Social Computing als Katalysator

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Marcus Martenstein, Strategic Accounts Director Europe bei Epicor Deutschland, kommentiert die Ausrichtung von Web 2.0 an Geschäftszielen.


Eine der kritischen Forderungen an Unternehmenssoftware ist, dass sie flexibel mit aktuellen Entwicklungen Schritt halten kann. Als elegante Lösungsstrategie bieten sich hier ergänzende Web 2.0 Funktionalitäten an – unter zwei zentralen Voraussetzungen:


– Sie müssen konsequent auf unternehmensstrategische Vorteile ausgerichtet sein.


– Sie müssen mit bestehenden Systemen integriert sein, dürfen diese nicht unterlaufen und zu einer Schattendatenwelt führen.


Web 2.0 hat häufig eher schleichend und planlos seinen Weg in Unternehmen gefunden. Es ist an der Zeit, sein Potenzial für Wettbewerbsvorteile auch zielgerichtet zu nutzen. Schließlich sind Risikobedenken in den Griff zu bekommen: Moderne Sicherheits- und Managementeigenschaften in Web 2.0 kontrollieren und regelmentieren den Zugang zu sensiblen Daten, ähnlich wie sie auch in klassischen Unternehmensanwendungen zu finden sind.


Vielfach hakt es in Unternehmen bei der Informationsbereitstellung: Sie soll rollenbasiert und bedarfsorientiert erfolgen, effizient und einfach, unabhängig von Systemgrenzen, Zeit und Ort. Web 2.0 zeigt seine Stärken insbesondere für Suchen im unternehmenseigenen Intranet. Dort liegen verschiedene Informationsarten sowie strukturierter und unstrukturierter Text häufig in Silosystemen vor wie Datenbanken, Content Management Systeme, E-Mail-Archive, Bibliotheken und andere mehr. Bei herkömmlichen Abfragen müssen die Nutzer von vorneherein wissen, wo die Informationen abgelegt sind. Darüber hinaus werden unstrukturierte Daten zumeist von Experten nach Schemata kategorisiert, die Anwender nur selten kennen und daher erfolgreiche Suchanfragen erschweren. Web 2.0 Technologie überwindet Systemgrenzen, verbessert aufgrund der Google-inspirierten Linkstruktur die Relevanz der Ergebnisse und ermöglicht eine organische Inhaltskategorisierung über Tags. Ein rollenbasiertes Sicherheitskonzept gewährleistet, dass Suchergebnisse auf die individuellen Rechte der Anwender abgestimmt sind.


Klassische Systeme bieten keinen einfachen Weg, parallel zu etablierten Prozessen informelles Wissen zu dokumentieren und wieder zu finden. Hingegen können innovative Web 2.0 Präsenztechnologien Abhilfe schaffen. Sie speichern und konservieren beispielsweise Instant Messages oder Gespräche über Voice over Internet Protocol (VoIP) und machen „flüchtige“ Arbeitsergebnisse automatisiert und komfortabel für Unternehmen nutzbar. Je weniger Kommunikation manuell in separaten Arbeitsschritten und Systemen erfasst werden muss, um so höher ist die Produktivität in der Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten.


Unternehmen, die schnell auf neue Anforderungen reagieren müssen, erfahren Verzögerungen nicht zuletzt durch Engpässe in der IT-Abteilung. Hier setzen Mashups an. Sie erlauben es Nutzern über anpassbare und bewegliche Schnittstellen, Standalone-Anwendungen auf sehr einfache Weise mit Datenquellen zu verknüpfen. So kann zum Beispiel ein Mashup zwischen einem Kundenmanagement-System und einer Georeferenzierung auf Karten anzeigen, wo Umsätze generiert wurden, welche Regionen erfolgreich sind und welche zusätzliche Vertriebsförderungsmaßnahmen benötigen. Wer eine Fahrzeugflotte unterhält, verbindet seine Logistiksysteme mit GPS und erreicht auf diese Weise jederzeit die Lokalisierung seiner LKWs.


Web 2.0 Tools sind eine komfortable Ergänzung zu den Funktionen klassischer Unternehmens-anwendungen. Einfach und selbst erklärend finden sie hohe Akzeptanz, Einsatz und Aktualisierungen können per Fernwartung unternehmensweit einheitlich erfolgen. Allerdings: Damit Web 2.0 auch strategische Vorteile bringt, stehen Unternehmen gegenüber sich selbst und Anbietern vor zentralen Fragen.


Die sechs Web 2.0 Strategiefragen:


1. Produktivität: In welchen Bereichen zeigen Systeme und Informationen nicht ihr maximales Produktivitätspotenzial?


2. Kollaboration: Auf welche Weise können vorhandene Informationen und Daten über Web 2.0 vernetzt, Probleme gelöst und Prozesse beschleunigt werden?


3. Kosten: Können Kosten gesenkt werden, wenn Web 2.0 Tools eingesetzt werden?


4. Wissen: Wie kann flüchtiges Wissen im Unternehmen einfacher, schneller und strukturierter erfasst und gefunden werden?


5. Ziele: Welche Web 2.0 Technologien haben strategischen Mehrwert, welche hingegen kannibalisieren bestehende Systeme?


6. Betrieb: Welche technologischen Voraussetzungen sind erforderlich, um Web 2.0 Funktionalitäten in die IT-Umgebung einzubinden?


Basieren bestehende Unternehmensanwendungen auf einer Service-orientierten Architektur (SOA) gelingt es nahtlos, Web 2.0 in das Unternehmensumfeld zu integrieren. Die flexible und standardisierte Software-Architektur stellt Funktionalitäten zur Verwendung mit anderen Anwendungen zur Verfügung, die dann wiederum zu neuen Services kombiniert werden können. Da mit SOA der Client von der Anwendung abstrahiert wird, erlaubt die Architektur den Einsatz jeglicher Arten von Benutzeroberflächen für Schnittstellen, einschließlich Smart Client, Webbrowser und Webservice. Die Konsequenz daraus ist die vereinfachte Integration von beispielsweise Enterprise Search oder bedarfsorientierte Funktionserweiterung mit Mashups, ohne die Systempflege und Wartung zu beeinträchtigen.


 


 


So einfach Web 2.0 in der Handhabung ist, so mächtig kann seine Wirkung sein. Professionell eingesetzt sind Sicherheitsfragen lösbar – insbesondere im Hinblick auf den möglichen Mehrwert und Wettbewerbsvorteil, sofern Web 2.0 strategisch gestaltet und klar an Geschäftszielen ausgerichtet ist.


 

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