11.01.2024 – Kategorie: Marketing, eCommerce

Strategien für erfolgreiches E-Commerce in verschiedenen Branchen

E-Commerce-StrategieQuelle: Marc Mueller/ Pexels

E-Commerce ist für viele Unternehmen zu einem wichtigen Geschäftsfeld geworden. Der überregionale Verkauf ist 24 Stunden möglich und bringt somit ein enormes Potenzial mit sich. Um dieses Potenzial optimal ausschöpfen zu können, benötigen Unternehmen die passende E-Commerce-Strategie.

Ohne E-Commerce-Strategie wird das Potenzial nicht ausgeschöpft

Nahezu jedes Unternehmen sollte in der heutigen Zeit eine E-Commerce-Strategie entwickeln und verfolgen. Die meisten Branchen werden zunehmend digitaler. Ob im B2B- oder B2C-Bereich – viele Abnehmer bestellen ihre Produkte online. Zudem bietet der E-Commerce die Möglichkeit, Kunden auf der ganzen Welt anzusprechen. Das eigene Produkt lässt sich ohne großen finanziellen Aufwand auf der ganzen Welt vertreiben. Zudem gibt es beim Onlineshopping auch keine zeitlichen Einschränkungen mehr. Von Montag bis Sonntag kann zu jeder Zeit bestellt werden.

Ohne passende E-Commerce-Strategie wird ein enormes Potenzial gar nicht erst ausgeschöpft. Der E-Commerce-Sektor ist aber auch hart umkämpft. Die Konkurrenz ist riesig. Ohne eine entsprechende Strategie versinkt das eigene Unternehmen dadurch schnell in der Masse. Um langfristig erfolgreich sein zu können, müssen Trends möglichst früh erkannt und umgesetzt werden. So erarbeiten sich Unternehmen einen gewissen Wettbewerbsvorteil und können ihre Markenbekanntschaft steigern.

E-Commerce-Strategie: Mit günstigen Produkten den Markt erschließen

Viele Verbraucher achten beim Einkaufen auf den Preis. Daher sind günstige Produkte eine altbewährte E-Commerce-Strategie. Ob Kleidung, Möbel oder Schmuck. In nahezu jedem Marktsegment lässt sich ein Preiskampf starten. Bei der aggressiven Strategie versuchen Unternehmen, ihre Konkurrenz über günstige Angebote auszustechen. Über die günstigen Preise kann es dann langfristig zu einer Kundenbindung kommen. Hier steht vor allem der Kaufrhythmus im Vordergrund. Günstige Produkte müssen oft verkauft werden, damit sich der niedrige Preis rentiert. Vor allem für neue Unternehmen auf dem Markt bedeutet das zu Beginn einige Verluste.

Mit einem Kurzkredit zur Überbrückung lässt sich die E-Commerce-Strategie aber problemlos in die Tat umsetzen. Wichtig ist, vorab eine entsprechende Risikobewertung durchzuführen und die Mitbewerber sowie das Marktvolumen möglichst genau zu kennen. Der Preiskampf bringt natürlich auch immer ein bestimmtes Problem mit sich. Die Konkurrenz kann die Preise ebenfalls senken und somit wäre der eigene USP schnell zerschlagen.

Strategie der Qualitätsführerschaft: Hochwertige Produkte als USP

Eine erfolgversprechende E-Commerce-Strategie stellt die Qualität in den Mittelpunkt. Hochwertige Produkte können zu höheren Preisen verkauft werden. Dadurch steigt die Rendite pro Stück und der Verkaufsdruck sinkt. Durch hohe Qualität können Kunden zudem langfristig an das Unternehmen gebunden werden. Wer online hochwertige Produkte kauft und die versprochene Qualität erhält, bleibt der Marke in der Regel treu. Um die Strategie der Qualitätsführerschaft erlangen zu können, muss eine intensive Marktsegmentierung erfolgen. Denn in der Regel gibt es in nahezu allen Branchen bereits etablierte Marken, die für hohe Qualität stehen. Besonders gute Chancen hat hier nach wie vor der Lebensmittelsektor. Immer mehr Menschen setzen auf eine bewusste Ernährung und sind bereit, dafür einen hohen Preis zu bezahlen.

