Start-up nutzt Pinterest als Marketingplattform

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Gusti Leder ist ein Lederwaren-Händler aus Rostock, der 2007 als Start-up gegründet wurde. Das Sortiment umfasst nicht nur Rucksäcke und Taschen jeglicher Art, sondern auch Büroutensilien, Fahrradzubehör und weitere Nischenprodukte. Bei der Produktion setzt das Unternehmen  auf Nachhaltigkeit, Individualität und Transparenz. Mit diesen Schwerpunkten ist es auf diversen Social-Media-Plattformen vertreten.

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Seit November 2015 sind wir auf Pinterest aktiv, um dort unsere Produkte vorzustellen. Für unser kleines Start-up mit noch relativ unbekannten Produkten ist es enorm wichtig, uns auf Pinterest zu zeigen. Dort können wir die Customer Journey aktiv und günstig beeinflussen und halten dadurch den Preis der Produkte möglichst gering.

Anfangs war zu testen, wie unsere Produkte auf Pinterest ankommen und wie wir am besten mit der Community agieren. Mittlerweile stellen wir fest, dass Produktmarketing und Branding gut funktionieren.

Zu Beginn mussten wir uns die Frage stellen, was wirklich auf einer Plattform wie Pinterest gesucht wird. Jeder hat ein eigenes Nutzungsverhalten, was bedeutet, dass bestimmte Personen beispielsweise an Do it Yourselfs interessiert sind. Hierzu braucht es nicht nur ein Foto, sondern eine Art Foto-Story, die die einzelnen Schritte dokumentiert. Andere sind eher auf der Suche nach Fashion-Inspirationen.

 

 

Für diesen Zweck können wir unsere Instagram-Bilder verwenden. Insgesamt muss es eine breit angelegte Strategie geben, sodass die Nutzer unsere Bilder repinnen und liken. Dabei ist unser Ziel, innovativ und transparent zu bleiben und auf teure Marketing-Kampagnen zu verzichten. Ausschlaggebend ist für uns die Kommentarfunktion: Sobald ein User eines unserer Bilder gepinnt hat, wird es von einem unserer Mitarbeiter kommentiert. Dadurch fördern wir den Dialog und machen auf uns aufmerksam.

„Wir sehen Pinterest als Suchmaschine für ästhetische Bilder“

Dabei wollen wir unter den ersten Treffern erscheinen, wenn nach Lederwaren gesucht wird. Um das zu erreichen, ist es essentiell, den Bildern eine geeignete Überschrift zu geben und den Text mit genügend Keywords zu versehen. Außerdem soll der Nutzer nicht mit einer Flut von Bildern überfordert werden. Dafür greifen wir auf das Programm Tailwind zurück, was für Small Businesses wie uns erschwinglich ist. Mit dem Programm können wir vorausplanen, wann welche Bilder auf welcher Pinnwand gepinnt werden.

Als kleines Start-up ist es außerdem wichtig, mit anderen Unternehmen zu kooperieren, um die Reichweite zu erhöhen. Durch die Kooperation werden Nutzer auf uns aufmerksam, die uns zuvor nicht kannten. Um dies zu tun, teilen wir uns Pinnwände mit anderen und erweitern dabei den Kreis der Follower auf mehrere Tausend. Generell wollen wir uns erst einmal auf den deutschen Markt fokussieren, da ein erfolgreiches Bespielen des Kanals viel Zeit und somit Personalkapazität in Anspruch nimmt.
Außerdem haben wir festgestellt, dass Pinterest auch die interne Arbeit erleichtert. Durch die exakten Beschreibungen hat beispielsweise unser Marketing-Team den Vorteil einer schnellen und einfachen Suche auf dieser Plattform.

Wir sehen unsere künftigen Chancen besonders in der Einführung des Buy-Buttons, der in den USA bereits verfügbar ist. Dadurch haben User über Pinterest die Möglichkeit, unseren Online-Shop zu besuchen und sehen die Preise der Produkte. Ob wir diese Funktion letztendlich nutzen, werden wir nach einer entsprechenden Testphase entscheiden. Klar ist allerdings, dass durch die Aufmachung dieser Plattform eine nachhaltige Community entsteht, die tatsächlich an unseren Produkten und deren Aufmachung interessiert ist. Dazu gehört auch, dass wir offenlegen, wo das Produkt hergestellt wird, von welchem Tier es kommt und wie gegerbt wird. Eine entsprechende Pinnwand mit diesen Informationen ist ebenfalls auf Pinterest zu finden. Damit wollen wir unsere Transparenz fördern und den Dialog mit der Community unterstützen.

Autor: Christian Pietsch ist diplomierter Volkswirt sowie Geschäftsführer und Gründer des Unternehmens „Gusti Leder“. Während seines Studiums reiste er durch Indien und Marokko,  wo er mit der Lederverarbeitung in Berührung kam und seine Geschäftsidee entstand. Seit 2010 vertreibt und bewirbt er seine Produkte direkt übers Internet. Sein Unternehmen lebt von innovativen Ideen und Nischenprodukten. Er selbst sagt, er wolle nicht der größte Lederhändler werden, sondern der beste.

(jm)

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