Studie: E-Commerce bietet enorme Marktchancen

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DIBS, ein Anbieter von Internet-Bezahlsystemen, stellt heute die DIBS European E-commerce Survey vor, eine auf 8.600 Interviews beruhende Analyse des Internethandels in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland. Der Internethandel ist in diesen Ländern zu einem bedeutenden Faktor geworden und bietet weiterhin enorme Marktchancen.

 

„Der europäische E-Commerce-Markt bietet gute Marktchancen und steckt im Grunde noch in den Kinderschuhen“, erklärt Eric Wallin, CEO von DIBS. „Verbraucher und Händler treiben den Trend zu höheren Internetumsätzen voran.,Rund 78 Prozent der Verbraucher geben an, dass sie im kommenden Jahr genauso viel oder noch mehr als bisher im Internet einkaufen werden.“

Der Internethandel hat sich fest etabliert, und in den letzten sechs Monaten haben in den genannten acht Ländern 141 Millionen Personen im Alter zwischen 15 und 75 Online-Käufe getätigt. Das entspricht 90 Prozent aller Internetnutzer.

Das gesamte E-Commerce-Volumen in den acht Ländern wird auf 178 Milliarden Euro geschätzt. Davon entfallen auf Deutschland 55,7 Mrd. Euro, auf Großbritannien 47,6 Mrd. Euro, auf Frankreich 31,8 Mrd. Euro, auf Spanien 19,7 Mrd. Euro, auf Schweden 7,0 Mrd. Euro, auf Norwegen 6,2 Mrd. Euro, auf Dänemark 5,5 Mrd. Euro und auf Finnland 4,1 Mrd. Euro.

In den letzten sechs Monaten kauften die Studienteilnehmer im Durchschnitt für 631 Euro im Internet ein. Am meisten gaben die Norweger mit 987 Euro, am wenigsten die Spanier mit 443 Euro pro Kopf aus. In den übrigen Ländern konsumierten die Dänen durchschnittlich 763 Euro, die Briten 618 Euro, die Schweden 600 Euro, die Finnen 594 Euro, die Deutschen 554 Euro und die Franzosen 487 Euro.

Die europäischen Verbraucher kaufen im Internet hauptsächlich ein, weil es das tägliche Leben erleichtert.  Dieser Umstand zeigt, dass die Verschiebung in Richtung E-Commerce strukturelle Gründe hat und sich wahrscheinlich fortsetzen wird. Nach vielen Jahren des Wachstums erwarten heute bereits 78 Prozent der Verbraucher, dass sie in den kommenden 12 Monaten genauso viel oder mehr online einkaufen werden.

In Ländern, die bereits hohe Pro-Kopf-Ausgaben verzeichnen, sind die Verbraucher noch optimistischer. Dies deutet daraufhin, dass die Verschiebung in Richtung zum E-Commerce sich beschleunigen wird: Sobald der Internetkauf zur Gewohnheit geworden ist, steigt dessen Anteil am Gesamtkonsum der Verbraucher.

Das Potential für weiteres Wachstum in Europa ist sehr hoch. Der durchschnittliche Verbraucher kauft bisher nur einmal im Monat online ein. Zudem wird bis dato nur ein Bruchteil der gesamten Haushaltseinkäufe über das Internet abgewickelt.

Die europäischen Verbraucher haben verschiedene Bezahlgewohnheiten und nutzen verschiedene Zahlungssysteme für ihre Einkäufe, und auch hier unterscheiden sich die an der Studie teilnehmenden Länder. Dies gilt auch für die zu Grunde liegenden Zahlungsinfrastrukturen.

Die Konsumenten entscheiden sich meist für die aus ihrer Sicht sicherste (62 Prozent) und einfachste (50 Prozent) Zahlungsart. Viele nutzen Kartenzahlung, aber auch andere Methoden sind weit verbreitet. Um sich Umsätze nicht entgehen zu lassen, ist es für Internethändler daher von Bedeutung, den verschiedenen Präferenzen in Europa Rechnung zu tragen.

So ziehen in Dänemark aufgrund der dominierenden Marktstellung von Dankort 80 Prozent der Online-Shopper Kredit- oder Debitkarten vor, während zwei Drittel der schwedischen und norwegischen Online-Käufer Kartenzahlung oder Online-Überweisungen nutzen. In Finnland hingegen ist die Situation wieder eine andere: Hier nutzen nur 19 Prozent der Käufer Karten, während 45 Prozent per Online Banking überweisen.

In Großbritannien überwiegt der Einsatz von Karten (58 Prozent), aber immerhin 23 Prozent der Verbraucher nutzen Services für Micropayment. Spanische Konsumenten zahlen gerne mit Karte (37 Prozent) und per Nachnahme (23 Prozent). Bei deutschen Online-Käufern halten sich der Kauf auf Rechnung (27 Prozent) und Micropayment (26 Prozent) ungefähr die Waage. Kartenzahlung ist in Deutschland hingegen weniger beliebt (20 Prozent). In Frankreich dominiert mit 59 Prozent die Kartenzahlung, doch auch hier ist Micropayment beliebt.

