Start-ups setzen auf Kooperation mit Konzernen

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Die große Mehrheit der deutschen Start-ups arbeitet mit etablierten Unternehmen zusammen – und bewertet die Kooperation als positiv, wie eine neue Befragung des Bitkom ergeben hat. 60 Prozent geben an, dass sie gemeinsam mit etablierten Unternehmen neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln. 46 Prozent kooperieren auf andere Art und Weise, etwa bei Gründerwettbewerben. Allerdings beklagt jedes vierte Start-up die Arroganz der Etablierten.

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Die große Mehrheit der deutschen Start-ups arbeitet mit etablierten Unternehmen zusammen – und bewertet die Kooperation als positiv, wie eine neue Befragung des Bitkom ergeben hat. 60 Prozent geben an, dass sie gemeinsam mit etablierten Unternehmen neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln. 46 Prozent kooperieren auf andere Art und Weise, etwa bei Gründerwettbewerben. Jedes vierte Start-up beklagt aber auch die Arroganz der Etablierten.

17 Prozent der Befragten erklärten, dass Unternehmen finanziell an dem eigenen Start-up beteiligt sind. 16 Prozent der Start-ups arbeiten allerdings gar nicht mit etablierten Unternehmen zusammen. Das ist das Ergebnis einer Befragung von mehr als 300 Start-ups im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. “Die Kooperation zwischen Start-ups und Mittelständlern sowie Großunternehmen ist nicht nur die beste Startup-Förderung, sie bringt auch die Digitalisierung in Deutschland voran”, erklärt Achim Berg, Präsident des Bitkom. “Wir sehen, dass etablierte deutsche Unternehmen derzeit noch auf den Weltmärkten führend sind, sich aber schwer tun mit dem Einsatz neuer Technologien wie Künstliche Intelligenz oder Blockchain. In diesen Bereichen haben viele Start-ups ihre Expertise, dafür fehlt ihnen häufig der Marktzugang. Von einer Zusammenarbeit profitieren beide Seiten und die gesamte Wirtschaft.”

Start-ups beklagen fehlendes Interesse etablierter Unternehmen

Start-ups, die nicht mit etablierten Unternehmen zusammenarbeiten, geben dafür als häufigsten Grund an, dass die Etablierten kein Interesse an einer solchen Zusammenarbeit hätten (38 Prozent). Nur etwas weniger Start-ups (34 Prozent) sagen, dass sie auf Kooperationen verzichten, weil sie selbst unabhängig bleiben wollen. Ebenfalls häufige Gründe sind ein fehlendes konkretes Projekt (30 Prozent), fehlender Kontakt zu etablierten Unternehmen (28 Prozent) und dass ein Startup keinen Mehrwert in einer Kooperation sieht (24 Prozent). Nur acht Prozent der Befragten erklären, dass es dafür kein Budget gebe oder die Zeit fehle.

Kooperationen bringen neue Kunden und bessere Produkte

Start-ups, die mit etablierten Unternehmen kooperieren, sind damit überwiegend zufrieden. So erklären 81 Prozent, dass die Erfahrungen der Zusammenarbeit insgesamt positiv sind. Darüber hinaus geben drei von fünf Befragten an, dass neue Kunden gewonnen oder Märkte erschlossen werden konnten. 52 Prozent der Befragten hat das eigene Produkt verbessert. 43 Prozent der Start-ups betonen, dass die Partner sich aufgrund unterschiedlicher Stärken und Schwächen sehr gut ergänzt, 37 Prozent erklärt, dass das Start-up seine fachliche und technologische Expertise verbessern konnte.

Allerdings wird auch deutliche Kritik geäußert. So beklagt jede zweite junge Firma, das mit Etablierten kooperiert (53 Prozent), dass die Prozesse bei den Partnern viel zu langsam und aufwändig waren. 29 Prozent sind der Meinung, dass die etablierten Unternehmen von der Kooperation mehr profitiert hätten als sie selbst. Und 23 Prozent haben die etablierten Unternehmen als arrogant gegenüber Start-ups empfunden.

Managern fehlt häufig die Zeit für Start-ups

Start-ups stehen damit einer Zusammenarbeit deutlich aufgeschlossener gegenüber als umgekehrt die etablierten Unternehmen. So haben in einer Bitkom-Befragung im Frühjahr zwei Drittel der Unternehmen mit 20 oder mehr Mitarbeitern angegeben, nicht mit Start-ups zu kooperieren. 53 Prozent nannte als Grund fehlende Zeit, ähnlich viele hatten dafür kein geeignetes Projekt (56 Prozent) oder sahen in einer Kooperation keinen Mehrwert (59 Prozent). 24 Prozent erklärte, kein Budget für eine solche Kooperation zu haben. Hauptgrund für fehlende Kooperationen war für 73 Prozent der etablierten Unternehmen der fehlende Kontakt zu Start-ups.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 321 IT- und Internet-Start-ups in Deutschland befragt. Die Fragestellungen lauteten “Wie würdet ihr euer Verhältnis zu etablierten Unternehmen beschreiben?”, “Warum arbeitet euer Startup nicht mit etablierten Unternehmen zusammen?”, “Welche der folgenden Erfahrungen habt ihr bei der Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen gemacht?” und “Wie sind eure Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen insgesamt?” (sg)

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