SEPA – eine Herausforderung für die Strafverfolgung

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„Kriminalität im Zahlungsverkehr“ – zu einem Abend unter diesem thematischen Bogen hatte Payment-Anbieter Easycash Experten und Interessierte geladen. Marco Thelen, Spezialist für Cybercrime bei der Staatsanwaltschaft Bonn, gewährte hier Einblicke in die Strafverfolgungspraxis.

Kriminalität im Zahlungsverkehr bedeute in erster Linie den Handel mit Daten, stellte Staatsanwalt Marco Thelen in seinem Vortrag fest: Dabei seien Kreditkarten- und Kontodaten, Filme und Musik sind ebenso beliebt wie Geschäftsgeheimnisse.

Als Äußerst lukrativ erwiese sich derzeit vor allem das Phishing, also das „Abfischen“ von Kreditkartendaten. Dass die durchweg jungen Täter moderne Kommunikationsmittel für Ihre Zwecke einsetzen und grenzüberschreitend operieren, erschwere die Strafverfolgung. Dies liege aber vor allem an der uneinheitlichen Systematik der Betrüger, denn diese seien jung, kreativ und flexibel. Außerdem machten sich die unterschiedlichen Ländergesetzgebungen zunutze. Dennoch sei die Aufklärungsquote beispielsweise auf Seiten der Banken sehr hoch.

Betroffene Unternehmen jedoch scheuten nach wie vor oftmals den Schritt in die Öffentlichkeit, da sie um ihr Renommee fürchteten. Auf die Frage, wie die Bekämpfung der IuK-Kriminalität verbessert werden könne, gab Thelen zu bedenken, dass vor allem die personellen Kapazitäten gestärkt werden müssten und auch der gesetzliche Rahmen, beispielsweise im Bereich der Vorratsdatenspeicherung, noch Raum für Optimierung lasse. Außerdem setzte Thelen sich für eine weitere Sensibilisierung der User ein, die Daten oftmals leichtfertig preisgäben.

Zu den Schäden, die die Betrüger im Zahlungsverkehr verursachen, nahm auch Easycash CFO Christoph Pfeifer Stellung: „Dank des dedizierten Einsatzes aller Beteiligten macht der nach Schätzungen verursachte Schaden von deutlich unter 100 Millionen Euro derzeit einen vergleichsweise geringen Anteil am Gesamtumsatz aus. Dennoch gilt es, die gemeinsamen Anstrengungen aufrechtzuerhalten.“ Dem pflichtet auch Euro Kartensysteme Geschäftsführer Hans-Werner Niklasch bei, der ausführte, „dass sich die Schäden trotz Dunkelziffer allenfalls im Promillebereich bewegen. Allerdings sind deutsche Kartendaten besonders attraktiv, da die Inhaber nach wie vor solvent sind.“

Laut Marco Thelen zahlen sich jedoch die Investitionen in Sicherheit seitens des Handels durchaus aus, denn zahlreiche Tätergruppen fielen bei technologischen Updates durch das Raster. Dank des TAN-Konzeptes, beispielsweise, sei die Sicherheitsstruktur in Deutschland aber immerhin weitaus verlässlicher als die Großbritanniens und der USA. Dort betrügen die Schäden durch Phishing ein Vielfaches derer in Deutschland, so der Cybercrime-Spezialist.

Info: http://www.easycash.de

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