Service-Robotik: Impressionen von Schunks Expert Days

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Vom 25. bis 26. Februar fanden die achten Schunk Expert Days on Service Robotics in Hausen statt. Es gab einiges zu sehen und staunen.
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Vom 25. bis 26. Februar fanden die achten Schunk Expert Days on Service Robotics in Hausen statt. Es gab einiges zu sehen und staunen.

Nanoroboter mit Durchmessern von einem Zehntel Mikrometer, Reha-Roboter, die Schlaganfallpatienten zum Gehen verhelfen, die Weltpremiere des Assistenzroboters Care-O-bot 4, der sich dank verbesserter Modulbauweise in weniger als zehn Minuten komplett montieren lässt. Langweilig wurde es an den zwei Tagen nicht, an denen 17 internationale Referenten auf dem Symposium für die angewandte Servicerobotik neue Technologien, Forschungsprojekte und Anwendungen aus der Welt der Servicerobotik vorstellten.

„Ich bin sprachlos“, so die Reaktion von Dr. Julie Shah, Assistenzprofessorin am Massachusetts Institute of Technology (MIT), am Ende des Vortrags zu Mikro- und Nano-robotern von Prof. Dr. Peer Fischer vom Max Planck Institut für intelligente Systeme in Stuttgart. Ganz bewusst habe Schunk die Veranstaltung unter das Motto „Service robotics: Probing new horizons“ gestellt und nach Referenten Ausschau gehalten, die neue Horizonte der Servicerobotik erkunden. Visionäre Komponenten, wie feinfühlige Sensorhäute der TU München, gelenkige Snake-Arm-Roboter von OC Robotics aus Großbritannien oder hochadaptive Greifer von Righthand-Roboter aus den USA, waren ebenso zu sehen wie Inspektionsroboter für Kraftwerke von Alstom Inspection Robotics, kollabo-rative Mensch-Roboter-Teams für die Flugzeugmontage vom MIT oder leistungsfähige und dynamische Transportplattformen von Grenzebach Automation. Pioniergeist wecken möchte eine Start-up-Plattform von Bosch, die dazu dient, kreative Servicerobotik-Ideen systematisch in verwertbare Geschäftsmodelle zu verwandeln.

Servicerobotik hat Potenzial

Dr. Andreas Goerdeler vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstrich auf dem Symposium die Bedeutung der Robotik für die bundesdeutsche Industrie. So biete der Einsatz von Robotertechnologie unter anderem die Chance, die Produktion von Konsumgütern wieder in Hochlohnländer wie Deutschland zurückzuholen und den Industrieanteil am Bruttosozialprodukt auszubauen. Innerhalb des Förderprogramms „Autonomik für Industrie 4.0“ wurden mittlerweile die vier Cluster „Flexible Automation“, „Industrielle Servicerobotik“, „Home-Automation“ und „3D-Technologien“ gebildet, in denen unter anderem Projekte,  wie flexible Reinigungsroboter für die Gebäudereinigung, modulare Montageplattformen, aber auch die automatisierte Herstellung von Sportschuhen gefördert werden.

Dass sich das Engagement lohnt unterstrich Henrik A. Schunk, geschäftsführender Gesellschafter des Gastgebers Schunk, bereits zu Beginn der Veranstaltung: „Die Servicerobotik befindet sich heute mitten in der Implementierung und sie hat das Potenzial, die industrielle Revolution massiv mit nach vorne zu bringen.“, so sein Kommentar.

Wirtschaftliche und nutzerfreundliche Lösungen

Die Erfolge, die die Servicerobotik weltweit bereits erzielt, sind beachtlich. Dennoch gibt es für die Forschung und die Industrie noch allerhand zu tun: „Heute gewinnt vor allem die Software immer stärker an Bedeutung“, unterstrich Dr. Christian Wurrl, CTO bei Grenzebach Automation. Das Ziel müsse es sein, eine iPad-orientierte Nutzerinteraktion zu er-möglichen, denn schließlich gehe es darum, Arbeiter, die heute einen Gabelstapler bedienen mit Servicerobotern vertraut zu machen, so Wurrl. Auch Dr. Markus Klaiber, CTO von Schunk, sieht in der Nutzerfreundlichkeit einen wichtigen Schlüssel zu Erfolg: „Wir benötigen Produkte, die nach dem Plug-&-Work-Konzept arbeiten, ähnlich wie wir es auch von zu Hause gewohnt sind.“ Dr. Ulrich Reiser vom Fraunhofer IPA wiederum plädierte für eine Verringerung der Komplexität, um Serviceroboter wie den Care-O-bot 4 noch schneller zum Erfolg zu führen. So sei es seiner Ansicht nach sehr effizient, den Anspruch an die Autonomie von Servicerobotern zu reduzieren, um möglichst schnell wirtschaftlich attraktive Lösungen zu generieren.

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