Streaming-Portale: Piraterie wird Massenphänomen

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Die Filmwirtschaft ist dabei, den Kampf gegen die Online-Piraterie zu verlieren. Verantwortlich hierfür ist neben der zunehmenden Verbreitung von schnellen Breitband-Internetanbindungen vor allem eine neue Welle von Streaming-Video-Portalen. Diese ermöglichen ein wesentlich einfacheres und schnelleres Aufspüren und Betrachten von unautorisierter Film- und TV-Inhalten als Filesharing-Dienste, bei denen der gewünschte Content zunächst erst einmal heruntergeladen werden muss. „Streaming-Angebote sind in ihrer Nutzung sehr einfach und effizient und geben den Usern mehr Kontrolle als Downloads. Daher ist dies auch der Kurs, den die Online-Piraterie derzeit einschlägt“, stellt James McQuivey, Analyst beim US-Marktforschungsinstituts Forrester Research. Aufgrund der enormen Beliebtheit von Video-Streams habe sich die Piraterie im Internet mittlerweile zu einem Massenphänomen entwickelt.

„Das Problem der Online-Piraterie verschärft sich für die Filmwirtschaft zusehends. Entgegen Zukunftsprognosen selbsternannter Web-Auguren ist der Kampf um die Rechte der Kreativen keineswegs verloren“, erklärt Werner Müller, Generalsekretär des Vereins für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche (VAP). Die Raubkopiererszene im Internet weise heute einen wesentlich höheren Professionalisierungsgrad auf als noch vor wenigen Jahren. Dass Streaming-Angebote bei den Nutzern sehr gut ankommen, liege auf der Hand. „Solche Dienste ermöglichen einen leichten und schnellen Zugang zu unautorisiertem Material.

Für die Konsumenten sind derartige Gratis-Angebote natürlich sehr verlockend, um so mehr als Schein-Legalität vorgegaukelt und kaum technisches Know-how verlangt wird“, meint Müller. Dafür müssten sie dann allerdings auch mit einer deutlich schlechteren Wiedergabequalität rechnen. „Die steigende Zahl und Beliebtheit von illegalen Streaming-Seiten hat dazu geführt, dass das Phänomen der Online-Piraterie letztendlich gegenüber der nach wie vor existenten ‚Hardware-Piraterie‘ auf den Flohmärktenan Breite gewonnen hat“, ergänzt Müller.

Bekannte Plattformen wie kino.to seien heute sehr gut organisiert und auch mit anderen ähnlichen Anbietern aus der Raubkopiererszene vernetzt. „Vor wenigen Jahren war die Szene noch eher von Peer-to-Peer-Modellen und einer Art ‚Piraten-Mentalität‘ der Hackerszene dominiert. Inzwischen arbeitet man aber bereits im groß;en Stil und hat eigene lukrative Piraterie-Geschäftsmodelle entwickelt“, betont Müller. So finanziere sich ein Groß;teil der betroffenen Plattformen über Werbung oder kostenpflichtige Abos. Ein rechtliches Vorgehen gegen die Betreiber der illegalen Streaming-Portale sei allerdings extrem schwierig. „Die prozessualen Möglichkeiten sind vor allem deshalb so eingeschränkt, da die entsprechenden Dienste ihre Server zumeist nicht nur in einem einzigen Land stehen haben. Aufgrund der in Europa unterschiedlichen nationalen, teils suboptimalen Gesetzeslage ist eine rechtliche Verfolgung der Online-Piraten äuß;erst kosten- und rechercheintensiv. Damit können die Betreiber dieser Portale technische und rechtliche Schlupflöcher nützen, um anonym zu bleiben“, so Müller abschließ;end.

Info: http://www.vap.cc/

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