Stadtmarketingpreis Bayern: Was sich der stationäre Handel einfallen lässt, um der Krise zu trotzen

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Stadtmarketingpreis Bayern: Was lässt sich der lokale Handel einfallen, um die Corona-Krise zu überwinden? Die Rid Stiftung hat die kreativen Preisträger ausgezeichnet.
Stadtmarketingpreis Bayern

Quelle: ©StMWi/E.Neureuther

Eine besondere Wettbewerbsrunde erwartetete die Teilnehmer bayerischer Städte und Gemeinden im Jubiläumsjahr des Stadtmarketingpreis Bayern. Coronabedingt wollten es sich die Organisatoren nicht nehmen lassen den Leistungswettbewerb aus dem Bereich City- und Stadtmarketing wie geplant durchzuführen und sogar noch um einen Sonderpreis zu erweitern.

Stadtmarketingpreis Bayern der Günther Rid Stiftung

Die Gewinner der 12 Nominierungen kommen aus Nabburg, Gunzenhausen, Friedberg und Fürth. Der Sonderpreis „CoronaProjekte für Stadt und Handel“ wurde gleich zweimal in voller Höhe vergeben und geht nach Ebermannstadt und Schweinfurt. In einer besonderen Verleihungsrunde wurden am Abend des 16. Juli 2020 im Festsaal des Bayerischen Wirtschaftsministeriums die diesjährigen Preisträger bekannt gegeben und von Staatsminister Hubert Aiwanger persönlich ausgezeichnet. Die Günther Rid Stiftung für den bayerischen Einzelhandel fördert seit vielen Jahren aktiv das Stadtmarketing in Bayern. Bereits seit 2010 gibt es die Seminarreihe „Know-how-Toolbox Stadtmarketing“.

Die Seminarreihe liefert den Akteuren vor Ort die entscheidenden Werkzeuge, erfolgsversprechende Strategien sowie bewährte Beispiele aus der Praxis. Darüber hinaus fördert die Rid Stiftung den seit 2005 unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Staatsregierung stattfindenden Stadtmarketingpreis.

„In den letzten Wochen hat sich für beinahe alle Branchen der Handlungsrahmen komplett geändert. Was sich nicht verändert hat, ist dass der Einzelhandel als drittgrößter Wirtschaftszweig systemrelevant ist. Der lokale Handel ist zudem einer der zentralen Einflussfaktoren für den Lebensraum „Stadt“. Die Rid Stiftung hat daher auch in diesem Jahr den bayerischen Stadtmarketingpreis wieder sehr gerne unterstützt und ist begeistert von den tollen, nachahmenswerten Preisträgern 2020. “ so Michaela Pichlbauer, Vorständin der Günther Rid Stiftung für den bayerischen Einzelhandel.

Die Gewinnerstädte beim Stadtmarketingpreis Bayern

Gewinner in der Kategorie Stadtgröße bis 10.000 Einwohner

Nabburg: Unsere Stadt – eine Imagekampagne für die Stadt

Das netzwerkNABburg – ein Zusammenschluss an Gewerbetreibenden – entwickelte eine Imagekampagne für die Stadt, wobei die Stärken des Standortes in elf Themenschwerpunkten herausgestellt werden. Der Imagegewinn wird durch die szenische Nachstellung von thematisch zu den Schwerpunkten passenden weltbekannten Gemälden, Plattencovern, Fotos oder Filmszenen und der anschließenden fotografischen Dokumentation erzielt. Darsteller sind dabei ausschließlich Nabburger Persönlichkeiten und Bürger. Auch die Schauplätze der Szenerien befinden sich vor Ort. Im 5-wöchigen Takt wurden im Projektzeitraum von 13 Monaten die im Rahmen des Projektes entstehenden Fotografien auf Plakaten, Postkarten und Kalendern abgebildet und in sozialen Netzwerken und im Internet verbreitet.

Gewinner in der Kategorie Stadtgröße 10.000 bis 20.000 Einwohner

Gunzenhausen: Digitaler Adventskalender

Für die Umsetzung des digitalen Video-Adventskalenders wurden für die teilnehmenden Unternehmen individuelle Gedichte geschrieben und vor Ort durch Inhaber oder Mitarbeiter vorgetragen und gefilmt. Dabei bezogen sich die Gedichte auf das Unternehmen sowie auch ein Angebot am jeweiligen Tag der Veröffentlichung. Die Videos erschienen im Rahmen des digitalen
Adventskalenders auf ingunzenhausen.de sowie auf der zugehörigen Facebook-Seite. Eingebettet ist das Konzept in das Projekt „Winterzeit“ der Stadt Gunzenhausen.

