Serie – Design Thinking Teil 5: Finden Sie Lösungen, die Ihre Kunden begeistern

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Serie – Design Thinking Teil 5: Finden Sie Lösungen, die Ihre Kunden begeistern

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Die Bedürfnisse des Kunden zu verstehen, ist im E-Commerce-Bereich essentiell. Eine Methode, mit der Sie sowohl die Motivationen Ihrer Kunden herausfinden und diese auch mit kreativen Lösungen erfüllen können, ist Design Thinking. Nachdem wir uns im letzten Beitrag der Serie angesehen haben, wie Sie eine Fragestellung finden, die sich auf die tatsächlichen Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe bezieht, geht es nun darum, kreative Ideen zu schmieden.

Die Bedürfnisse des Kunden zu verstehen, ist im E-Commerce-Bereich essentiell. Eine Methode, mit der Sie sowohl die Motivationen Ihrer Kunden herausfinden und diese auch mit kreativen Lösungen erfüllen können, ist Design Thinking. Nachdem wir uns im letzten Beitrag der Serie angesehen haben, wie Sie eine Fragestellung finden, die sich auf die tatsächlichen Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe bezieht, geht es nun darum, kreative Ideen zu schmieden.

Wie können Sie als E-Commerce-Betreiber neue Ideen finden, die auch in der Praxis funktionieren? Und wenn sie neue Ideen haben, wie nutzen Sie diese dann in weiterer Folge, um erfolgreiche neue Produkte, Dienstleistungen und Lösungen zu entwickeln? Um diese Fragen zu beantworten, befassen wir uns nun mit dem 3. Schritt im Design Thinking, dem Generieren von Ideen.

Viele Ideen sterben, noch bevor sie die Chance bekommen, ihr Potential auch nur annähernd zu erfüllen. Die meisten Unternehmer ändern ihr Vorgehen nicht und wundern sich, dass sie seit vielen Jahren keine neuen Ideen entwickeln können. Auch der Innovationsprozess hat sich weiterentwickelt und so sind Innovationen nicht mehr gänzlich vom Glück abhängig. Kreative oder bahnbrechende Ideen haben zwar immer einen zufälligen Charakter, aber Sie können mit Design Thinking eine Umgebung kultivieren, in denen „glückliche Unfälle“ wahrscheinlicher sind.

Einige Schlüsselaspekte dabei sind:

  • Erweitern Sie für den Schritt der Ideengenerierung Ihr bestehendes Team um weitere Personen, die neue Perspektiven einbringen. Auch im E-Commerce können Sie Ihren Ideenpool erweitern, indem Sie mehr Mitarbeiter in den Prozess der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen einbeziehen. Ermutigen Sie sie zunächst, den Kunden zuzuhören.
  • Fordern Sie alle TeilnehmerInnen dazu auf, sich aktiv auf die Suche nach neuen Ideen zu beteiligen: Suchen Sie auch außerhalb Ihres Fachgebiets oder Ihrer Branche nach Inspirationen. Unternehmen müssen das Klima, in dem Ideen entstehen, ernsthaft hinterfragen und gegebenenfalls auch jemanden beauftragen, dieses zu verbessern.
  • Beziehen Sie auch Kunden in den Prozess ein: Identifizieren Sie die Kunden, die tendenziell die neuesten Versionen Ihrer Produkte kaufen. Diese geben Ihnen Einblicke, wohin die Trends gehen und wie Sie sich auch am besten positionieren können.
  • Konzentrieren Sie sich vor allem auf die Bedürfnisse, die Kunden nicht äußern: Die meisten Organisationen haben eine feste Vorstellung davon, wer ihre Kunden sind. Wenn Sie jedoch Ihre Kundendefinition erweitern, können Sie auch Ihre Fähigkeit erweitern, gewinnbringende Ideen zu generieren. Schauen Sie dabei nicht nur auf die Gegenwart, sondern auch auf die Vergangenheit (ehemalige Kunden) und die Zukunft (Personen, mit denen Sie noch keine Geschäfte gemacht haben). Fragen Sie sich, wie Sie die Bedürfnisse dieser Kunden erfüllen könnten.
  • Binden Sie auch Lieferanten mit ein: So wie Sie Ihre Kunden nach neuen Ideen umsehen, also indem Sie deren unartikulierte Bedürfnisse erkennen, sollten Sie sich Ihr Unternehmen als Kunden Ihres Lieferanten vorstellen. Sie haben auch unausgesprochene Bedürfnisse. Versuchen Sie, diese auszudrücken, und sorgen Sie dafür, dass die Ideen Ihres Lieferanten diese auch erfüllen.

