Streaming-Dienste: Das Zeitalter der mobilen Apps hat begonnen

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Die Konkurrenz auf dem Streaming-Markt ist groß und etablierte Dienste buhlen mit den Neueinsteigern um die Gunst des Publikums. So wird sich der Trend zur mobilen Nutzung von Entertainment-Apps weiter verstärken. Wer am Ende den „Streaming War“ für sich entscheiden kann, zeigt der „State of Mobile Report 2020“ von App Annie.
Streaming-Dienste

Quelle: freestocks - Unsplash

  • Durch die Fragmentierung der Streaming-Dienste führt zu höherer Qualität, aber auch zu weniger Auswahlmöglichkeiten.
  • Gemessen an der Verweildauer liegt Disney+ als jüngster Neueinsteiger bereits auf Platz sieben in den USA.
  • Neue Daten von App Annie zeigen: 2019 wuchs die Anzahl der Sessions in Entertainment-Apps um 50 Prozent im Vergleich zu 2017.

Entertainment-as-a-Service ist zwar nicht neu, aber die Art wie die Inhalte erschaffen und konsumiert werden schon. Gerade für Hollywood sind Streaming-Dienste eine ernsthafte Herausforderung. Netflix konnte sich bei den diesjährigen Oscars über einen Rekord von 24 Nominierungen freuen, Disney+ war im vierten Quartal 2019 die am meisten heruntergeladene App in den USA und Apple+ erhielt für seine gefeierte Serie „The Morning Show“ mehrere Golden-Globe-Nominierungen.

Während bereits das Satelliten-TV gegenüber dem terrestrischen Fernsehen einen neuen Standard an Auswahlmöglichkeiten gesetzt hat, hat das schnelle Wachstum von Video-on-Demand (VoD) nicht nur einen enormen Einfluss auf die Sendungen, die geschaut werden, sondern auch darauf, wie Nutzer diese sehen. Verstärkt wird dieser Effekt noch durch unsere mobilen Geräte und die Möglichkeit, auch unterwegs jederzeit auf die Lieblingsserie zugreifen zu können.

Streaming-Dienste: Fragmentierung führt zu besseren Inhalten

Als Verbraucher sind wir schon daran gewöhnt, für mehr Auswahl Dienste zu bezahlen. Dadurch, dass viele verschiedene Anbieter am Markt konkurrieren, hat eine Fragmentierung der Streaming-Dienste zwar zu qualitativ besseren Inhalten geführt, aber auch zu einer geringeren Auswahl beim jeweiligen Provider. Die Daten- und Analyseexperten von App Annie erklären, wie sich das Streaming in Zeiten von Disney+ und mobilen Devices verändert.

Dieser Wettbewerb in der App-Ökonomie treibt die Innovation im Kampf um Aufmerksamkeit und Umsatz voran. Neben den etablierten Anbietern Netflix, Amazon Prime Video und HBO Now ist Disney+ der jüngste Neueinsteiger, der AppleTV+ aber bereits dicht auf den Fersen ist. Unter den Video-Streaming-Anwendungen in den USA ist Disney+ auf Platz 7, wenn es um die Verweildauer auf Android-Handys geht. Nicht zuletzt durch den Launch von HBO Max und NBC Universal’s Peacock in diesem Jahr, wird der Wettbewerb in der Branche drastisch zunehmen. Verbraucher, die weiterhin ihre Lieblingssendungen und ganze Staffeln der neuesten Shows am Stück schauen wollen, müssen sich für eine wachsende Zahl an Abonnementdiensten anmelden.

Streaming-Dienste
Anteil der Stunden, die auf mobilen Geräten für Social Media, Video, Spiele und Anderes genutzt werden. (Quelle: App Annie)

Streaming-Dienste: Personalisierte Inhalte werden wichtiger

2019 hielten Konsumenten weltweit 50 Prozent mehr Sessions in Entertainment-Apps ab als 2017. Dies ist ein Hinweis darauf, dass das Streaming zunehmend auf mobile Geräte umgestellt wird. Der Schlüssel für die Wahl der richtigen Inhalte ist jedoch das Verständnis der Zielgruppen-Segmentierung. So nutzten beispielsweise fast 25 Prozent der iPhone-User von Netflix im vierten Quartal 2019 auch Disney+. Unter den Top-Video-Streaming-Apps war das die größte Überschneidung von Nutzern in den USA. Dies legt die Vermutung nahe, dass Verbraucher sehr wohl bereit sind sich für mehrere Dienste anzumelden und dafür zu bezahlen.

Streaming-Dienste: Das Smartphone als Unterhaltungszentrum

Doch bei all den verfügbaren Inhalten ist nicht zuletzt die Sichtbarkeit eine Herausforderung, die nur durch personalisierte Inhaltsempfehlungen gemeistert werden kann. Diese sind der entscheidende Faktor, um Verbraucher auf der jeweiligen Plattform zu halten. Schließlich schaut heute kaum mehr einer in die Fernsehzeitung, User verlassen sich darauf, was ihnen empfohlen wird. Sei es eine neue Serie auf Netflix oder interessante Künstler auf Spotify.

Da Verbraucher mehr und mehr auf ihr Smartphone als Unterhaltungszentrum umsteigen, können Streaming-Dienste nicht nur mehr darüber lernen, wie sie Inhalte konsumieren, sondern auch die beste Customer Experience über alle Anwendungen hinweg vergleichen. Dabei können sie sich von erfolgreichen Apps aus allen möglichen Kategorien inspirieren lassen, von der Produktempfehlung auf Amazon bis hin zur Kundenbindung bei mobilen Games. Netflix experimentierte in der Erfolgsshow „Bandersnatch“ sogar mit einem Format, das es den Zuschauern ermöglichte, die nächsten Schritte des Protagonisten und so den Handlungsverlauf zu steuern.