Gewinner in der Kategorie Stadtgröße 20.000 bis 50.000 Einwohner

Friedberg: Marktsonntage – Themen-feste feiern!

Nachdem das Interesse an der langen Tradition der Marktsonntage in Friedberg in den letzten Jahren abnahm und infolgedessen attraktive Markt- und Einzelhändler ausblieben, wurde das Konzept der Themen-feste eingeführt und 2019 erstmals umgesetzt. Im Rahmen dessen wurden die Feste mit unterschiedlichen Themen als Motto gefeiert, so z.B. das Blumen-, Früchte-, oder Kürbisfest. Primäres Ziel war dabei das Wiederbeleben der Marktsonntags-Tradition. Dazu trug das Engagement attraktiver Markthändler, die Öffnung zahlreicher ortsansässiger Einzelhändler und ein Verköstigungsangebot lokaler Gastronomen bei. Durch das Erreichen wieder höherer Besucherzahlen von bis zu 25.000 beim Kürbisfest wurde so dem drohenden Aus der Marktsonntag-Tradition entgegengewirkt.

Gewinner in der Kategorie Stadtgröße ab 50.000 Einwohner

Fürth: Ihr Fürther Markt – schnabulieren 2.0

Aus unterschiedlichen Gründen musste der alte Fürther Wochenmarkt vor dem Hauptbahnhof immer wieder den Standort wechseln. Das führte zu einem unsteten und kleinen Kundenstamm und Unzufriedenheit in Bevölkerung und Politik, starke Frequenz- und Attraktivitätsverluste waren zu verzeichnen. Durch das neue Konzept des „Fürther Markt – Schnabulieren 2.0“ mit neuen, mobilen Ständen und einer Auswahl an hochwertigen Anbietern wurde ein neuer Lebensmittelpunkt in Fürth geschaffen. Der Marktplatz beeinflusst das Gemeinwesen und die Lebensqualität nachhaltig positiv. Zudem bietet der Markt verstärkt regionale Produkte an und besitzt als besonderes Merkmal die
vielen Probierangebote an jedem Stand. Barrierefreie und beheizbare Aufenthaltsmodule an und zwischen den Ständen erhöhen zusätzlich die Aufenthaltsqualität.

Sonderpreise beim Stadtmarketingpreis Bayern

Gewinner in der Kategorie Sonderpreis „Corona-Projekte für Stadt und Handel

Ebermannstadt: EBSer Solidarität: T-Shirt/Tasche kaufen, damit Gutes tun und Danke sagen

Seit Ende April 2020 werden in lokal ansässigen Betrieben für Ebermannstadt spezifische T-Shirts und Einkaufstaschen aus fairem Handel und 100% Bio-Baumwolle verkauft. Die durch den Verkauf erlangten Einnahmen werden zusammengelegt und in Gutscheine bei lokalen Händlern investiert. So wird der Solidaritätsgedanke vor Ort unterstützt und das WIR-Gefühl am Standort gestärkt. Die gekauften Gutscheine werden anschließend unter den von der Bevölkerung gewählten „Corona-Helden“ verlost.

Schweinfurt: „Schweinfurt ist online“

Das Projekt „Schweinfurt ist online“ treibt in mehreren Schritten die Digitalisierung der Stadt voran. Durch verschiedenste Maßnahmen sollen die Angebote der lokalen Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister sichtbar gemacht und gebündelt werden. Die Gewerbebetreibenden sollen so ermutigt werden unkonventionelle, digitale Formate auszuprobieren und so deren Umsätze zu sichern. Zu den Maßnahmen des „Schweinfurt ist online“-Projektes zählen unter anderem ein same-day delivery-Service, der den Kommunen kostenfrei zur Verfügung steht, der Aufbau und die Unterstützung eines Gutscheinsystems, die Implementierung von Live-Stream-Angeboten des Einzelhandels und vieles mehr. Eine lokale Online-Einkaufsplattform befindet sich gerade in der Aufbauphase des laufenden Projektes.

Lesen Sie auch: Wie Einzelhändler kontaktloses Einkaufen in 4 Schritten umsetzen

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