Stellungnahme zum Start der De-Mail im Frühjahr 2012

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Stellungnahme zum Start der De-Mail im Frühjahr 2012

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print
de-mail

Laut Berichterstattung der FAZ vom 4. Dezember 2011 („Konkurrenz für den E-Postbrief“) wollen die Deutsche Telekom sowie United Internet und Mentana Claimsoft im Frühjahr 2012 mit der De-Mail auf den Markt gehen. De-Mail soll, so in dem FAZ-Bericht, eine sichere Kommunikation im Internet garantieren.


Die regify-Gruppe, internationaler Anbieter für die vertrauliche und verbindliche E-Mail-Kommunikation und digitale Post, sieht bei der De-Mail weiterhin große Defizite. Zumal Anbieter wie regify bereits Lösungen entwickelt haben, die solche Schwachstellen gar nicht erst aufweisen. Defizite sieht regify hauptsächlich bei folgenden Aspekten:


1. Keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung


Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung findet bei der Nutzung der De-Mail nicht statt. Die Nachrichten werden zur Überprüfung von Viren und zur Prüfung, ob es sich um eine SMTP-Mail handelt, kurzfristig entschlüsselt. Während dieses Vorgangs sind die Nachrichten einem erhöhten Risiko des Angriffes durch unbefugte Dritte ausgesetzt. Ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist das Briefgeheimnis nicht gewahrt, denn De-Mail-Provider öffnen mit dem vorgesehenen De-Mail-Verfahren jede einzelne vertrauliche Nachricht. Viele Nutzer könnten alleine aus Gründen des Datenschutzes De-Mail nicht verwenden.


2. Neue E-Mail-Adresse notwendig


Dass Nutzer der De-Mail geschützte E-Mail-Adressen mit einem besonderen Domänennamen erhalten, erscheint auf den ersten Blick logisch, ist es aber nicht. Alle potenziellen De-Mail-Nutzer haben sich über die Jahre hinweg eine E-Mail-Infrastruktur aufgebaut und diejenigen E-Mail-Adressen eingerichtet, die für ihre geschäftlichen, behördlichen und auch privaten Zwecke am besten geeignet sind. Bei der De-Mail müssen die Nutzer ihre bewährte Struktur verlassen und stattdessen eine rein deutsche, komplett neue E-Mail-Infrastruktur aufbauen. Und das, obwohl sich die bestehende E-Mail-Infrastruktur über ein Vierteljahrhundert hinweg bestens bewährt hat.


3. De-Mail ist eine rein deutsche Insellösung


De-Mail deckt nicht die Bedürfnisse einer Exportnation wie Deutschland ab. Wir sind auf eine vertrauliche und verbindliche digitale Kommunikation über Deutschland hinaus angewiesen. Die Akzeptanz der De-Mail ist international nicht gegeben. Es ist nicht zu erwarten, dass Unternehmen parallel eine internationale Lösung und zusätzlich eine rein deutsche De-Mail-Lösung einsetzen werden.


4. De-Mail ist ein „Closed Shop“


Durch den Zwang, eine neue E-Mail-Adresse haben zu müssen, sind klassische E-Mail-Provider beim Zuschlag als De-Mail-Provider klar im Vorteil. Das führt zu einem De-Mail-Oligopol mit in der Folge gravierenden Nachteilen bei der Preisgestaltung in einem nicht wirklich vorhandenen Wettbewerbsmarkt.


5. De-Mail ermöglicht kein mobiles Arbeiten


Als vertrauliche und verbindliche elektronische Kommunikation kann die De-Mail Stand heute nicht auf mobilen Endgeräten genutzt. Diese werden aber in der Geschäfts- und privaten Welt immer wichtiger, auch für den Austausch sensibler schützenswerter Daten.


 


Weitere Infos: www.regify.com  und www.vocato.com


 

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Werbung

Tragen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich ein, um keinen Artikel mehr zu verpassen!

* Jederzeit kündbar

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.