SAS – Opinion & Facts: Deutschland ist wichtig für Europas Wirtschaft

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Sind die Bundesbürger europakundig? Für wie wichtig halten die Bundesbürger Europa? Softwarehersteller SAS konzentriert sich in seiner zweiten Umfrage aus der Research-Reihe „Opinion & Facts“ auf die Realwirtschaft und macht die Bedeutung konkret fest am Anteil der Exporte Deutschlands in den Euro-Raum. Wieder hat TNS EMNID als Marktforschungspartner von SAS eine repräsentative Umfrage bei mehr als 1.000 Bundesbürgern im März 2012 durchgeführt. Dabei zeigt sich, dass die Bundesbürger die Wichtigkeit Europas für die Wirtschaft in Deutschland richtig einschätzen.


Im Durchschnitt vergeben die Deutschen an Europa 7 Punkte auf einer Wichtigkeitsskala von minimal 1 bis maximal 10. Die Abweichungen in den Antworten nach sozio-demographischen Unterschieden sind dabei vernachlässigbar gering. In Bayern genießt Europa eine vergleichsweise geringe, aber doch noch akzeptable Wertschätzung (6,8 Punkte), bei Abiturienten und Akademikern findet sich die höchste Einschätzung (7,6 Punkte). Alles in allem rangiert Europa also in dem guten Bereich zwischen Zwei-Drittel- bis Drei-Viertel-Zustimmung auf der Zehner-Relevanzskala.


Lediglich etwa zehn Prozent der Befragten schätzen Europa als unwichtig für die deutsche Wirtschaft ein; sie vergaben nur maximal drei Punkte. Diese Bewertung kann mit der aktuellen Dauerkrise und den Befürchtungen der Haftung für fremde Staatsschulden zusammenhängen.


Was heißt „wichtig“ denn konkret?


SAS hat die Frage nach der Wichtigkeit Europas für Deutschland im Weiteren präzisiert und abgefragt, wie viel Prozent der deutschen Exporte nach Einschätzung der Befragten in den Euro-Raum geliefert werden. Die Richtigkeit der Antworten überrascht: Nur etwa vier Prozent der Befragten wollen oder können keine Schätzung abgeben. Der Durchschnitt der anderen Einschätzungen liegt bei circa 55 Prozent Exportanteil. Für eine spontane Antwort ist das ein erstaunlich treffender Wert.


Nur etwa jeder elfte Teilnehmer kann die Stellung des Ex-Exportweltmeisters Deutschland in Europa schlechter einordnen und schätzt den Exportanteil auf unter 30 Prozent. Erfreulicherweise gibt es aber auch am anderen Ende der Skala kaum „Ausreißer“: Weniger als eine Handvoll Befragte beziffert den Anteil der Exporte in die Europäische Union auf 90 bis 100 Prozent.


Soweit die Einschätzungen, also die Meinung (Opinion). Wie aber sehen die tatsächlichen Werte aus? Wie angedeutet, liegen sie nicht so weit von den mehrheitlichen Schätzungen entfernt.


Wie bedeutend sind die EU-Länder für die Wirtschaft Deutschlands?


Die Ausfuhren Deutschlands insgesamt und der Warenverkehr entfallen zu knapp über 60 Prozent auf die EU-Länder. Dienstleistungen werden zu etwas über 50 Prozent in den EU‐Raum exportiert. Insofern trifft das „Bauchgefühl“ der meisten Befragten sehr präzise zu.


Im reinen Warenverkehr – dem wohl am besten im Bewusstsein verankerten Indikator für Exporte –führte Deutschland im Jahr 2010 für 983.442 Millionen Euro aus; demgegenüber standen Importe von 826.394 Millionen Euro (Abb. 2). In die EU‐Länder exportierte Deutschland für etwa 590 Millionen Euro Waren (2010). Das sind viermal mehr Güter als Deutschland nach Asien exportiert, und fast sechsmal so viel wie nach Amerika ausgeführt werden. Etwa je ein Achtel des Exbeziehungsweise Imports entfällt auf die übrigen europäischen Länder (je etwa zwölf Prozent).


Insgesamt hat Deutschland im Jahr 2010 Waren, Dienstleistungen, Erwerbs- und Vermögenseinkommen und laufende Übertragungen für etwa 1.353 Milliarden Euro ausgeführt — und im Gegenzug für etwa 1.211 Milliarden Euro eingeführt.


 Apropos große Zahlen: in der Kreide


Was gibt es noch zur wirtschaftlichen Bedeutung des EU-Raumes für Deutschland zu sagen? Lieferungen und Zahlungen begründen Wirtschaftsbeziehungen. Dazwischen liegen der Lieferantenkredit und das Zahlungsziel. Die Forderungen der Deutschen Bundesbank innerhalb des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB), also gewissermaßen die Auslandsforderungen Deutschlands, sind seit 2008 von 94 Milliarden auf 500 Milliarden Euro gestiegen. Zum Glück sind das nur 0,5 Billionen Euro — und wie sagt ein deutsches Sprichwort: Dem Gläubiger ist der Schuldner immer willkommen, wenn er Geld bringt.


Fazit


Ohne Zweifel sind die Länder der EU auf jeder Ebene ein dominant wichtiger Absatzmarkt für Deutschland – als Kunden für Warenlieferungen, als Abnehmer von Dienstleistungen, als Gläubiger und Schuldner, und als Gesamtheit politischer Partnerländer in einem freizügigen EU-Raum. Die Einschätzung der repräsentativ befragten Bundesbürger stimmt also mit der Realität nahezu deckungsgleich überein.


 „Opinion & Facts“ ist eine mehrmals jährlich erscheinende Publikation, herausgegeben von SAS Deutschland.


 


 


 

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