Streaming-Dienste
Anteil der Netflix-Nutzer, die auch andere Streaming-Dienste nutzen. (Quelle: App Annie)

Die Mobile-First-Strategie der sozialen Medien

Während sich die traditionellen Rundfunkanstalten einem Online-Kampf stellen müssen, sehen sich selbst die mobilen Early-Adopter der Video-on-Demand-Abonnementplattformen (SVoDs) der Konkurrenz mit den Social-Media-Marken ausgesetzt, die klugerweise eine „Mobile First“-Strategie entwickelt haben. So verzeichnete beispielsweise TikTok das höchste Zwei-Jahres-Wachstum bei der anwendungsübergreifenden Nutzung von Netflix mit über 135 Prozent.

Der Wettbewerb im Bereich Videostreaming wird also nicht mehr durch traditionelle Unternehmen angeheizt die eigenständige Streaming-Dienste anbieten, sondern durch Social-Media-Anbieter, die neue Verhaltenstrends auf dem Smartphone etablieren. Netflix hat zwar die Art wie wir Fernsehen schauen revolutioniert, TikTok, Snapchat und Instagram können nun aber die nächste Revolution im Bereich des digitalen Contents einleiten.

Streaming-Dienste: Netflix und TikTok kämpfen um Aufmerksamkeit

Mit dem Smartphone als primäre Plattform für Streaming-Dienste ist es nur zu verständlich, dass SVoDs mit den Sozialen Medien konkurrieren. Denn die Grenzen zwischen Social Media und Entertainment-Apps verschwimmen 2020 weiter. 2019 nutzten 21 Prozent der iPhone-User in den USA, die ein Netflix-Abonnement hatten, auch TikTok – ein Wachstum von 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und 135 Prozent in den letzten zwei Jahren.

Die Experten von App Annie haben auch festgestellt, dass im Dezember 2020 der durchschnittliche Android-User in den USA jeden Monat fast zwölf Stunden auf TikTok verbrachte, 2,8 Mal so viel wie auf Netflix. Hierbei ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass sich die Nutzerschaft von Netflix, im Gegensatz zu der von Social-Media-Apps wie TikTok, über das Smartphone hinaus erstreckt, nämlich auf Fernseher und Desktop-Computer. Während TikTok die Heimat von nutzergenerierten und Netflix die von Oscar-gekrönten Inhalten ist, liegt die Bedeutung dieser Überschneidung im Kampf um Aufmerksamkeit.

Hierbei wird das Smartphone zum Streaming-Gerät. Und obwohl Verbraucher jeden Tag durchschnittlich drei Stunden und 40 Minuten in mobilen Anwendungen verbringen, ist mit einer Auswahl an über vier Millionen Apps in beiden App-Stores die Konkurrenz natürlich groß. Wer hier nicht auf die Trends auch abseits der Entertainment-Anwendungen achtet, riskiert diesen Wettbewerb aus den Augen zu verlieren.

Streaming-Dienste: Inhalte, Preis und die Customer Experience

Während sich Streaming-Dienste zusätzlich zu den mobilen auch auf andere Kanäle fokussieren- und die Verweildauer sowie die Verbraucherausgaben weiter steigen – werden die gewinnbringenden Features die Qualität und der umfangreiche Inhalt sein. Große Anziehungspunkte für die Zuschauer sind und bleiben Exklusivrechte, Originale, IP wie Disney Plus’s Mandalorian und neuartige Formate wie Bandersnatch). Ganz zu schweigen von der Kraft guter Empfehlungen, die zum „Binge-Watching“ verleiten und so das Engagement erhöhen.

Wer gewinnt die Streaming Wars?

Die Gewinner der „Streaming Wars“ werden aber nicht zuletzt durch den Preis und die Bündelung des Angebots bestimmt. So bietet Disney beispielsweise ein Paket zwischen Hulu, ESPN und Disney+ und eine Partnerschaft mit Verizon an, die darauf abzielt, einen Mehrwert für die Abonnenten zu generieren.

Die Aufmerksamkeit der Verbraucher mit einzigartigen, überzeugenden Inhalten, dem richtigen Preis und einer nahtlosen Customer Experience zu erlangen, ist die oberste Priorität, um die Streaming Wars zu gewinnen. Dies geht über die traditionellen Medienunternehmen hinaus. Schließlich vergleichen die Verbraucher Netflix nicht nur mit seinen traditionellen Konkurrenten, sondern auch mit Anwendungen wie TikTok, Snapchat und Instagram.

Mehr über die Trends und die Anbieter in der Mobilfunkbranche wie auch über Dating, mobiles Marketing sowie Gesundheit- und Fitness-Anwendungen sind dem aktuellen „State of Mobile Report 2020“ zu entnehmen. App Annie stellt vertrauenswürdige App-Daten und Insights bereit, die Unternehmen dabei helfen, sich erfolgreich auf dem App-Markt zu positionieren. Mehr als eine Million registrierte Mitglieder nutzen App Annie, um ein besseres Verständnis des App-Markts, ihrer Geschäfte und der damit verbundenen Möglichkeiten zu gewinnen. (sg)

Lesen Sie auch: App-Markt: 5 entscheidende Trends im E-Commerce für 2020

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