Smartphone als Informationswaffe in den Händen des Verbrauchers

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Rund 400 Experten diskutierten vergangene Woche auf den EHI-Technologietagen in Köln den Einfluss des mobilen Internets auf die Vertriebs- und Marketingkonzepte des Handels.

Olaf Schrage, Geschäftsführer Douglas Informatik und Service, bezeichnete das Smartphone als „Informationswaffe in den Händen des Verbrauchers“, so ein Bericht der Lebensmittelzeitung.  Bitkom-Präsident Rene Schuster bestätigt in einer Presseerklärung: „Handys entwickeln sich immer mehr zu Allzweckgeräten, Telefonie ist nur noch eine Funktion unter vielen. Und für manche Nutzer nicht einmal mehr die wichtigste“.

Das Stichwort lautet „Augmented Reality“, zu Deutsch „erweiterte Realität“. Dieser Begriff beschreibt die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Ein Beispiel:  Mit dem Smartphone kann der Kunde im Supermarkt den Strichcode einer Verpackung scannen. Über das Internet werden schließlich Vergleichspreise erstellt und auf dem Handy angezeigt. Direkt vor Ort weiß der Kunde also, wo der das beste Schnäppchen machen kann.

Sogenannte QR-Codes, Pixel-Quadrate zum Abfotografieren, könnten demnächst auch die Frischetheken der Supermärkte erobern. Matthias Harsch, Sprecher der Geschäftsführung beim Balinger Systemlöser Bizerba erklärt ein Kooperationsprojekt mit dem Unternehmen mynetfair: „Während des Bedienvorgangs kann an den Frischetheken auf Displays moderner PC-Waagen beispielsweise ein passender Weißwein zum gekauften Fisch empfohlen werden. Scannt der Kunde den zugehörigen QR-Code vom Waagen-Display ein, so wird er direkt auf die Website von mynetfair weitergeleitet und erhält dort Detailinformationen zum jeweiligen Artikel oder zu weiteren, passenden Weißweinarten“. Rüdiger Gollücke, Vorstand von mynetfair, ist überzeugt: „Die Zukunft der Informationsverbreitung liegt im Internet und Mobil-Marketing, auch für den Einzelhandel“.

Schon jeder fünfte Handynutzer besitzt heute ein Smartphone. Das ergab der aktuelle Bitkom-Webmonitor, eine repräsentative Umfrage von Forsa.  Am weitesten verbreitet sei die Smartphone-Nutzung derzeit in der Altersgruppe der 14-29 Jährigen. Hier habe mehr als jeder dritte Handynutzer ein solches Mobiltelefon. Bei den 30-44-Jährigen noch jeder Vierte, bei den über 60-Jährigen schließlich nur noch sieben Prozent.  22 Prozent der Befragten konnten übrigens gar nicht sagen, ob ihr Handy als Smartphone bezeichnet werden kann. Forsa befragte 849 Handynutzer per Telefon.

Weltweit gilt in etwa dieselbe Relation: Jedes fünfte Handy, das verkauft wird, ist mittlerweile ein Smartphone. Damit habe sich der Smartphone-Absatz im Vergleich zu 2009 nahezu verdoppelt, so die Marktforscher des Instituts Gartner.  Untergliedert man den Smartphone-Bereich nach dem Betriebssystem, wurden im zweiten Quartal 2010 am meisten Geräte verkauft, die unter Symbian laufen (41,2 Prozent), gefolgt von Research in Motion (18,2 Prozent) und Googles Android (17,2 Prozent).

(Autor: Klartext Online)

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