Studie bescheinigt mitteldeutscher E-Commerce-Branche weiter großes Potenzial

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E-Commerce entwickelt sich immer mehr vom klassischen Distanzhandel zu einer Querschnittsbranche mit erheblichen Wachstums- und Beschäftigungspotenzialen für den Standort Mitteldeutschland. Die aktuellen „Hotspots“ der Branche liegen dabei in Leipzig, Halle/Saale und Jena. Das sind zwei der Ergebnisse einer ersten Potenzialstudie zur E-Commerce-Branche in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, welche die Leipziger E-Commerce Genossenschaft (ECG) und die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland gemeinsam in Leipzig vorstellten. 


So schätzen 56 Prozent der befragten Unternehmen die E-Commerce-Branche bereits heute als „relevanten Wirtschaftszweig in Mitteldeutschland“ ein. Knapp die Hälfte der Teilnehmer geht davon aus, dass die Zahl der mitteldeutschen E-Commerce-Unternehmen weiter zunehmen wird. Zukünftig wollen über 40 Prozent der Unternehmen verstärkt die gesamte Wertschöpfungskette des E-Commerce abbilden und so die eigene Marktposition stärken. Für die kommenden zwei Jahre rechnet gut ein Drittel mit einem zusätzlichen Bedarf an Mitarbeitern. Deren überwiegender Teil stammt aus der Region, in der das jeweilige Unternehmen ansässig ist oder aus Mitteldeutschland. Besonders gefragt sind dabei Mitarbeiter mit einer kaufmännischen Ausbildung (24 Prozent), gefolgt von Hochschulabsolventen aus den Bereichen Betriebswirtschaft (20 Prozent), Wirtschaftsinformatik (17 Prozent) und Informatik (16 Prozent).


„Die Studie belegt: Die E-Commerce-Branche ist dabei, sich von einem Teilbereich des Handels hin zu einer strukturbestimmenden Querschnittsbranche für die gesamte Region zu entwickeln“, erklärt Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland. Aktuell stehe die Branche allerdings noch am Anfang ihres Lebenszyklus und weise einen entsprechend geringen Grad der Vernetzung und Organisation auf. Eine ähnliche Entwicklung hätten in der Vergangenheit auch andere Wirtschaftszweige wie die Informationstechnologie und die Logistik durchlaufen. „Mit der Studie haben wir nun erste Pflöcke auf einem Weg eingeschlagen, der nun weitergegangen werden muss“, so Jörn-Heinrich Tobaben weiter.


„Mit der Studie wollen wir einen ersten Impuls für die stärkere wirtschaftspolitische und mediale Wahrnehmung der E-Commerce-Branche in Mitteldeutschland geben“, bekräftigt auch Kerstin Schilling, Vorstand der E-Commerce Genossenschaft Leipzig. Eines der wichtigsten Ergebnisse der Branche sei die große Fokussierung der Unternehmen auf Fachkräfte aus ihrer jeweiligen Region. „Erfolgreiche E-Commerce-Unternehmen in Mitteldeutschland erweisen sich so als wirksamer Anker gegen die Abwanderung gut ausgebildeter Fachkräfte“, so Kerstin Schilling. Die Untersuchung habe aber auch die noch vorhandenen Defizite aufgezeigt. So sei eine verlässliche Quantifizierung wirtschaftlicher Kennziffern wie Beschäftigtenzahlen, Umsätze und Unternehmensgrößen aufgrund fehlender statistischer Daten derzeit noch nicht möglich. „Um dies zu ändern und die Erfolgsgeschichte der mitteldeutschen E-Commerce-Branche weiter zu schreiben, ist jetzt ein abgestimmtes Handeln zwischen Unternehmen, Wirtschaftsverbänden, Kommunen und Ländern notwendig“, so die Empfehlung von Kerstin Schilling.


Die Potenzialstudie wurde vom Institut für Angewandte Informatik (InfAI) an der Universität Leipzig von Juni bis September 2012 per Online-Befragung unter 3.085 potenziellen Unternehmen aus der gesamten Wertschöpfungskette des E-Commerce durchgeführt und von zahlreichen Partnern unterstützt. Dazu gehörten unter anderem die Wirtschaftsförderungen von Leipzig, Halle/Saale und Jena, der Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. (bvh), der Bundesverband Onlinehandel e.V. (BVOH), das Netzwerk Logistik Leipzig‐Halle sowie die Industrie- und Handelskammern Südthüringen und Dresden.


In der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland engagieren sich strukturbestimmende Unternehmen sowie Kammern und Städte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und Vermarktung der traditionsreichen Wirtschaftsregion Mitteldeutschland.


Eine Zusammenfassung der Studie: www.mitteldeutschland.com und www.e-commerce-genossenschaft.de/potenzialstudie/


 


 

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