So einfach zu nutzen wie Google oder Facebook, aber mit Sicherheitstechnologien der Bundesdruckerei

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Das „Design Research Lab“ führt seit 2005 zahlreiche interdisziplinäre Projekte im Bereich der Designforschung durch. Künftig wird die Bundesdruckerei mit der an der Berliner Universität der Künste (UdK) beheimateten Forschungsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Gesche Joost unterschiedliche Aspekte der Benutzerfreundlichkeit von Sicherheitstechnologien in der Online-Welt erforschen. „Bei den geplanten Projekten sollen nicht nur eine optimierte Gestaltung und Nutzerführung im Vordergrund stehen, sondern auch ein neues Verständnis von Produktdesign an der Schnittstelle zu den innovativen Sicherheitstechnologien der Bundesdruckerei“, erläutert Prof. Dr. Joost die Ansätze der Kooperation. Dr. Manfred Paeschke, der als Leiter des Bereichs Innovations der Bundesdruckerei die Kooperation vorangetrieben hat, will über die Zusammenarbeit neue Wege in der Produktinnovation einschlagen: „Oftmals sind mit der Umsetzung erhöhter Sicherheitsanforderungen Einschränkungen des Benutzerkomforts verbunden. Über eine stärkere Fokussierung auf die Nutzerbedürfnisse wollen wir unsere Innovations- und Entwicklungsprozesse optimieren.“

Co-Design-Prozess bei „Bürger-Service-Portal“ und „Bürger-Tresor“

Vor diesem Hintergrund haben sich die Partner für das erste Jahr ihrer Zusammenarbeit vor allem zwei Themen vorgenommen: Einerseits die Erforschung der Anforderungen aus Nutzersicht für ein Bürger-Service-Portal mit innovativen Identitätsmanagement-Tools und die Umsetzung in einen Prototypen für Feldtests, andererseits die Entwicklung eines Dienstes zur sicheren digitalen Verwahrung von Verwaltungsdokumenten. In den geplanten Co-Design-Prozessen sollen die gemeinsam entwickelten Szenarien prototypisch getestet und umgesetzt werden.

Dabei werden künftige Nutzer aktiv in die Anwendungsszenarien und Feldforschungsprojekte eingebunden und die Experten und Forscher schlüpfen bewusst in die Rolle von Usern. „Mit dem Ansatz eines konsequenten ‚User Experience Designs‘ stellen wir die Nutzerbedürfnisse in den Mittelpunkt. Unser gemeinsames Ziel ist es, innovative Lösungen rund um sichere Identitätsbestätigungen zu entwickeln, die in der täglichen Nutzung so einfach sind wie Google oder Facebook, aber durch die im Hintergrund laufenden Sicherheitstechnologien deutlich besser geschützt sind“, erläutert Dr. Manfred Paeschke, Leiter der Innovationsabteilung der Bundesdruckerei, das Vorgehen der Partner. „Diesen Weg gemeinsam mit Gesche Joost zu beschreiten, die sich als Impulsgeberin der digitalen Agenda der Bundesregierung vielfach verdient gemacht hat, ist uns eine große Freude und Ehre.“

Über die Bundesdruckerei

Das Full ID | Management der Bundesdruckerei mit Sitz in Berlin umfasst Systemlösungen und Dienstleistungen für die sichere Identifikation sowohl in der analogen als auch in der digitalen Welt. Damit zählt die Bundesdruckerei weltweit zu den führenden Unternehmen in diesem Bereich. Das Portfolio reicht von der Erfassung, Verwaltung und Verschlüsselung von Daten über die Produktion von Dokumenten und entsprechenden Prüfgeräten bis hin zu elektronischen Grenzkontrolllösungen, Software für Hochsicherheitsinfrastrukturen sowie kompletten Pass- und Ausweissystemen.

D-TRUST, das akkreditierte Trustcenter der Bundesdruckerei, bietet als einer von wenigen Anbietern in Deutschland branchenübergreifend Lösungen für qualifizierte Zertifikate, Zeitstempel, Berechtigungszertifikate und eID-Services für den Personalausweis. Darüber hinaus fertigt die Bundesdruckerei Banknoten, Postwertzeichen und Steuerzeichen sowie elektronische Publikationen.

Über das „Design Research Lab“

Das Design Research Lab (DRLab) ist seit 2010 an der Universität der Künste am Lehrstuhl für Designforschung von Prof. Dr. Gesche Joost beheimatet, nachdem es 2008 im Rahmen der Juniorprofessur „Interaction Design“ von Gesche Joost an der TU Berlin in Kooperation mit den Telekom Innovation Labs gegründet wurde. Zurzeit arbeiten 18 wissenschaftliche Mitarbeiter und -innen an interdisziplinären Designforschungsprojekten. Ziel ist es, die Lücke zu schließen, die häufig zwischen Zielsetzungen technologischer Entwicklung und den Bedürfnissen und Erwartungen von Anwendern entsteht.

In der praktischen und theoretischen Auseinandersetzung steht das Verständnis der Anforderungen von Menschen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Fähigkeiten im Vordergrund: dazu gehören beispielsweise Frauen, Familien, alte Menschen, Teenager oder Menschen mit Behinderungen. Zentrale Fragen der Arbeit des DRLab richten sich darauf, wie zukünftige Formen der Mensch-Maschine-Interaktion gestaltet werden und wie sie die Gesellschaft verändern werden; wie eine bessere Integration von Menschen durch partizipative Methoden in den Entwicklungsprozess erreicht werden kann oder wie Aspekte sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit in der Entwicklung vernetzter Systeme berücksichtigt werden können. Das Design Research Lab arbeitet vor dem Hintergrund nutzerorientierter Forschungs- und Entwicklungsmethoden seit Jahren an der Entwicklung neuer Interaktionsformen im Bereich digitaler Kommunikationstechnologie. Es trägt mit seinen Publikationen international zum Transfer von Erkenntnissen aus Design in die Forschung und Produktentwicklung bei.

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