Standortmarketing im Umbruch

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Standortmarketing im Umbruch

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Städte und Regionen in Deutschland müssen angesichts des demographischen Wandels und der durch das Internet ausgelösten Marketingrevolution ihr Standortmarkting neu aufsetzen. So lautet das Ergebnis einer Umfrage unter Wirtschaftsförderern, die die Berliner Kommunikationsagentur index durchgeführt hat. Neben das bisherige Hauptthema, durch Marketing die Ansiedlung neuer Unternehmen zu unterstützen, tritt neu die Aufgabe, Fachkräfte für die Region zu gewinnen oder dort zu halten. Gleichzeitig müssen die Wirtschaftsförderer die neuen digitalen Marketingkanäle bewerten und nutzen – hier geht es nur langsam voran. Immer noch ein Drittel der Befragten hat keine Website, fast zwei Drittel sind noch nicht in den Sozialen Medien aktiv. Es sind Zeiten des Umbruchs: Immerhin jeder Vierte gibt an, im nächsten Jahr eine Marketingmaßnahme anzugehen, die er noch nie umgesetzt hat.

Nur rund die Hälfte der von index befragten Wirtschaftsförderer gibt an, auf Basis einer aktuellen Standortmarketingstrategie zu arbeiten. „Angesichts des Wandels in den Zielen und Wegen von Standortmarketing drohen Wirtschaftsförderungen ohne aktuelle Strategie den Anschluss zu verpassen“, kommentiert Franziska Berge, Leiterin der Kommunikationsagentur index, die Situation. „Marketing ist seit rund zehn Jahren in einem radikalen Umbruch. Nur, wer sich kontinuierlich mit dem beschäftigt, was sich verändert und was an neuen Möglichkeiten entsteht, kann im Wettbewerb um Aufmerksamkeit bestehen und vor allem seine Kosten im Griff haben.“

Unternehmen und Fachkräfte im Fokus

Über 38 Prozent der Standortmarketing-Verantwortlichen nennen als erstes Ziel ihrer Arbeit die Förderung von Gewerbe- und Unternehmensansiedlungen. Gleichzeitig wollen fast 20 Prozent der Verantwortlichen den bevorstehenden oder bereits realen Fachkräftemangel an ihrem Standort ausgleichen. Gefragt, welche Zielgruppen sie 2014 mit ihren Maßnahmen im Standortmarketing ansprechen wollen, nennen über 53 Prozent Unternehmen, an zweiter Stelle folgen die Fachkräfte mit 34 Prozent. Als größte Herausforderung 2014 wird an erster Stelle das Thema „Fachkräfte“ genannt.

Gefragt, ob sie in 2014 eine Maßnahme im Marketing planen, die sie so noch nicht umgesetzt haben, antwortete immerhin jeder Vierte mit Ja. Bei diesen neuen Maßnahmen wurden am häufigsten Fachkräftekampagnen genannt, aber auch die Präsenz auf Jobmessen, die aktive Ansprache von Unternehmen und Messeauftritte allgemein.

 Die Umfrage

Die index-Expertenbefragung ermittelt jährlich Trends in der Kommunikation von Unternehmen, Initiativen und öffentlichen Einrichtungen. Alle Antworten werden anonym erhoben.An der Umfrage „Trends im Standortmarketing 2014“ haben sich im Herbst 2013 106 Experten im Bereich Standortmarketing und Wirtschaftsförderung beteiligt. Bei knapp einem Drittel – 31 Prozent – der Gemeinden und Städte, die teilgenommen haben, ist dieser Bereich in einer GmbH angesiedelt, in 25 Prozent der Fälle unterliegt das Standortmarketing der öffentlichen Verwaltung. 35 Prozent der Teilnehmer sind Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer, jeder fünfte teilnehmende Wirtschaftsförderer ist Abteilungsleiter. Außerdem gaben Referatsleiter, Sachgebietsleiter und Sachbearbeiter sowie Projektleiter, Prokuristen und Koordinatoren Auskunft.

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