Studie: Deutsche Unternehmer sind am optimistischsten

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Eine Studie von Hiscox gewährt außergewöhnliche Einblicke in die Stimmung und das Verhalten von Unternehmern in Europa und den USA, die versuchen, der Wirtschaftskrise die Stirn zu bieten. Was ihnen drohen könnte, sind Einbußen bei Umsatz und Gewinn – und schlaflose Nächte. Aber trotz alledem haben sie eines nicht verloren: ihren Willen zum Erfolg.


Der Hiscox, der internationalen, auf kleine und mittelständische Unternehmen spezialisierten Versicherungsgesellschaft, veröffentlichte Bericht mit dem Titel „DNA of an entrepreneur“ stellt die Ergebnisse einer Untersuchung von 3000 Eigentümern oder Partnern von kleinen und mittelständischen Unternehmen in insgesamt sechs Ländern vor: Großbritannien, USA, Niederlande, Deutschland, Frankreich und Spanien.


Bronek Masojada, CEO bei Hiscox, kommentierte die Ergebnisse wie folgt: „Kleine und mittelständische Unternehmen sind ein wichtiger Motor der globalen Wirtschaft. Alle, die mit kleinen und mittelständischen Unternehmen zu tun haben – ob Regierung, Banken oder andere Dienstleister – haben die Aufgabe, sie bei der Erreichung ihrer Zukunftsziele zu unterstützen.“


Die Stärke und Belastbarkeit von Unternehmern sind auch weiterhin ungebrochen. Tag für Tag müssen kleine und mittelständische Unternehmen eine Vielzahl von mehr oder weniger gravierenden Risiken eingehen und bewältigen. Unsere Studie unterstreicht ihre Besorgnis hinsichtlich der Bedrohungen, die von dem globalen wirtschaftlichen Umfeld ausgehen und oft sehr schwierig unter Kontrolle zu halten oder vorherzusagen sind. Die Studie zeigt jedoch auch, dass die Unternehmer optimistisch sind und glauben, dass sie erfolgreich sein können – trotz der eher schwierigen Rahmenbedingungen.


Schlüsselthemen des Berichts


43 Prozent sagten, dass sich ihr Umsatz im vergangenen Jahr nicht erhöht oder sogar verringert hat. Trotz dieses Ergebnisses und des allgemeinen wirtschaftlichen Klimas waren 47 Prozent der Befragten in Bezug auf das kommende Jahr optimistisch für ihr Unternehmen, gegenüber 26 Prozent, die sich eher pessimistisch äußerten, und 27 Prozent, die sich nicht sicher waren. Am optimistischsten waren Deutsche und Niederländer, am pessimistischsten Briten und Spanier.


Eine sich verschlechternde Makroumgebung – und nur wenig Vertrauen in Institutionen


Mehr als vier von zehn (44 Prozent) kleine und mittelständische Unternehmen in den fünf untersuchten EU-Ländern sagten, dass die Krise in der Eurozone sich auf ihre Geschäftsplanungen auswirkte, obwohl nur 28 Prozent in größerem Umfang im Export tätig waren. Vor diesem Hintergrund gab es mehr negative als positive Äußerungen zur EU. In allen fünf EU-Ländern waren die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die angaben, dass die EU ihre Unternehmen gar nicht oder nur in geringem Maße unterstützt, in der Mehrheit gegenüber denjenigen, die die EU als hilfreich bezeichneten. In Spanien bewerteten 8 Prozent der Befragten die EU als nicht hilfreich.


