22.03.2011 – Kategorie: IT, Kommunikation, Management, Technik, eCommerce

SaaS-Suche ohne strukturierte Daten

AOE media entwickelt nach eigenen Angaben die erste Enterprise Search as a Service-Lösung, die keine CSV- oder XML-Datenbasis benötigt, sondern Webseiten-Inhalte automatisch analysiert.

Die Datenbank hinter der eigenen Online-Suche mit strukturierten Daten füttern zu müssen, gehört der Vergangenheit an: Das Open Source Systemhaus AOE media stellt heute eine neue Suchlösung auf Basis der Suchmaschine Apache Solr vor. Die „Searchperience“ genannte Suche läuft in der Cloud und benötigt keine CSV- oder XML-Datenbasis vom Seitenbetreiber, um Facetten und Kategorien darzustellen.

Ein eigens von AOE media entwickelter Crawler sucht in verschiedenen Quellen, zum Beispiel in Shop-Daten, Forenbeiträgen sowie auf beliebigen weiteren Websites. Relevante Inhalte – wie Texte, Links oder Bilder – führt er in einer einheitlichen Ergebnisliste zusammen. Dabei analysiert der Crawler die Inhalte semantisch: Beispielsweise werden Produktdaten wie Größe oder Preis automatisch erkannt und extrahiert.

Die fehlertolerante Suche erfüllt alle modernen Kriterien, darunter auch Auto-Suggest, Filter, Facetten, platzierte Suchergebnisse und Bildanalyse. Letztere ermöglicht, Bilder zu finden, auf denen Gesichter zu sehen sind oder in denen eine bestimmte Farbe vorherrscht. „Unseres Wissens nach sind wir die ersten und einzigen, die einen Such-Service mit einem derart mächtigen Funktionsumfang und ohne vom Kunden strukturiert vorgehaltene Daten anbieten“, sagt Daniel Pötzinger, Entwicklungsleiter von AOE media. „Wenn sie dem Auftraggeber bereits vorliegen, unterstützen wir natürlich auch CSV- oder XML-Daten“, ergänzt Pötzinger.

Mit ihrer Search as a Service-Lösung zielt AOE media vor allem auf mittlere bis große Online-Shops und Unternehmen im Enterprise-Sektor ab. Denn die neue Lösung ist für eine hohe Anzahl an zeitgleichen Anfragen und die Suche in Millionen von indexierten Seiten und Datenbankeinträgen ausgelegt: Pro Solr-Index können allein 1.000 Suchanfragen in der Sekunde verarbeitet werden, was sich nach oben unbegrenzt bedarfsgerecht skalieren lässt. „Searchperience“ ist in drei Versionen erhältlich: Basic, Professional und Enterprise.

Die monatliche Nutzungsgebühr richtet sich unter anderem nach Anzahl der Suchanfragen. Sie startet bei 990 Euro pro Monat im Basic-Modell.

Info: www.searchperience.de


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