Singles Day bricht 2017 alle Rekorde

Der Singles Day kann in diesem Jahr einen Umsatz von 25,3 Milliarden US-Dollar verzeichnen und damit über 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen, wie die Nachrichtenseite The Verge meldet. Damit steckt er sein amerikanisches Pendant, den Black Friday, wohl auch dieses Jahr wieder locker in die Tasche.

Rabattschlachten am Singles Day

Der 11. November ist für die Chinesen das, was der Black Friday (und das gesamte Thanksgiving-Wochenende einschließlich des Cyber Monday) für die Amerikaner ist: ein Event, bei dem der Einzelhandel mit satten Rabatten winkt und damit in den westlichen Ländern das Weihnachtsgeschäft einläutet – mit dem schönen Nebeneffekt, dass die Umsätze von Jahr zu Jahr weiter wachsen.

Hatte der Singles Day, 2009 als E-Commerce-Event vom chinesischen Einzelhandelsriesen  Alibaba aus der Taufe gehoben, noch 2012 einen Gleichstand mit seinem amerikanischen Pendant erreicht (damals ein Umsatz von rund drei Milliarden US-Dollar), so legte er in den folgenden Jahren immer deutlicher zu und lässt den amerikanischen Konkurrenten inzwischen weit hinter sich, obwohl auch der von Jahr zu Jahr, wenn auch weit moderater, Umsatzzuwächse erzielen kann.  Die Grafik von Statista gibt darüber Auskunft.

Rekord über Rekord

Mit einem Umsatz von 25,3 Milliarden US-Dollar bricht der Singles Day in diesem Jahr alle bisherigen Rekorde und legt noch einmal 40 Prozent gegenüber 2016 zu. Zum Vergleich: Der E-Commerce-Umsatz am Thanksgiving-Wochenende 2016 in den Vereinigten Staaten belief sich nach den Angaben von comScore auf „lediglich“ 8,3 Milliarden US-Dollar.

Grafik

Zusätzlich erreichte Alibaba am Samstag einen Rekord von 18 Milliarden US-Dollar in nur 13 Stunden, was den Rekord des letzten Jahres von 17,8 Milliarden in 24 Stunden übertrifft.

Ebenfalls rekordverdächtig waren die Umsätze des Internethändlers JD.com. Klimaanlagen im Wert von 65 Millionen Euro wurden in den ersten 30 Minuten umgesetzt, der Umsatz bei Lebensmitteln stieg in der ersten Stunde um 350 Prozent gegenüber demselben Zeitraum im Vorjahr. 150.000 Rasierer und 100.000 Mikrowellen wurden in nur 60 Minuten geordert – mehr als im gesamten Vormonat zusammen.

Schnaps bis zum Tod

Auch um skurile Ideen war so mancher Händler nicht verlegen. Für 11.111 Yuan (etwa 1.500 Euro) etwa konnten Kunden eines Spirituosenherstellers sich einen lebenslangen Vorrat an Baiju-Schnaps sichern: 12 Flaschen jeden Monat bis zu ihrem Tod.

Der Singles Day wird übrigens in China seit den 1990er Jahren zunächst als Junggesellen-Tag begangen (wegen der vier Einsen im Datum), mittlerweile wird auch das weibliche Geschlecht einbezogen und der Tag allgemeiner zum „Tag der Alleinstehenden“ erklärt. (ak)

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