Studie: Beim E-Commerce brummts weiter

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In der Weihnachtszeit strömten viele Konsumenten in Europa nicht in die Einkaufspassagen, sondern setzen sich zu Hause bequem an den Computer, um Geschenke einzukaufen. Ogone, ein Tochterunternehmen von Ingenico, wertet dies als Indiz dafür, dass unabhängig vom Wetter, das in der Vorweihnachtszeit sehr mild war, immer mehr Konsumenten aus Bequemlichkeit oder Zeitmangel lieber online einkaufen. Verstärkt werde dieser Trend durch verbesserte Liefer- und Rücksende-bedingungen sowie die stark wachsende Tablet- und Smartphone-Dichte pro Haushalt. „Das hat den Online-Absatz enorm belebt“, so das Fazit von Christoph Jung, Head of Sales DACH.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schnellten Ogone zufolge die Online-Transaktionen im Dezember um 37 Prozent in die Höhe. Daraus könne man ableiten, dass dieses Jahr der Onlinehandel nochmals weiter wachsen werde, „weil sich inzwischen immer mehr Leute an die Vorteile des virtuellen Einkaufens gewöhnt haben“, stellt Jung fest. Rasant gestiegen sind auch die Zahlungen über mobile Geräte: Über zehn Prozent aller Transaktionen wurden im Dezember über die Ogone-Plattform online abgewickelt. Im Detail heißt dass, das

  • sich die Transaktionen über Tablets verdoppelt haben. Sie liegen, gemessen am gesamten E-Commerce, jetzt bei neun Prozent
  • 4,5 Prozent aller Online-Einkäufe übers Smartphone laufen. Dieser Anteil stieg damit um 50 Prozent an
  • Während in Frankreich, Deutschland und Belgien rund 10 Prozent aller Online-Transaktionen über ein Mobilgerät gezahlt werden, erhöhten sich diese Werte in Großbritannien und in den Niederlanden auf jeweils 19 und 16 Prozent.

„Die meisten Kunden tätigten ihre Online-Weihnachtseinkäufe unter der Woche Mitte Dezember und nicht, wie oft angenommen, am Sonntag“, berichtet Jung. Für den britischen und den deutschen Online-Handel war der 4. beziehungsweise der 9.  Dezember der verkaufsstärkste Tag im Weihnachtsgeschäft. Für die meisten anderen Länder – wie Frankreich, Belgien, die Niederlanden und die USA – fiel dieser Tag auf den 16. Dezember. Dies ist einerseits durch die unterschiedlich langen Lieferfristen zu erklären, andererseits fällt ins Gewicht, dass die Bescherungen an unterschiedlichen Tagen stattfinden.

Auffällig ist, dass im Ausland noch viel Potenzial brach liegt und sich viele Händler den Ausland-Umsatz noch entgehen lassen:

  • Über 25 Prozent des Umsatzes im Weihnachtsgeschäft generierten belgische Online-Händler im Ausland, insbesondere mit französischen Kunden
  • Die niederländischen Webshops machten 14 Prozent ihres Auslandsgeschäftes mit Kunden aus Belgien
  • 85 Prozent der Franzosen und 86 Prozent der Engländer kauften bevorzugt in Webshops ihres eignen Landes ein
  • Deutsche Händler generieren dagegen schon jetzt fast 50 Prozent des Online-Umsatzes im Ausland

„Die digitale Shopping-Tour wird für immer mehr Menschen genauso selbstverständlich wie der Gang in den Supermarkt oder eine Einkaufspassage. Dies ist zu erklären mit dem rasanten Wachstum des Online-Marktes, einem steigenden Kunden-Vertrauen in Technik, dem permanenten Zugriff auf Mobilgeräte und der wachsenden Selbstverständlichkeit in ausländischen Webshops zu kaufen“, so Jung.

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