Studie „Bezahlen 2025“ sieht Banken herausgefordert

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Wie bezahlen wir in Zukunft und wer verdient damit? Digitalisierung, Online-Handel und der Vormarsch der Smartphones befördern neue, digitale Lösungen. In weniger als zehn Jahren könnten die globalen Internet-Giganten die Zahlungssysteme erobert und den Banken den Zugang zum Kunden abgeschnitten haben. Oder die Kreditinstitute behaupten ihre Position mittels innovativer und kundenfreundlicher Dienstleistungen rund um Zahlung und Kontoführung.
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Wie bezahlen wir in Zukunft und wer verdient damit? Digitalisierung, Online-Handel und der Vormarsch der Smartphones befördern neue, digitale Lösungen. In weniger als zehn Jahren könnten die globalen Internet-Giganten die Zahlungssysteme erobert und den Banken den Zugang zum Kunden abgeschnitten haben. Oder die Kreditinstitute behaupten ihre Position mittels innovativer und kundenfreundlicher Dienstleistungen rund um Zahlung und Kontoführung.

Dies sind zwei von vier Szenarien zur Zukunft der Zahlungssysteme in Deutschland aus einer aktuellen Studie. Erstellt wurde die Studie „Bezahlen 2025“ von der SRC Security Research & Consulting GmbH, einem Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Kreditwirtschaft, in Kooperation mit dem Beratungsunternehmen Z_punkt The Foresight Company und Fraunhofer INT.

 

 

Nach der Analyse könnten die Internet-Giganten ihre Marktmacht im Online-Handel und bei digitalen Endgeräten wie Smartphones und Tablets mit vorinstallierten Zahlungsanwendungen nutzen. Mit dem Smartphone als digitale Brieftasche ermöglichen sie den gesamten Einkauf aus einer Hand. Die klassischen Banken müssten darum kämpfen, in die E-Wallets der Tech-Giganten aufgenommen zu werden.

Demgegenüber könnte die Kreditwirtschaft, aufbauend auf dem bestehendem Vertrauensverhältnis zu ihren Kunden und den hohen Sicherheits- und Datenschutzstandards, den „Innovationsturbo“ starten. Banken könnten auf Basis der bereits in den Startlöchern stehenden Instant Payments (Bezahlen in Echtzeit) und ihrer ISO 20022-Verrechnungsinfrastruktur gemeinsam nutzerfreundliche Kontoführungs- und Bezahldienste für die digitale Zukunft entwickeln.

Rennen zwischen Banken, Internet-Giganten und Start-ups

Neben den beiden Szenarien einer „Bezahldominanz“ der Internet-Giganten oder eines „Innovationsturbos“ der Banken zeigt die Analyse auch die Möglichkeit auf, dass einige erfolgreiche Direktbanken zusammen mit jungen Finanztechnologie-Startups (FinTechs) den Bezahlmarkt besetzen. Denkbar ist ebenso, dass sich die heute erkennbare Vielfalt neuer Bezahlservices weiter fortsetzt, ohne dass eine der Innovationen die anderen verdrängt.

 

 

„Welches der vier von uns erarbeiten Szenarien eintritt, hängt maßgeblich davon ab, wer die Innovationen im Zahlungsverkehr in Zukunft bestimmt“, sagt Andreas Neef (im Bild), Geschäftsführender Gesellschafter Z_punkt. „Die relevanten Technologien begünstigen alle vier Szenarien gleichermaßen, die Innovationsstrategien werden das Rennen entscheiden.“

Gerd Cimiotti, Geschäftsführer SRC Security Research & Consulting GmbH: „Die Studie zeigt, dass sich die elektronischen Zahlungssysteme in den nächsten Jahren grundlegend verändern können. Sie zeigt aber vor allem auch auf, welche Chancen sich in Zukunft aus der Integration von Zahlungen in Prozesse, die der eigentlichen Zahlung vor- oder nachgelagert sind, ergeben können. Dies gilt sowohl für die Entwicklung von Zahlungsverkehrsinnovationen auf Grundlage bestehender technischer Infrastrukturen als auch ganz besonders für die gemeinschaftliche Weiterentwicklung von Zahlungsverkehrsinfrastrukturen in der Kreditwirtschaft.“

Die komplette Studie zum Download in deutscher und englischer Sprache finden Sie hier.

(jm)

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