Sprachassistenten: Warum der Markt in Europa stagniert

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Digitale Sprachassistenten stellen das Geschäftsfeld der Zukunft dar – darin sind sich die Experten einig. Allerdings haben Unternehmen und Marken in Europa noch keine Strategie, was sie mit Voice-Applikationen im E-Commerce erreichen können.
SprachassistentenQuelle: LuckyStep - Shutterstock

Im Januar 2019 bezeichnete der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier Sprachassistenten als „größte Basisinnovation seit Erfindung der Dampfmaschine“. Nun ist das Jahr verstrichen und der Blick auf den Voice-Markt ernüchternd. Betrachtet man die bereit gestellten Sprachapplikationen in den weltweit wichtigsten Alexa Skill Stores, so zeigt sich die Gefahr, dass Europa den Trend verschläft – das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung der Digitalagentur Beyto. Offenbar wissen Unternehmen und Marken auf dem alten Kontinent nicht so recht, was sie mit der neuen Dampfmaschine anfangen sollen.

Sprachassistenten: US-Markt weit vorn gegenüber Europa

Mehr als 60.000 Voice-Applikationen verzeichnet der US-amerikanische Alexa Skill Store derzeit – während es in Deutschland nur knapp 10.000 sind. Noch trauriger ist das aktuelle Bild bei unseren europäischen Nachbarn. Zwar sind die Alexa Skill Stores in den einzelnen Ländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten gestartet. Doch es scheint zweifelhaft, dass allein der Zeitfaktor von zum Beispiel knapp anderthalb Jahren zwischen dem Markt-Launch in den USA (06/2015) und dem in Deutschland (10/2016) für die Existenz länderspezifischer Alexa Skills verantwortlich ist.

Sprachassistenten
In Deutschland liegt die Anzahl von Alexa Skills bei knapp 10.000.

Erst recht, wenn man bedenkt, dass das öffentliche Interesse am Thema Voice im Lauf der Zeit gestiegen ist und die Verfügbarkeit von Alexa – beispielsweise über Smart Speaker – massiv zugenommen hat. Man sollte für dieses innovative Geschäftsfeld also zumindest eine starke Dynamik erwarten. Doch in Deutschland ist das Gegenteil der Fall: In den letzten drei Wochen sind im deutschen Alexa Skill Store im Durchschnitt gerade mal 20 Voice-Applikationen pro Woche lanciert worden. Mit solchen Wachstumsraten bleibt der US-Markt noch sehr lange unerreicht.

Voice-Anwendungen für Shopping noch wenig verbreitet

Auch wenn die Anzahl der Alexa Skills in den Märkten stark variiert, dominieren überall Voice-Applikationen für Musik-Streaming, einfache Spiele oder kurze Wissensfragen. Nach Alexa Skills zum Shoppen sucht man nahezu vergebens: Selbst im vergleichsweise starken US-Markt finden sich zum Erhebungszeitpunkt gerade mal 286 Skills in dieser Kategorie. In Deutschland gibt es immerhin 90 Skills für den Einkaufsspaß, während die Fashionistas in Frankreich und Italien mit Alexa kaum oder gar nicht zum Zug kommen (9 Shopping-Skills in Frankreich, nicht ein einziger in Italien). Die Smart Speaker Studie 2019 der Digitalagentur Beyto kommt zu ähnlichen Ergebnissen: Zum Einkaufen werden digitale Sprachassistenten noch so gut wie gar nicht genutzt3.

Warum Unternehmen sich dennoch nicht zurücklehnen und die weitere Entwicklung des Voice-Markts entspannt abwarten sollten, erklärt Claudius Konopka, Geschäftsführer von Beyto: „Wer sich schon heute mit einer Voice-Strategie für seine Marke befasst, verschafft sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Denn auch im Markt der mobilen Apps fing alles vor einigen Jahren ganz spielerisch an. Als dann plötzlich eine ungeheure Dynamik entstand, sind viele Unternehmen dem Trend hinterhergelaufen. Es ist eine große Chance, mit der richtigen Strategie und sinnvollen Voice-Anwendungen für den Nutzer schon jetzt echten Mehrwert zu generieren und dieses Geschäftsfeld von Anfang an mit seiner Marke zu besetzen.“

BeytoQuelle: Beyto
Claudius Konopka (links) und Maik Metzen sind gemeinsam Geschäftsführer und Gesellschafter der Beyto GmbH.

Beyto ist eine 2019 gegründete Digitalagentur mit Sitz in Berlin, die auf Voice-Applikationen und intelligente Assistenten spezialisiert ist. In diesem Bereich bietet Beyto als Full-Service-Agentur ein breites Portfolio an – von strategischer Beratung über die Entwicklung und Gestaltung von Dialogmodellen, die Realisierung technischer Applikationen bis zur Vermarktung und Analyse dieser. (sg)

Lesen Sie auch: Chatbots statt Warteschleife: Das ist ihr Potenzial im E-Commerce

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