Starke Kundenauthentifizierung: Was Onlinehändler und Dienstleister jetzt wissen müssen

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Starke Kundenauthentifizierung: Was Onlinehändler und Dienstleister jetzt wissen müssen

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Ab dem 1. Januar 2021 ist die sogenannte starke Kundenauthentifizierung beim Online-Einkauf in ganz Europa Pflicht. Die Grundlage dafür bildet die EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2, die darauf abzielt, die Verbraucherrechte zu verbessern und Online-Betrug in ganz Europa zu reduzieren.
Starke Kundenauthentifizierung Bezahlmethoden EVO Payments

Quelle: Denys Prykhodov/Shutterstock

  • Nachdem die Übergangsfrist abgelaufen ist, gilt ab Januar 2021 gilt die starke Kundenauthentifizierung (SCA) in ganz Europa im E-Commerce
  • Technische Voraussetzungen müssen spätestens jetzt von Onlinehändlern und Online-Dienstleistern geschaffen werden
  • Mehrheit der Webshops ist noch nicht bereit – Zahlungsausfälle drohen bei Nichtbeachtung

Gemäß der EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 müssen ab Januar 2021 im E-Commerce Zahlungen mit zwei Faktoren bestätigt werden – bislang reichte beispielweise die Nummer der Kreditkarte. E-Commerce-Händler und -Dienstleister, die Zahlungen nicht über eine starke Kundenauthentifizierung (Strong Customer Authentication, SCA) verifizieren lassen, riskieren ab dem neuen Jahr, dass die Zahlung von der Bank des Kunden abgelehnt wird.

Die Anforderung an die starke Kundenauthentifizierung trat bereits im September 2019 in Kraft. Die Anwendung dieser neuen Anforderung ist noch bis zum 31. Dezember 2020 ausgesetzt, da viele Onlineshops zunächst die technischen Voraussetzungen schaffen mussten. Diese Übergangsfrist für die Einführung der SCA wird Ende dieses Jahres ablaufen.

Starke Kundenauthentifizierung: Anforderungen der Europäischen Bankenaufsicht

Es liegen keine genauen Zahlen darüber vor, wie viele Onlinehändler und -Dienstleister noch nicht bereit sind, die Anforderungen der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) zu erfüllen. Schätzungen von Marktbeobachtern zufolge hat hier derzeit noch die Mehrheit einen Nachholbedarf. Zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten und Marktsegmenten unterscheiden sich die Zahlen jedoch teilweise deutlich.

„Die Online-Händler müssen sich jetzt dringend darum kümmern, dass ihr Webshop die zwei-Faktor-Authentifizierung abbilden kann“, erklärt Jarno-Alexander Stuth, Vice President Large & Key Accounts Hospitality bei Concardis. „Grundsätzlich gibt es auch Ausnahmen für die Regelung, beispielsweise für wiederkehrende Zahlungen oder Kleinstbeträge – das kann zusätzlich verwirren. Der Payment-Dienstleister kann hier am besten beraten, wie die neuen Anforderungen korrekt für den jeweiligen Webshop umgesetzt werden können.“

Starke Kundenauthentifizierung: Zwei Faktoren zur Freigabe

Die Richtlinie sieht vor, dass neben der üblichen Freigabe von Zahlungen, beispielsweise mit Passwort oder PIN, künftig ein zweiter Faktor zur Bestätigung erfüllt werden muss. Das 2-Faktor-Verfahren ist vielen Kontoinhabern bereits aus dem Login der Hausbank in ihr Online-Banking bekannt. Bei einigen Online-Shops wird beispielsweise bereits heute nach Eingabe des Passworts eine SMS mit einer Zahlenkombination zugeschickt, die zusätzlich eingegeben werden muss.

Ein zweiter Faktor im Sinne der starken Kundenauthentifizierung kann zum Beispiel über biometrische Verfahren, wie beispielsweise die Authentifizierung mithilfe eines Fingerprints am Smartphone, durch die Bank beim Karteninhaber eingefordert werden. Die großen Kreditkartenorganisationen haben für dieses neue Verfahren eigens ein neues Protokoll etabliert, das sogenannte EMV 3D-Secure-Verfahren.

Es sind keine höheren Abbruchquoten zu befürchten

„Wir haben unsere Händler seit in Kraft treten der Richtlinie 2019 kontinuierlich über die neuen Anforderungen aufgeklärt. Unsere Online-Payment-Lösung bringt bereits alle notwendigen technischen Anforderungen mit. Wer die Lösung nutzt, ist damit auch auf der sicheren Seite für den Jahreswechsel“, erläutert Stuth. Viele Online-Händler haben Sorge, dass die Abbruchquote beim Check-out höher sein wird, wenn Konsumenten noch einen zusätzlichen Schritt gehen müssen, um die Zahlung freizugeben. Das kann in den ersten Wochen durchaus der Fall sein.

Stuth gibt jedoch Entwarnung: „Die Richtlinie ist verbindlich für alle im E-Commerce in Europa. Dadurch werden sich die Kunden sehr schnell daran gewöhnen und ganz selbstverständlich erst ein Passwort eingeben und die Zahlung beispielsweise per Smartphone bestätigen.“ Das gebe Händlern und Konsumenten ein hohes Maß an Sicherheit und damit auch zusätzliches Vertrauen in Online-Geschäfte. Das werde sich mittelfristig auszahlen, ist Stuth überzeugt.

Concardis ist Anbieter digitaler Bezahllösungen und gehört zur Nets Group, einem Zahlungsdienstleister in Nordeuropa. Zu den Produkten und Services gehören Bezahllösungen am stationären Point of Sale, flexibel anpassbare Lösungen für den E- und M-Commerce und Zusatzleistungen mit Mehrwert. (sg)

Lesen Sie auch: Warum vielfältige Zahlungsmethoden so wichtig für den Handel sind

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