Studie: Unternehmen erkennen Vorteile digitaler Arbeitsplätze nur langsam

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Ein digitaler Arbeitsplatz gilt als entscheidender Faktor für den künftigen Unternehmenserfolg. Eine internationale Befragung von Avanade zeigt, dass die meisten Unternehmen in Deutschland ihre Digitalisierungsstrategien den Anforderungen und Möglichkeiten noch nicht ausreichend angepasst haben.
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Ein digitaler Arbeitsplatz gilt als entscheidender Faktor für den künftigen Unternehmenserfolg. Eine internationale Befragung von Avanade zeigt, dass die meisten Unternehmen in Deutschland ihre Digitalisierungsstrategien den Anforderungen und Möglichkeiten noch nicht ausreichend angepasst haben. Diejenigen, die investieren, profitieren jedoch nachweislich von steigenden Umsätzen und erhöhter Mitarbeitermotivation. Avanade versteht unter einem digitalen Arbeitsplatz die Zusammenführung von Anwendungen, Informationen und Zusammenarbeit in einem intelligenten Kontext – individuell angepasst auf Position, Standort und Aufgaben der Mitarbeiter.

Eine überwältigende Mehrheit von 85 Prozent der befragten Führungskräfte in Deutschland und 84 Prozent weltweit vertritt fälschlicherweise die Annahme, dass die Nutzung von E-Mail und sozialen Medien allein bereits einen digitalen Arbeitsplatz ausmacht. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der hiesigen Unternehmen und 56 Prozent der internationalen Vergleichsgruppe verwendet gemäß der Studie noch gar keine digitalen Arbeitsplatztechnologien. Insgesamt gaben drei von vier Unternehmen an, dass auf mehr als die Hälfte ihrer Software und Anwendungen nicht nahtlos von außerhalb einer physischen Büroumgebung zugegriffen werden kann. Ein weiteres Viertel weiß nicht, ob diese Möglichkeit im Unternehmen besteht.

Kosten schrecken ab, Investitionen zahlen sich jedoch aus

Zwar gilt die Mitarbeitermotivation als Hauptergebnisträger, doch aufgrund des erhöhten Kostenaufwands sind Großunternehmen im Durchschnitt noch vier Jahre von der Bereitstellung echter digitaler Arbeitsplätze entfernt. Fast die Hälfte (48 Prozent) der weltweit Befragten gab an, dass sich ihre Unternehmen aufgrund der Kosten von Lösungen für einen digitalen Arbeitsplatz gegen deren Einführung entschieden. In Deutschland vertraten nur 40 Prozent diese Auffassung. 77 Prozent der deutschen Vertreter waren darüber hinaus der Ansicht, dass ihr Unternehmen derzeit vor der Herausforderung steht, Daten und Analysen im Unternehmen Gewinn bringend einzusetzen. Lediglich 40 Prozent der deutschen Unternehmen priorisieren in den kommenden 12 bis 24 Monaten Investitionen in Technologien, die Einblicke in Geschäftsabläufe bieten und Unternehmensinformationen liefern.

Der Erfolg gibt allerdings den Unternehmen Recht, die bereits digitale Arbeitsplätze oder zumindest einzelne Werkzeuge dafür nutzen: 100 Prozent der deutschen Führungskräfte konnten daraus als direktes Ergebnis einen positiven Geschäftsnutzen erzielen. Dazu zählen unter anderem eine gesteigerte Produktivität (61 Prozent), größere Mitarbeitermotivation (44 Prozent) und Umsatzwachstum (40 Prozent). „Deutsche Unternehmen müssen verstärkt auf digitale Arbeitsplätze für Knowledge Worker setzen“, bilanziert auch Robert Gögele (im Bild), General Manager bei Avanade für Deutschland, Österreich und die Schweiz. „Damit können sie auf den Informationsbedarf ihrer Mitarbeiter in einer komplett digitalisierten Umgebung reagieren und bleiben auch im Kampf um Talente in einer vernetzten Welt wettbewerbsfähig.“

Erhebungsmethode

Die Umfrage wurde von Wakefield Research als Online-Umfrage unter 500 C-Level-Führungskräften und IT-Entscheidungsträgern in den folgenden Ländern durchgeführt: 51 Befragungen in Australien, 42 Befragungen in Kanada, 126 Befragungen in Deutschland, 26 Befragungen in den Niederlanden, 51 Befragungen in Singapur, 100 Befragungen im Vereinigten Königreich und 104 Befragungen in den Vereinigten Staaten. Die Erhebung erfolgte im Mai 2015 mithilfe einer E-Mail-Einladung und einer Online-Umfrage. Die Stichprobenergebnisse unterliegen der Stichprobenvarianz. Das Ausmaß der Varianz ist messbar und wird von der Anzahl der Befragungen und der Ebene der die Ergebnisse wiedergebenden Prozentsätze beeinflusst.
 
Weiterführende Informationen zur Studie finden Sie unter nachstehendem Link
(jm)

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