Studie belegt: Digitalisierung fördert umwelt- und sozialverträglicheren Handel

Mehr Digitalisierung bringt Produktion und Verbrauch dichter zusammen. Mehr Digitalisierung erhöht die Attraktivität des ländlichen Raums, entzerrt die Liefersituation und beugt dem Paketstau vor – das sind drei zentrale Erkenntnisse aus der zweiten Auflage der Open-Source-Studie „Nachhaltigkeit im interaktiven Handel“ des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh).

 In Gesprächen, bei Kontakten auf Kongressen und bei Recherchen wurden die Thesen der ersten Version der Studie überprüft und ergänzt. Zusätzlich konnten auf Basis der Diskussionen weitreichende Thesen für die Entwicklung des Onlinehandels erstellt werden, was die nachhaltigkeit für die Zukunft anbelangt. Diese fanden in der nun vorliegenden Fassung in Form der “aktuellen Trendprognosen” gesonderten Einzug in die Studie. So bietet das “Weißbuch Nachhaltigkeit” jetzt nicht nur eine Basis aufgrund aller möglichen verfügbaren Sekundärmaterialien, sondern zudem auch eine auf breiter Basis angelegte Voraussicht auf die kommenden Jahre.

Stark transformative Marktveränderungen

Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh: „Wir haben uns für diesen Weg im Rahmen einer “offenen Open-Source-Studie” entschieden, da der bekannte Weg über Studien bei diesen stark transformativen Marktveränderungen durch Digitalisierung – mit teils sogar disruptiven Ausprägungen – nicht funktioniert. Wir befinden uns aktuell aber in einem Marktumfeld, das sich durch technologische, kulturelle oder infrastrukturelle Neuerungen binnen weniger Wochen in Teilen komplett ändern kann. Insofern hoffen wir, dass die “aktuellen Trendprognosen” hier einen Beitrag zur besseren Einordnung des Status quo sowie potentieller Entwicklungen leisten können.“

Trendprognosen herunterladen

Die “aktuellen Trendprognosen” können im Rahmen des “Weißbuch Nachhaltigkeit” in der aktualisierten Fassung heruntergeladen werden. Die wesentlichen Neuerungen zur ersten Auflage sind dabei farblich klar hervorgehoben. Je stärker sich die öffentliche Diskussion um Themen der Nachhaltigkeit und deren Vorteile wie auch mögliche Risiken in der Umsetzung darstellen, desto größer die Chancen für die Gesellschaft.
 
Eine weitere Neuheit der aktuellen Fassung: Sieben Kernthemen mit aktuell besonders hoher Relevanz wurden extra in kurzen Videostatements aufgegriffen. Die Themen:

Läuft der Handel künftig nur noch über das Internet?

 


Was ist ökologischer, der Einkauf online oder stationär?

 


Wird E-Commerce unsere Gesellschaft nicht gefährlich verändern – mit Auswirkungen, die wir heute noch nicht abschätzen können?

 


Verstopfte Straßen, falsch parkende Paketlaster, rasende Zusteller – alles dank E-Commerce?


Ist der ganze Verpackungsmüll im E-Commerce vermeidbar?


Wird der Verbraucher durch die Datensammlung nicht immer gläserner?


Sind Verbraucher nicht Spielbälle der Online-Händler?

 

Die Studie soll vor allem zum Mitmachen anregen, schnell relevante Inhalte darstellen und nicht ohnehin schon komplexe Vorgänge in der Gesellschaft weiter verklausulieren.
 
Deshalb gilt nach wie vor: Einmischen ist gewünscht!

Über die Studie: Verarbeitet wurden Meinungen und Empfehlungen von 800 Bloggern und Influencern, 400 Vertretern aus Wirtschaft und Handel, 200 Mitgliedern der Zivilgesellschaft und rund 50 Experten aus NGOs und Regierungsinstitutionen. Sie reflektieren die Diskussion über die erste Ausgabe der Studie, die 2016 in Zusammenarbeit mit der Systain Consulting GmbH erarbeitet und vorgestellt worden war.

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