Regionale und saisonale Produkte lassen sich über einen Onlineshop vertreiben und können so zum wahren Verkaufsschlager werden. Dabei kommt es vor allem auf das richtige Marketing an. Die Verpackung spielt bei Lebensmitteln nämlich eine besonders große Rolle. Hier darf gerne bunt und kreativ gedacht werden. Wenn die Verpackung modern wirkt, würden Kunden eher einen höheren Preis bezahlen. Auch faire Produktion kann aggressiv beworben werden. Für Schokolade, Milchprodukte und Co. kann dann ein deutlicher Preisaufschlag erfolgen. Wichtig ist natürlich, dass Unternehmen zu ihrem Wort stehen. Viele Verbraucher hinterfragen die Werbebotschaften. Falsche Informationen oder Halbwahrheiten können dann schnell zum Boykott führen.

Enormer Konkurrenzkampf im E-Commerce-Segment

Die schier endlosen Chancen im E-Commerce bringen auch einen ganz großen Nachteil mit sich. Schier endlos ist nämlich auch die Konkurrenz. Neben den Versandhandelsriesen gibt es auch in den verschiedensten Nischen bereits etablierte Unternehmen. Den Kopf in den Sand zu stecken, macht aber keinen Sinn. Stattdessen gilt es, sich mit cleverem Marketing eine gewisse Sichtbarkeit und Reichweite zu verschaffen. Dabei stehen vor allem die Professionalität und das Kundenerlebnis im Vordergrund. Ohne professionellen Webauftritt geht heutzutage nichts mehr. Die Webseite und der Onlineshop müssen technisch und optisch auf dem neuesten Stand sein. Der gesamte Kaufprozess muss reibungslos ablaufen. Bereits ein kleiner Fehler kann den Kunden zur Konkurrenz treiben. Auch optisch muss die Webseite ein einheitliches Konzept verfolgen. Dabei gibt es zahlreiche Trends, von überladenen Inhalten bis hin zum Glasmorphismus.

Influencer-Marketing: Soziale Medien als Werbeplattform nutzen

90 Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind zumindest bei einer Social-Media-Plattform registriert. Weltweit ist immerhin mehr als die Hälfte aller Menschen auf Facebook, Instagram, TikTok und Co. vertreten. Nirgendwo sonst können Unternehmen ihre Zielgruppe leichter ansprechen. Das Social-Media-Marketing ist zu einer der wichtigsten Aspekte in der ganzheitlichen E-Commerce-Strategie herangereift. Kurze Videos auf TikTok, inszenierte Bilder auf Instagram und professionelle Beiträge auf LinkedIn. Die Bandbreite an Werbemaßnahmen ist enorm. Besonders vielversprechend ist das Influencer-Marketing.

Vor allem Start-ups und junge Unternehmen im E-Commerce profitieren von der Zusammenarbeit mit Social-Media-Stars. Die Werbung muss zwar gekennzeichnet werden, wird aber oft nicht direkt als Marketing empfunden. Vielmehr werden vorgestellte Produkte, Kleidung und Co. als Empfehlung oder Tipp wahrgenommen. Im Vergleich zu anderen Werbeformen funktioniert Influencer-Marketing auf Anhieb und ist noch dazu eher günstig. Für eine ganzheitliche E-Commerce-Strategie sollten Unternehmen aber auch eigene Kanäle auf den verschiedensten Social-Media-Plattformen betreiben. So können News geteilt, die Community angesprochen und Mitarbeiter vorgestellt werden. Dadurch wird ein Unternehmen greifbarer und sichtbarer.

Mobil denken: Alles muss für das Smartphone optimiert sein

Das Smartphone ist unser täglicher Begleiter. Auch beim Onlineshopping ist das Handy die erste Wahl. Rund 70 Prozent der Deutschen nutzen das Smartphone am häufigsten, um im Internet zu bestellen. Für die E-Commerce-Strategie müssen daher alle Inhalte auf die mobile Nutzung abgestimmt sein. Ansonsten wird das Kundenerlebnis getrübt. Zudem bekommen potenzielle Käufer den Eindruck, dass das Unternehmen nicht seriös ist. Mobile Commerce spielt in einer ganzheitlichen Strategie eine zentrale Rolle. Wer auf die Mobile-Nutzer vergisst, lässt eine riesige Zielgruppe ziehen. Ohne M-Commerce können rund drei Viertel der Einnahmen wegbrechen.