Wie wichtig die Zahlungsinfrastruktur ist, zeigt sich darin, dass Verbraucher Händler, welche die von ihnen bevorzugte Zahlungsmethode nicht anbieten, meiden bzw. Einkäufe abbrechen, wenn sie an der Kasse nicht die gewohnte Methode vorfinden. Erstaunliche 51 Prozent lassen Händler links liegen, die die gewünschte Zahlungsoption nicht eingerichtet haben. Etwa ein Drittel der Befragten gab an, Online-Einkäufe gelegentlich abzubrechen, und als häufigsten Grund für den Abbruch nannten sie das Fehlen ihrer bevorzugten Zahlungsmethode. Wer im Online-Geschäft erfolgreich sein will, muss daher diejenigen Zahlungsmethoden anbieten, die für die jeweiligen Zielgruppen relevant sind.

Internetkäufer zeichnen sich in allen Ländern durch bestimmte Merkmale aus. So nutzen zum Beispiel ein Drittel der Europäer Preisvergleichsportale. 61 Prozent der Verbraucher besuchen zuerst Online-Shops, die sie bereits kennen, und 58 Prozent lassen sich von Suchmaschinenabfragen leiten.

Die Studie zeigt erhebliche Unterschiede in den einzelnen Ländern, wobei nicht nur die Sprache und Größe eines Landes, sondern auch kulturelle und soziale Faktoren das Konsum- und Einkaufsverhalten beeinflussen. Diese Unterschiede sind bei einer gesamteuropäischen E-Commerce-Strategie zu berücksichtigen.

Der Anteil weiblicher Internetnutzer, die online Einkäufe tätigen (89 Prozent) unterscheidet sich kaum von dem männlicher Internetnutzer (90 Prozent); sowohl Frauen als auch Männer kauften innerhalb eines halben Jahres durchschnittlich 6,6 Mal online ein. Die Einstellung der Geschlechter zum Online-Einkauf unterscheidet sich kaum von Land zu Land. Es gibt nur wenige signifikante Unterschiede: In allen Märkten sind die Männer preisbewusster als die Frauen. Frauen bevorzugen hingegen Internethändler, die ihnen von Bekannten empfohlen wurden oder die zusätzlich ein stationäres Ladengeschäft unterhalten. Außerdem nutzen Frauen seltener Preisvergleichsportale. Männer dominieren den Bereich „Elektronik“, während Frauen ganz deutlich die größte Verbrauchergruppe bei „Kleidung“ und „Haushaltswaren“ stellen.

Als „Power Shopper“ gilt eine Person, die über einen Sechsmonatszeitraum mehr als 1.000 Euro online ausgibt. In den letzten sechs Monaten fielen 27 Prozent der Online-Käufer in diese Kategorie. Die Gruppe der Power Shopper besteht zu 60 Prozent aus Männern. Die meisten Power Shopper sind in Norwegen zu finden. Ein Viertel der dortigen Bevölkerung ist dieser Kategorie zuzuordnen, und zusammen haben sie drei Viertel aller Online-Käufe in Norwegen getätigt.

In den größten europäischen Märkten generieren Leistungen in Verbindung mit Reisen 20 Prozent des Umsatzes. In den skandinavischen Ländern liegt der Anteil sogar bei 47 Prozent. Den zweitgrößten Anteil stellt in fast allen Märkten der Bereich Elektronik. Frankreich bildet eine Ausnahme, denn dort belegen Schuhe und Kleidung den zweiten Rang. In den skandinavischen Ländern und in Deutschland bilden Medien und Unterhaltung die drittgrößte Kategorie.

In allen europäischen Ländern bewerten die Bürger es positiv, Steuern online bezahlen zu können (63 Prozent). Aber es gibt auch einige Unterschiede: In Großbritannien (38 Prozent) und in Deutschland (37 Prozent) lehnt eine große Gruppe diese Art der Steuerentrichtung ab, während in Finnland sich nur 8 Prozent dagegen aussprechen.

Die von DIBS in Auftrag gegebene Europäische E-Commerce-Studie wurde im dritten Quartal 2010 vom Marktforschungsinstitut YouGov Zapera durchgeführt und basiert auf Interviews mit über 8.000 Internetnutzern in Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland, Spanien, Großbritannien, Deutschland und Frankreich sowie mit 634 Online-Händlern in Dänemark, Norwegen und Schweden.  Alle Berechnungen beruhen auf den Währungskursen vom 2. August 2010.

Info: www.dibs.se

 

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