Showrooming bietet dem Handel neue Chancen

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Viele Konsumenten nutzen Showrooming, also das Anschauen und Ausprobieren von Produkten in einem stationären Geschäft, bevor oder während sie die Ware dann online bestellen. Besonders für Millennials und die Generation Z verschwimmen die Grenzen zwischen online und offline. Händler müssen sich diesem Konsumverhalten anpassen, wenn sie auch bei jüngeren Kunden erfolgreich sein wollen.

einkaufstaschen_pixabay

Viele Konsumenten nutzen Showrooming, also das Anschauen und Ausprobieren von Produkten in einem stationären Geschäft, bevor oder während sie die Ware dann online bestellen. Besonders für Millennials und die Generation Z verschwimmen die Grenzen zwischen online und offline. Händler müssen sich diesem Konsumverhalten anpassen, wenn sie auch bei jüngeren Kunden erfolgreich sein wollen.

Der Holiday Retail Outlook Report 2018 von Conversant, Epsilon und LoyaltyOne liefert Händlern wichtige Erkenntnisse über das aktuelle Kaufverhalten der Konsumenten. Wichtigstes Ergebnis: Gerade für die jüngere Generationen verschwimmen die Grenzen zwischen on- und offline immer stärker, denn 78 Prozent von Ihnen kaufen gleichzeitig im Laden und online ein. Außerdem nutzen sie 34 Prozent häufiger ein mobiles Gerät im Geschäft als ältere Konsumenten.

!Internet galt beim Shoppen bislang als netter Zeitvertreib für wartende oder gelangweilte Freunde und Partner“, erklärt Peter Potthast, Country Manager DACH bei Conversant, und fügt hinzu: „Besonders jüngere Kunden nutzen ihre Smartphones heute auch zum direkten Preisvergleich oder zur genaueren Recherche im Laden.“

Showrooming heißt nicht gleich Beratungsdiebstahl

Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie des Lehrstuhls für Value Based Marketing der Universität Augsburg. Fast ein Drittel der Befragten hierbei gab an, im Laufe eines Jahres mindestens einmal bewusst Showrooming betrieben zu haben. Häufig wird dabei an Beratungsdiebstahl gedacht, unter dem viele stationäre Händler leiden. Es ist aber auch möglich, dass Kunden online die richtige Größe oder Farbe eines Artikels auf der Webseite des Händlers bestellen, der im Laden nicht vorrätig ist.

„Die Customer Journey ist nicht linear. Kanäle verschmelzen und führen den stationären und Onlinehandel näher zusammen. Für Geschäfte wird es somit immer wichtiger, ihren Kunden kostenloses und zuverlässiges Internet anzubieten, denn zeitgleiches on- und offline Shopping ist bereits für viele die Norm. Kleinere und unabhängige Geschäfte sollten ebenfalls schnell in ein digitales Kauferlebnis investieren, damit sie nicht abgehängt werden“, berichtet Peter Potthast.

Konzentration auf den Multi-Channel-Kunden

Die Studie von Conversant zeigt darüber hinaus, dass Multi-Channel-Konsumenten die wichtigsten Kunden für den Handel sind. Käufer, die auf verschiedenen Unternehmenskanäle unterwegs sind, kehren etwa drei Mal häufiger zur Marke zurück als die, die nur über einen Kanal shoppen.

„Den reinen stationären Handel gibt es nicht mehr. Konsumenten sind immer online, egal ob unterwegs, Zuhause oder eben im Geschäft. Momentan beklagen wir, dass viele Geschäfte aus den Einkaufspassagen verschwinden, doch es gibt gute Gründe, weshalb ehemals reine Onlinehändler stationäre Geschäfte öffnen“, ist Potthast überzeugt. Der schnell wachsende Trend des kombinierten Shopping-Erlebnisses on- und offline bringe sowohl Unternehmen als auch Kunden Vorteile. „Händler gewinnen weitere Touchpoints, die Interessenten mehr Anreize zum Kauf bieten. Konsumenten hingegen können beim Einkaufen durch wenige Klicks bessere Entscheidungen treffen.“

Als Schlussfolgerung Potthast empfiehlt: „Um die Möglichkeiten, die diese moderne Art des Shoppens bietet, richtig zu nutzen, müssen Unternehmen die Online-Erfahrung für ihre Kunden im Geschäft so optimieren, dass sie gerne zum Smartphone greifen und dem Store trotzdem treu bleiben. Der Schlüssel ist ganz klar die Verbindung von on- und offline, integriert in eine umfassende Marketing Strategie, die die Kunden dort abholt, wo sie sich gerade befinden.“

Über den Holiday Retail Outlook Report

Für den „Holiday Retail Outlook Report 2018“ wurden mehrere Studien ausgewertet und zusammengefasst. Hieraus wurde 2018 ein Guide erstellt, um Händler datenbasierte, relevante Informationen und fundierte Ratschlägen insbesondere für das Weihnachtsgeschäft zu liefern. Die Ergebnisse haben allerdings ganzjährig Relevanz.

Conversant ist einer der Marktführer für personalisiertes Online-Marketing. Auf Basis exklusiver Kundendaten bietet das Unternehmen individuell auf das einzelne User-Profil abgestimmte Branding- und Performance-Kampagnen an. Conversant gehört zu Epsilon, dem Vorreiter im Aufbau von Kundenbeziehungen, welche die Marke stärken und ihren Erfolg erhöhen. (sg)

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