Die „Onlineshop to go“ muss also im Zentrum der Verkaufsbemühungen stehen. Dabei muss der eigene Onlineshop leicht zu navigieren und für die Touchscreen-Nutzung optimiert sein. Ohne responsives Webdesign geht hier oft nichts mehr. Großes Vorbild sollten dabei stets die führenden Versandhändler sein. Der Internetauftritt ist dabei auf ein reibungsloses Nutzerverhältnis ausgelegt. Da auch hier die Konkurrenz groß ist, können Fehler einschneidende Folgen haben. Das gilt vor allem dann, wenn die Webseite nicht lädt oder es zu Problemen bei der Bezahlung kommt.

Sichtbarkeit im Kampf gegen Versandhandelsriesen: Mit SEO zum Erfolg

Wenn man an E-Commerce denkt, denkt man unweigerlich auch an Amazon. Die Versandhandels-Plattform ist weltweiter Marktführer. Unweigerlich führt das zu Vergleichen mit den eigenen Bemühungen im World Wide Web. Mit Amazon und Co. in Konkurrenz zu treten, ist dabei nicht wirklich zielführend. Vielmehr geht es darum, sich erfolgreich in einer Nische zu positionieren oder Versandhandelsplattformen für die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen. Ein wichtiger Teil der E-Commerce-Strategie ist die Suchmaschinenoptimierung. So werden potenzielle Kunden über bestimmte Keywords auf die eigene Webseite gelotst. Dabei lassen sich Anzeigen für schnelle Top-Positionierung schalten. Für nachhaltige Sichtbarkeit über Google und Co. braucht es jedoch eine organische Optimierung. Dabei wird die Zielgruppe und deren Suchverhalten analysiert.

Neben den Inhalten an sich, muss meist auch eine technische Anpassung der Webseite erfolgen. Da die Algorithmen der Suchmaschine komplex sind, sollte die Suchmaschinenoptimierung stets vom Profi durchgeführt werden. Über die jeweilige Nische können Unternehmen dann eine Position als Marktführer einnehmen. Denn das Potenzial von E-Commerce ist auch heute noch längst nicht ausgeschöpft. In den kommenden Jahren wird hier auch der B2B-Bereich noch einmal einen intensiven Aufschwung erfahren. Mit der Industrie 4.0 wartet hier eine umfassende Digitalisierung und Automatisierung. Damit wird E-Commerce auch in diesem Sektor enorm vorangetrieben.

E-Commerce-Strategie
SEO-Maßnahmen sind Teil der erfolgreichen Online-Marketing-Strategie. (Bild: Pixabay/Pexels)

E-Commerce-Strategie: Mit Dropshipping zum großen Geld?

Das Dropshipping ist eine spezielle Variante im E-Commerce. Dabei werden Produkte auf Versandhandelsplattformen oder in eigenen Onlineshops angeboten. Die Ware wird dabei aber nicht selbst produziert und befindet sich auch nicht auf Lager. Der Händler dient dabei nur als Vermittler zwischen Privatkunden und Großhandel oder Produzenten. Geht eine Bestellung ein, wird diese weitergeleitet. Der Großhändler oder Produzent bearbeitet die Bestellung und versendet die Ware direkt an den Endkunden. Die finanziellen Risiken beim Dropshipping sind gering. Denn Produkte müssen weder produziert noch vorab eingekauft und gelagert werden. Vor allem Quereinsteiger nutzen diese Möglichkeit, um im E-Commerce Fuß zu fassen. Besonders geeignet für das Dropshipping sind Konsumgüter, Mode und Kosmetik und Unterhaltungsartikel. Natürlich ist es auch beim Dropshipping erforderlich, ein Gewerbe anzumelden. Zudem warten hier aufgrund der komplizierten Geschäftsbeziehung einige Steuerfallen. Vor allem Quereinsteiger sollten sich genau mit dem Thema vertraut machen, um im laufenden Betrieb keine bösen Überraschungen zu erleben.

Ausblick: Wie sich der E-Commerce in den nächsten Jahren entwickelt

Trotz der enormen Umsatzzahlen wird E-Commerce weiterhin boomen. Es ist noch längst nicht zu spät, um erst jetzt in das Online-Geschäft einzusteigen. Branchenübergreifend wird der Verkauf über das Internet eine noch größere Rolle spielen. Dabei werden in naher Zukunft vor allem virtuelle Realität und künstliche Intelligenz für spannende Entwicklungen sorgen. So lässt sich das individuelle Kundenerlebnis auf ein völlig neues Niveau heben. Auch für kleine Unternehmen lohnt sich jetzt nach wie vor der Einstieg in die Welt des E-Commerce. Denn der Kuchen ist groß und noch jeder kann ein Stück davon abhaben.


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