StepStone-Erhebung zeigt Arbeitsmarktchancen während der Rezession

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Durch den richtigen Einsatz ihrer Fähigkeiten können Arbeitnehmer trotz der gegenwärtigen Rezession ihren Job sichern und sogar ihre Karriere vorantreiben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen demographischen Untersuchung Online Jobbörse StepStone für die 5.000 Fach- und Führungskräfte befragt wurden.

Im Rahmen des EIU Reports (März 2009) hatte StepStone festgestellt, dass ein Groß;teil der Unternehmen in der Krise antizyklisch einstellen wollen. Hintergrund: Internationale Unternehmen stehen in der wirtschaftlichen Krise unter enormen Druck. Einerseits geben sie Entlassungen bekannt, während sie auf der anderen Seite aber weiter um wichtige Fachkräfte konkurrieren. Mit der nun darauf aufbauenden Erhebung untersucht StepStone nun die Einstellung der anderen Seite: die der Fachkräfte.

Als Ergebnis dieser demografischen Studie wurden fünf Job-Typen ermittelt, die sich vor allem durch ihre Einstellung zur Arbeit unterscheiden:

Schatzjäger: Hier handelt es sich in erster Linie um die jüngsten Mitarbeiter eines Unternehmens. Für Schatzjäger steht das Geld am stärksten im Vordergrund. 64 Prozent von ihnen sind bereit, länger zu arbeiten, um ihr Einkommen zu steigern. Fast ein Viertel (23 Prozent) sehen sich in drei Jahren in einem anderen Karrierestatus.

Gipfelstürmer: 65 Prozent der Gipfelstürmer leisten unbezahlte Überstunden. Diese Gruppe von Arbeitnehmern ist extrem ehrgeizig und legt mehr Wert auf eine berufliche Beförderung als jede andere Gruppe. Wenn sie bei ihrem aktuellen Arbeitgeber Anerkennung vermissen, sind sie schnell wechselbereit.

Brötchenverdiener: Flexible Arbeitszeiten sind Top für Brötchenverdiener. Keine andere Gruppe ist daran mehr interessiert. Dafür sind sie auch bereit Opfer zu bringen: 73 Prozent der Brötchenverdiener arbeiten unbezahlt mehr als vertraglich vereinbart – so viel wie keine andere Gruppe.

Lebensgenieß;er: Wie der Name bereits vorweg nimmt, sind Lebensgenieß;er primär an einer ausgewogenen Work-Life-Balance interessiert. Dabei ist ihnen Flexibilität genauso wichtig wie Geld. Allerdings spielt für jeden fünften in dieser Gruppe die eigene Karriere trotzdem eine groß;e Rolle: 21 Prozent sehen sich in drei bis fünf Jahren in einer höheren Position.

Unabhängige Routiniers: Unabhängige Routiniers gehen dem Ende ihres Arbeitslebens entgegen. Daher ist Geld für sie nicht der primäre Antrieb, ihre Karriere weiterhin voranzutreiben. 35 Prozent dieser Gruppe geben an, den größ;ten Teil ihrer Arbeit auß;erhalb des Büros zu erledigen. Hier bevorzugen sie eine Tätigkeit im Home Office.

“Für Unternehmen ist es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gut, zu wissen, wie bestehende Mitarbeiter aber auch neue Kandidaten ihre eigene Karriere einschätzen. Eine Kategorisierung, die auf Basis einer demographischen Erhebung entstanden ist, kann dabei sicher helfen”, so Wolfgang Bruhn, Vorstand der StepStone Deutschland AG. “Ein wichtiges Ergebnis dabei: Flexibilität und Work-Life-Balance spielen gerade bei berufserfahrenen Fachkräften eine groß;e Rolle. Diesen Wissensvorsprung sollten Unternehmen nutzen, um begehrte Fachkräfte an sich binden.”

Was bedeutet das für Arbeitnehmer, die derzeit fürchten, ihren Job zu verlieren? Auf Basis der Umfrageergebnisse hat StepStone fünf Tipps zusammengestellt, die dabei helfen können die Karriere voran zu bringen – auch und gerade jetzt.

1. Flexibilität zeigen – denn: 36 Prozent der internationalen Arbeitgeber möchten die Arbeitszeit flexibler gestalten, um Geld zu sparen. Dies bedeutet groß;e Karriere-Chancen für Lebensgenieß;er und Unabhängige Routiniers.

2. Eine internationale Karriere anstreben – denn: 36 Prozent der internationalen Unternehmen möchten Mitarbeiter ins Ausland versetzen, um sie nicht komplett zu verlieren. Dies bedeutet groß;e Karriere-Chancen für Schatzjäger und Gipfelstürmer.

3. Den Willen zur Weiterbildung zeigen – denn: Beinahe 60 Prozent der Arbeitnehmer wollen Ihre Wissenslücken in diesem Jahr füllen und planen nicht, die Firma zu wechseln. Dies birgt groß;e Chancen für Gipfelstürmer, die sowieso an diesen Themen interessiert sind. Zudem: Um bestehende Mitarbeiter zu halten, setzen viele Unternehmen derzeit auf eine Verbesserung ihrer Weiterbildungsangebote (47 Prozent) sowie auf den Ausbau der internen Aufstiegsmöglichkeiten (58 Prozent).

4. Über den Tellerrand schauen – denn: Auch für den Fall, dass der eigene Job in Gefahr ist, gilt es, gezielt auf Stellenangebote von Mitbewerbern des bisherigen Arbeitgebers zu achten. Hintergrund: 27 Prozent der Unternehmen sagen, dass Sie gezielt nach entlassenen Mitarbeitern der Konkurrenz suchen.

5. Kompromisse eingehen – denn: 40 Prozent der Arbeitnehmer erwarten derzeit geringe Gehaltserhöhungen, 23 Prozent rechnen mit gar keiner Erhöhung ihrer Bezüge. Stattdessen sollten Mitarbeiter flexible Arbeitszeiten oder Weiterbildungen in ihren Mitarbeitergesprächen einfordern. Hier werden sie bei vielen unternehmen derzeit auf offene Ohren stoß;en.

Info: www.stepstone.de

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