Die Briten gaben die negativste Bewertung ab (40 Prozent). 30 Prozent der befragten Amerikaner bewerteten das North American Free Trade Agreement (NAFTA) als nicht hilfreich. Nur in Frankreich äußerte sich eine Mehrheit positiv hinsichtlich der Unterstützung der Regierung (Unterstützung auf zentraler Ebene hilfreich 41 Prozent, nicht hilfreich 31 Prozent; Unterstützung auf kommunaler Ebene hilfreich 47 Prozent, nicht hilfreich 27 Prozent). 56 Prozent kritisierten die „unflexiblen“ Arbeitsgesetze ihres Landes und mehr als zwei Drittel waren unzufrieden mit der Besteuerung (67 Prozent) und Bürokratie (68 Prozent), wobei die Angaben hier je nach Land erheblich voneinander abwichen. Doch alle Befragten gaben übereinstimmend als ihre größte Angst für das kommende Jahr an, dass sie die Unterstützung der Regierung verlieren könnten.


Finanzielle Mittel sind begrenzt – aber die Beziehungen zu Banken und Kreditgebern sind stabil


Nur einer von acht (12 Prozent) Unternehmern war der Ansicht, dass die Beschaffung finanzieller Mittel kein Problem war, und die Hälfte (50 Prozent) hatte Probleme mit verspäteten Zahlungen (75 Prozent der spanischen Unternehmer). Aber nur 38 Prozent hatten versucht, Bedingungen mit Kreditgebern neu zu verhandeln oder sich um mehr finanzielle Mittel zu bemühen. 73 Prozent sagten, dass sich die Beziehungen zu ihrer Bank nicht verändert hätten, bei 10 Prozent haben sich die Beziehungen sogar verbessert.


Probleme mit Arbeitskräften – und freimütige Äußerungen zum Thema Neueinstellungen


Obwohl nur 15 Prozent der Befragten die Absicht hatten, im kommenden Jahr neue Arbeitskräfte einzustellen (36 Prozent Deutschland, 10 Prozent USA), sagten 54 Prozent, Entlassungen vermeiden zu wollen. Sechs von zehn (60 Prozent), die Schulabgänger oder Universitätsabsolventen eingestellt hatten, waren von deren Engagement und Motivation beeindruckt, aber nur knapp die Hälfte bewertete deren Beherrschung der Grundrechenarten (48 Prozent), ihre Pünktlichkeit (47 Prozent) oder ihre Arbeitsmoral (46 Prozent) als positiv.


Die Deutschen gaben die höchsten Bewertungen im Bereich Rechnen (60 Prozent), die Spanier bei Lesen und Schreiben (61 Prozent). Die Niederländer gaben in beiden Bereichen die jeweils niedrigsten Bewertungen (32 Prozent im Bereich Rechnen und 38 Prozent bei Lesen und Schreiben).


Motive, Lebensstile und die Arbeitswoche 


Das Hauptmotiv für die Gründung eines eigenen Unternehmens war das Bedürfnis, sein eigener Chef zu sein, weniger der Wunsch, mehr Geld zu verdienen. 62 Prozent definierten geschäftlichen Erfolg als die Möglichkeit, sich einen komfortablen Lebensstil leisten zu können. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit betrug 42,5 Stunden (was eine Erhöhung um zwei Stunden seit Februar 2010 bedeutet). Die Deutschen arbeiteten am längsten (durchschnittlich 46,9 Stunden) und die Briten am wenigsten (39,4 Stunden). Hinsichtlich des Mittagessens gaben die meisten Befragten an, ihre Mahlzeit oder ein Brot am Schreibtisch zu verzehren. Die Deutschen ließen ihr Mittagessen am häufigsten ganz aus (20 Prozent), die Niederländer und Franzosen am seltensten (6 Prozent und 7 Prozent). 43 Prozent sagten, dass der Wirtschaftsabschwung ihnen mehr Stress verursacht hatte. Die Spanier (60 Prozent) waren am meisten durch Stress belastet, die Niederländer (26 Prozent) am wenigsten. Nahezu jeder Dritte (29 Prozent) berichtete über Schlafstörungen (am häufigsten die Franzosen). Aber 28 Prozent sagten, dass die Krise ihren Willen zum Erfolg gestärkt hat, und 29 Prozent gaben an, dass sie dank der Krise effizienter gearbeitet haben.


 

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