Da sich die Welt immer schneller verändert, reichen Ideen und Vorgehensweisen, die gestern angemessen waren, heute nicht mehr aus. Angesichts der Störungen, denen sich immer mehr Branchen gegenübersehen, der raschen Anpassung von Produkten und der Strategien sind Unternehmen, die sich auf die Ideen von gestern, die Produkte von gestern und die Annahmen von gestern verlassen, eindeutig anfällig.

So setzen Sie die 6-3-5 Methode ein

Eine Methode, mit der Sie im Nu viele Ideen generieren und die Sie unkompliziert (und gefahrlos) in Ihrem Unternehmen ausprobieren können, ist die 6-3-5 Methode. Das Ziel der 6-3-5 Methode ist es, auf der gedanklichen Leistung der Teilnehmer aufzubauen und diese assoziativ zu kreativen Problemlösungsideen weiterzuentwickeln. Hierzu wird zunächst das zu lösende Problem anhand eines kuren prägnanten Satzes vorgestellt. Im Anschluss daran wird den sechs Teilnehmern je ein Zettel ausgehändigt, der mit drei Spalten und sechs Reihen zu 18 Kästchen aufgeteilt wird.

Jeder Teilnehmer wird aufgefordert, in der ersten Reihe drei Ideen zur Lösung des Problems zu beschreiben. Nach circa fünf Minuten werden die Blätter gleichzeitig im Kreis an den linken Gruppennachbarn weitergeben. Anschließend soll dieser versuchen, die bereits generierten Ideen aufzugreifen, zu ergänzen und weiterzuentwickeln. Dieser Schritt wird fünf Mal wiederholt, bis jeder seinen eigenen Zettel wieder erhalten hat (daher wird die 6-3-5-Methode auch Ringtauschtechnik genannt).

Um die Methode 6-3-5 durchführen zu können, benötigen Sie einen Moderator, der die Blätter einsammelt und an einer Tafel zusammenfasst. Nachdem bei einer Kleingruppengröße von sechs Personen in 30 Minuten (6 x 5 Minuten Bedenk- und Schreibzeit für jeden) 108 Ideen zusammengetragen wurden, können Kleingruppen gebildet werden, in denen dann eine kreative Weiterentwicklung einer ausgewählten Idee stattfindet.

Sie haben die anderen Beiträge der Design-Thinking-Serie verpasst? Dann folgen Sie den Links:
Teil 4: Verstehen Sie das wirkliche Problem Ihrer Kunden
Teil 3: Lernen Sie die Bedürfnisse Ihres Kunden kennen
Teil 2: Sie wollen in e-commerce erfolgreich sein? Nutzen Sie den Design-Thinking-Prozess!Teil 1: Empathie – das „e“ im E-Commerce

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über die Autorin: Ingrid Gerstbach studierte Betriebswirtschaft und Wirtschaftspsychologie. Sie berät internationale Unternehmen, schreibt Bücher und Kolumnen, hält europaweit Vorträge und berät Universitäten in Innovationsfragen. Ihre zentrale Thematik: wie Unternehmen ungenützte Potenziale in „Soft Skills“ wie Mut, Offenheit und Zuversicht erschließen, schlummernde Kreativität in ihren Mitarbeitern wecken, deren Individualität stärken und dadurch wirtschaftlichen Erfolg erzielen. (Foto: Budiono Ngyuen)

Design Thinking

Quelle: U Wechselberger - Pixabay | CC0 1.0 Universal

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