein veralteter Online-Shop ist immer noch besser als gar keiner! Und ein besonderer Tipp des SEO-Experten: „Unterliegen die Zugriffszahlen auf Ihrer Webseite deutlichen saisonalen Schwankungen, sollte der Relaunch am besten für einen schwächeren Monat eingeplant werden.“ Müller rät außerdem dazu, Backups täglich zu ziehen und über mehrere Monate zu archivieren: „Es kommt immer wieder vor, dass ein Fehler entdeckt wird, der sich vor mehr als zehn Tagen eingeschlichen hat: Die meisten Hoster bieten aber ein volles Backup lediglich über fünf Tage an. Da haben sich Backup-Archive bewährt.“ 

2. Außerdem: „Eine Testumgebung muss bis zur endgültigen Fertigstellung unbedingt vor dem Zugriff von außen, z.B. durch Suchmaschinen-Robots, geschützt werden“, rät der Online-Experte. Gelangen unfertige Seiten in den Google-Index, können sie von aller Welt gefunden werden. Selbst, wenn darin keine Fehler mehr enthalten sind, kann sich dies später negativ auf das Ranking der fertigen Seite auswirken: „Da sie meist den gleichen Inhalt wie die bereits erfassten, ‚unfertigen‘ Seiten hat, bewertet Google die fertige Seite dann als „Duplicate Content“ – und mustert sie aus.“ Testsysteme wie „dev.beispielseite.de“ oder „neu.beispielseite.de“ sollten deshalb über einen HTTP-Login oder über das Robots-Meta-Tag „noindex, nofollow“ vor dem Google-Zugriff abgeschottet werden. Wichtig dabei: Alle Website-Sperren müssen gleich nach der Live-Schaltung wieder entfernt werden. Ansonsten gehen ebenfalls Rankings verloren und der Traffic über die Suchmaschine sinkt gegen Null. Die Indexierung lässt sich durch entsprechende Maßnahmen zudem positiv beeinflussen: „Dazu sollte der Webmaster nach dem Relaunch eine aktuelle XML-Sitemap in den Google Webmaster Tools hinterlegen.“

3. Bei einem Relaunch sollte immer auch die Navigationsstruktur auf den Prüfstand kommen. Sie ist auf Basis der angefertigten Keyword-Strategie zu optimieren. Idealerweise werden bei der Benennung der Navigationspunkte Stichworte mit hohem Suchvolumen eingesetzt. Auch ist darauf zu achten, Seiten nicht zu tief in der Verzeichnisstruktur zu „verstecken“ und  Internetadressen nicht übermäßig lang werden zu lassen. Bei einer Design-Änderung hat eine für Mobilgeräte geeignete Umsetzung sowie eine Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit und der Ladezeiten oberste Priorität. Nicht zuletzt: Sind im neuen Design Überschriften und genügend Platz für SEO-Content vorgesehen, damit Ihr Shop zu den gewünschten „Keywords“ auch rankt? Der SEO-Experte von OSG empfiehlt zudem einen prüfenden Blick auf den Quellcode: „Eine Änderung des Designs geht meist mit Änderungen des Quellcodes einher. Dadurch rutschen unter Umständen wichtige Seitenelemente nach unten. Das kann Auswirkungen auf die Rankings einer Website in den Suchergebnissen haben.“

4. Was in der Freude über den schönen neuen Shop häufig vergessen wird: Besucher, die noch auf die alte Adresse zugreifen möchten, müssen mitgenommen werden! Dazu werden die alten Webadressen (URLs) mit einer sogenannten 301-Weiterleitung permanent auf die neuen URLs weitergeleitet. Diese Weiterleitung muss direkt vom Server aus erfolgen, auf dem die Website gehostet wurde. Häufig wird die Weiterleitung nur über einen sogenannten 302-Redirect (temporarily moved) vorgenommen. Dieser ist aber nicht empfehlenswert, da er den Suchmaschinen lediglich eine vorübergehende Weiterleitung signalisiert und die Linkpower nicht weitergegeben wird. Wer selbst prüfen möchte, welchen Status ein Link hat, kann dazu spezielle Crawling-Tools wie den Screaming Frog SEO Spider nutzen.

„Fallen Seiten durch den Relaunch weg, weil diese in der neuen Site-Struktur nicht mehr vorhanden sind, sollten diese auf die passendste neue Seite gelenkt werden“, rät SEO-Experte Florian Müller. Am besten erstellt sich das Unternehmen hierzu einen Weiterleitungsplan, z.B. in Form einer Excel-Liste. Was dabei gerne vergessen wird: Auch Bilderrankings locken über die Bilder-Suche bei Google mitunter einiges an Besuchern auf die eigenen Seiten. „Je nach Bedeutung sollte darauf geachtet werden, dass auch die Bild-URLs mittels eines 301-Redirects auf die neu definierten Bilder-URLs weitergeleitet werden“, empfiehlt Florian Müller von OSG. Außerdem müssen durch die Änderung der URL-Struktur einer Website auch die internen Links manuell angepasst werden.

5. Abschließend sollte die neue Website gründlich getestet werden, bevor sie „live“ gehen darf. Wie sind die Ladezeiten nach der Überarbeitung? Ist der Quellcode des neuen Designs W3C-konform? Leiten alle Links auf die richtigen Seiten weiter? Hier lohnt es sich, genau zu prüfen, welche Seiten nicht mehr existent sind und einen 404-Fehlercode ausgeben. Herausfinden lässt sich das entweder durch den bereits erwähnten Screaming Frog SEO Spider oder ein Online-Tool wie den Broken Link Checker. Was auch unter keinen Umständen bei einem Relaunch in der Testphase vergessen werden darf, ist, den Tracking-Code der Webanalyse-Software auf den neuen Seiten zu überprüfen. Denn ist dieser nicht oder fehlerhaft eingebaut, kann der Inhaber der Website nicht überprüfen, wie sich die Besucherzahlen nach dem Neustart entwickeln. Weitere Tipps gibt es in einem SEO-Whitepaper der OSG unter www.online-solutions-group.de.

 

 

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